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Marmeladenwerk statt Schweinestall?

Schönberg Marmeladenwerk statt Schweinestall?

Schönberg kauft für Erweiterung des Gewerbegebiets Land mit Mastanlage / Gebäude sollen abgerissen werden

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Ein Schild warnt vor dem Betreten des Schweinestallgeländes in Schönberg. Tiere werden dort jedoch nicht mehr gehalten.

Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Schönberg. Die Schönberger Stadtvertreter haben den Kauf der ehemaligen Schweinemastanlage an der Rottensdorfer Straße beschlossen, um zu ermöglichen, dass sich im Gewerbegebiet „Sabower Höhe“ weitere Betriebe ansiedeln können. Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) bestätigte gestern auf Anfrage die unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefallene Entscheidung. Er bejahte auch, dass es die Anfrage eines Großbetriebes gibt. Dem Vernehmen nach geht es um 15 Hektar. Ob es sich bei dem Großbetrieb um die Schwartauer Werke handelt, wollte der Schönberger Bürgermeister gestern nicht kommentieren. Wie berichtet, will der Marmeladenhersteller expandieren und erwägt den Bau einer Produktionsstätte außerhalb von Bad Schwartau. Nach Auskunft des dortigen Bürgermeisters Gerd Schuberth (CDU) ist noch keine Entscheidung gefallen. „Die Schwartauer Werke haben erklärt, nach Möglichkeit in der Stadt bleiben zu wollen“, sagt Schuberth.

OZ-Bild

Schönberg kauft für Erweiterung des Gewerbegebiets Land mit Mastanlage / Gebäude sollen abgerissen werden

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Fest steht: Der Abriss der Schweinemastanlage auf vier Hektar Land würde den Schwartauer Werken, aber auch anderen Unternehmen, den Boden in Schönberg bereiten. Lutz Götze sagt: „Die Anfrage eines großen Unternehmens aus Schleswig-Holstein hat die Sache nur beschleunigt.“

Der Rückbau der Stallanlagen kostet laut einer ersten Schätzung rund eine halbe Million Euro. Vertreter der Stadt hoffen, dass ein Großteil über einen Zuschuss des Schweriner Wirtschaftsministeriums finanziert werden kann und das landeseigene Unternehmen Landesgrunderwerb Mecklenburg-Vorpommern (LGE) den Eigenanteil der Kommune vorfinanziert. Die LGE hat bereits zahlreiche Grundstücke im angrenzenden Gewerbegebiet „Sabower Höhe“ erschlossen und veräußert. Dreieinhalb Hektar sind bisher wegen möglicher Geruchsimmissionen der Mastanlagen kaum zu vermarkten. Das soll sich durch den Kauf der Ställe ebenfalls ändern.

Wie berichtet, stehen mögliche Geruchsimmissionen auch einem neuen Wohnbaugebiet auf der gegenüberliegenden Seite der Rottensdorfer Straße im Wege. Hoffnung der Stadtvertreter: Dieses Problem wird durch Kauf und Abriss der Ställe ebenfalls erledigt.

Von Jürgen Lenz

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