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Luca will als Musikerin zur Bundeswehr

Selmsdorf Luca will als Musikerin zur Bundeswehr

Die 15-jährige Selmsdorferin hat ein Praktikum beim Heeresmusikkorps in Neubrandenburg absolviert

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Seit eineinhalb Jahren spielt die 15-jährige Luca Päsler aus Selmsdorf Saxophon. Es ist ihr Lieblingsinstrument. Außerdem spielt die Gymnasiastin noch Klarinette und Piano.

Quelle: Fotos: Privat

Selmsdorf. Luca Päsler weiß schon jetzt genau, was sie nach der Schule machen will. Das Ziel der 15-Jährigen ist es, bei der Bundeswehr zu studieren. Und zwar Musik. Sie will in Zukunft regelmäßig im Heeresmusikkorps spielen. Erste Erfahrungen hat sie schon machen können. Anfang Juli durfte die Selmsdorferin zwei Wochen lang ein Praktikum beim Heeresmusikkorps in Neubrandenburg absolvieren – als Saxophonistin. „Und nach diesen Tagen bin ich umso entschlossener, dass ich später bei der Bundeswehr studieren will“, sagt Luca.

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Die 15-jährige Selmsdorferin hat ein Praktikum beim Heeresmusikkorps in Neubrandenburg absolviert

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Ich hatte beim Klang Gänsehaut. Mit so vielen Musikern habe ich vorher noch nie zusammen-

gespielt.“Luca Päsler über die

Auftritte mit dem

Heeresmusikkorps

Das Praktikumszeugnis, das ihr Oberstleutnant Christian Prchal nach den zwei Wochen ausgestellt hat, liest sich wie eine Empfehlung. Der Leiter des Korps erlebte die Jugendliche „stets motiviert und konzentriert“. Literatur habe sie sich in kürzester Zeit angeeignet. Deshalb durfte die Praktikantin sogar bei Konzerten als Mitglied der Formation mitwirken. Unter anderem spielte sie auch beim Auftritt des Korps während des MV-Tages in Güstrow mit. „Ich wurde gut vorbereitet und aufgenommen. Ich war schnell integriert. Ich dachte wirklich nicht daran, dass ich fast überall mitspielen kann“, so Luca. Für ihr Auftreten und ihre Fähigkeiten sammelte sie viele Komplimente.

Dabei spielt die Schülerin des Ernst-Barlach-Gymnasiums in Schönberg erst seit eineinhalb Jahren Saxophon. „Für ihre noch junge Saxophonpraxis sind ihre Technik und ihr Taktgefühl bereits ausgeprägt“, stellt Oberstleutnant Prchal fest. Überhaupt hat sie erst vor vier Jahren mit der Musik begonnen. Ihre Oma Kerstin Parkner spielte als Jugendliche selbst Klarinette und Saxophon. Ein Konzert einer Big Band in der Turnhalle in Selmsdorf weckte in der heute 56-Jährigen nach langer Pause wieder die Lust aufs Musizieren. Sie ging zur nächsten Probe der Gruppe und ihre Enkelin kam einfach mit. „Von ihrem Konfirmationsgeld leistete sich Luca dann ihre erste eigene Klarinette“, erzählt Großvater Jens Parkner.

Luca besucht seitdem die Kreismusikschule „Carl Orff“ in Grevesmühlen. Dort spielt sie derzeit im Blasorchester, in der großen sowie der Nachwuchs-Big Band und dem Musical-Ensemble mit. Vier Mal in der Woche hat sie Unterricht. „Vor allem Lehrerin Kati Frölian hat mir sehr geholfen“, sagt die Schülerin. Neben der Klarinette und dem Saxophon hat Luca mittlerweile auch das Piano für sich entdeckt. „Drei Instrumente spielen zu können, ist für ein Studium bei der Bundeswehr von Vorteil“, erklärt die junge Musikerin. Auf die Idee mit dem Praktikum beim Heeresmusikkorps kam sie übrigens durch einen Workshop, den die Kreismusikschule im April 2015 mit den Bundeswehr-Musikern veranstaltete.

Für das Studium beim Bund müsste Luca für vier Jahre nach Düsseldorf gehen und dabei auch eine zweimonatige Grundausbildung als Soldatin über sich ergehen lassen. „Die Musik ist die Nummer eins in meinem Leben. Dafür würde ich das machen. Meine Waffen bleiben aber die Instrumente“, sagt die Jugendliche. Das Praktikum habe in ihr eine Faszination ausgelöst. Sie bekam bei den Auftritten die Kraft zu spüren, mit der das Heeresmusikkorps agiert. „Ich hatte beim Klang Gänsehaut. Mit so vielen Musikern habe ich vorher noch nie zusammengespielt“, erzählt sie. Zudem gefalle ihr das Gemeinschaftsgefühl, das durch solch eine Formation verkörpert wird. Irgendwann will sie zu diesem „repräsentativen Klangkörper der Bundeswehr“ gehören und unter anderem Staatsoberhäupter empfangen.

Doch bis dahin ist noch ein wenig Zeit. Luca startet im neuen Schuljahr in die zehnte Klasse und steuert allmählich aufs Abitur zu. „Vorher werde ich vielleicht noch ein weiteres Praktikum bei der Bundeswehr machen“, sagt die Selmsdorferin. Ihre Mutter Kathi Päsler weiß sie hinter sich. „Ich bin stolz auf meine Tochter, stehe voll hinter ihr und unterstütze sie“, sagt die 36-Jährige. Das Praktikum in Neubrandenburg habe ihre Tochter auch charakterlich vorangebracht. „Der Aufenthalt dort hat ihr Selbstbewusstsein ziemlich gestärkt.“

Daniel Heidmann

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