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Moran steht seit 40 Jahren für Reitsport

Groß Siemz Moran steht seit 40 Jahren für Reitsport

Der Verein in Groß Siemz feiert am Sonnabend mit hunderten Gästen sein Bestehen seit vier Jahrzehnten.

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Die Hubertusjagd des Reitsportvereins Moran in Groß Siemz zieht zum Ende der grünen Saison noch etliche Reiter und Kutschfahrer an.

Quelle: OZ

Groß Siemz. Die Freude bei den Mitgliedern des Reitsportvereins „Moran“ auf den kommenden Sonnabend ist riesengroß. „Dann feiert der Verein aus Groß Siemz seinen 40. Geburtstag“, erklärt der Vorsitzende, Jürgen Kässler. Er ist seit 38 Jahren im Verein und damit am längsten dabei. Und wie es sich für einen runden Geburtstag gehört, wird das Jubiläum ganz groß gefeiert. „Los geht es gegen 13.30 Uhr mit dem Marsch durchs Dorf von der Schulstraße bis zum Reitplatz“, sagt Kässler, wo Reiter und Kutschen anschließend Aufstellung nehmen für die Eröffnung. Nach Kässlers Festrede beginnen verschiedene Wettkämpfe und Showprogramme. „Wir haben von Reiten bis Kutsche fahren für Jung und Alt alles dabei“, verspricht der Vorsitzende. Auch Voltigieren ist dabei, Dressurquadrillen, Kegel- und Geschicklichkeitsfahren. Zu sehen ist dann auch eine Zuchtschau mit Nachfahren der Groß Siemzer Zucht.

Genau genommen sind die Pferdenarren aus dem kleinen Dorf bei Schönberg sogar ein bisschen spät dran mit dem 40. Geburtstag. Denn der Verein wurde am 13. Juni 1973 gegründet. „Das liegt daran, dass es so viele Turniere gab und wir wollten nicht, dass sich das überschneidet. Uns war wichtig, dass vor der Ernte hinzukriegen“, so Kässler, der am Sonnabend auch an die Anfänge des Vereins erinnern wird. Ohne die Landwirtschaftliche Produktionsgemeinschaft (LPG), sagt er, wäre das damals nicht zustande gekommen. „Viel zu verdanken haben wir auch Werner Fickel, der Pferdefreund und erster Vorsitzender war.“

Nach der Wende, als laut Kässler viele andere Reitvereine „nicht weiter gemacht haben“, hatten die Groß Siemzer noch 60 Mitglieder. Mittlerweile sind es nur noch zwölf im Alter zwischen 35 und 55.

„Dafür verstehen wir uns alle sehr gut.“ Die Mitglieder verreisen gemeinsam und treffen sich abends zum Grillen bei Bier und Wein — so wie vor kurzem für ein Wochenende nach Berlin mit Besuch der Galopprennbahn in Hoppegarten und einer Kremserfahrt. „Wir sind wie eine kleine Familie“, sagt der Vorsitzende zufrieden. „Das hat sich aber erst so entwickelt, seitdem wir so wenige sind.“

Großes Manko des Vereins, sei der Nachwuchs. „Unser Problem ist, dass wir nicht bei Turnieren starten. Kinder und Jugendliche wollen sich aber nun einmal mit anderen messen.“ Früher kamen viele Ringreiter zu Wettkämpfen ins kleine Dorf bei Schönberg. Heute ist die Hubertusjagd im Oktober, die das Ende der grünen Saison bedeutet, das wichtigste Treffen der Pferdefreunde aus Groß Siemz und den umliegenden Gemeinden und Städten. „Das ist der Höhepunkt bei uns.“

Zu DDR-Zeiten war die Hubertusjagd in vielen Orten Tradition. Während es nach der Wende bei vielen anderen Vereinen einschlief, „haben wir das sogar ein wenig ausgebaut.“ Bis zu 170 Gäste auf Pferden und Kutschen hatte der Verein schon.

Ohne die Feuerwehr, betont der Vorsitzende voller Dank, würde — wie in vielen anderen Dörfern - aber auch in Groß Siemz nichts gehen. „Die hilft uns wo sie kann.“ Selbstverständlich auch am Sonnabend, wenn rund 500 Zuschauer erwartet werden. Wer Reitsport unterschiedlichster Art sehen will, ist in Groß Siemz genau richtig. Und nachdem die Pferde versorgt und die Reiter geduscht sind, soll auch noch das Tanzbein geschwungen werden beim großen Reiterball im Festzelt. Der Eintritt ab 20 Uhr ist frei. Jeder sei willkommen, freut sich Jürgen Kässler auf einen tollen 40. Geburtstag des Siemzer Reitsportvereins „Moran“.

Unser Problem ist, dass wir nicht bei Turnieren starten. Kinder und Jugendliche wollen sich aber mit anderen messen.“Jürgen Kässler, Vorsitzender

 

Frank Martens

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