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Mitmachzirkus geht auf Reisen

Dassow Mitmachzirkus geht auf Reisen

Saad Rose will Kindern mit und ohne Behinderungen in der Manege beibringen, Verantwortung zu übernehmen.

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Im Mitmachzirkus des Tigerparks Dassow lernen Kinder Artistik und wie es ist, Verantwortung zu übernehmen.

Quelle: Cornelia Roxin

Dassow. Einen Mitmachzirkus, in dem Kinder erste Kunststücke als Artisten, Clowns oder Zauberer lernen, gibt es im Tigerpark Dassow schon seit zehn Jahren. Jetzt möchte das Team aber, wie es sich für einen Zirkus ja eigentlich gehört, auf Reisen gehen — zumindest im weiteren Umfeld des Tigerparks. Möglich macht das eine Förderung der „Aktion Mensch“. 4 000 Euro hat der Tigerpark erhalten, um das nötige Arbeitsmaterial für den mobilen Mitmachzirkus anzuschaffen. Etwa 10 000 Euro haben Monica Farell und ihr Lebenspartner Saad Rose in ein zweites Drahtseil, Scheinwerfer, einen Bühnenvorhang und Matten investiert. Damit soll es ab November auf Tour durch Schulen, Kindergärten oder auch Jugendclubs gehen.

Die Idee, mit dem Mitmachzirkus auf Reisen zu gehen, hat Saad Rose schon seit die Manege in Dassow für Kinder freigegeben wurde. „Etwa vor acht Jahren habe ich mit einer Schulgruppe für eine Show geprobt. Es fehlten aber ein paar Kinder“, berichtet er. Eine Gruppe Kinder mit Behinderungen wollte sich die Proben und die Aufführung eigentlich nur ansehen. „Die habe ich angesprochen, sie stiegen mit ein und es wurde eine tolle Show“, sagt Rose. Kurz darauf meldete sich die Vorwerker Diakonie aus Lübeck und es kam eine weitere für ihn beeindruckende Zirkusshow zustande. „Ich mache einfach mit allen das gleiche und behandele alle gleich“, verrät Saad Rose, wie Barrieren zwischen Kindern mit und ohne Behinderung fallen. „Dadurch fühlen sich die Kinder mit Behinderung verstanden. Sie merken, dass man sie ohne ihr vermeintliches Handycap betrachtet.“ Aufgrund dieser Erfahrungen soll auch der mobile Mitmachzirkus Möglichkeiten der Inklusion bieten.

„Wenn wir eine Vorstellung einstudieren, kann daran jeder teilhaben. Das gilt für Rollstuhlfahrer genauso wie für Schüler, die eigentlich gar nicht in einer Zirkusshow auftreten wollen“, spricht Saad Rose aus Erfahrung. So merken Kinder, dass ein Rollstuhlfahrer praktisch die Basis für eine Menschenpyramide bilden kann. „Kinder, die sich nicht so für die Manege begeistern, finden Spaß an der Regiearbeit, als Beleuchter oder Tontechniker. Dadurch lernen manche auch erst bestimmte Berufe kennen, die sie später vielleicht einmal lernen“, stellt Saad Rose dar. „Bei all diesen Aufgaben lernen die Kinder den kompletten Veranstaltungsbetrieb kennen und lernen, Verantwortung zu übernehmen.“

Zum Team des mobilen Mitmachzirkus gehören wie im Tigerpark auch Monica Farell, Janina Leptien sowie das Artistenduo Louisa Höpel und Dwayne Farell. Sie können ab November zum Beispiel von Schulklassen oder Kitas gebucht werden. Aber auch die Gestaltung einer Projektwoche für eine ganze Schule oder Klassenstufe wäre denkbar.

Getestet hat die Mannschaft des Tigerparks die mobile Ausrüstung schon in Boltenhagen. Zehn Wochen konnten Kinder dort reinschnuppern, wie man über ein Drahtseil balanciert oder jongliert.

Der Mitmachzirkus des Tigerparks
Seit zehn Jahren bietet der Tigerpark in Dassow einen Mitmachzirkus an. Dafür steht auf dem Gelände auch ein richtiges rot-gelbes Zirkuszelt.

Kostüme für Seiltänzer, Clowns, Artisten und Zauberer sind inzwischen in verschiedenen Größen im Fundus vorhanden, sodass die Kinder bei ihrer Vorstellung auch wie richtige Stars in der Manege gekleidet sind.

Für die täglichen Vorstellungen des Mitmachzirkus‘ im Park proben die Kinder eineinhalb Stunden. Dann treten sie vor das Publikum. Die Proben beginnen in der Saison täglich um 13 Uhr, die Vorstellung folgt um 14.30 Uhr.

Als Kontaktadresse für den mobilen Mitmachzirkus wird gerade eine Internetseite unter dem Namen Nexxt Level Entertainment gebaut. Eine Seite bei Facebook gibt es bereits unter dem Namen. Auch über die Homepage des Tigerparks oder die Mailadresse monicafarell@tigerpark.de kann der Mitmachzirkus gebucht werden. mab

 

Malte Behnk

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