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Naturschützer und Gemeinde gegen Kiesabbau

Selmsdorf Naturschützer und Gemeinde gegen Kiesabbau

Teschow: Vorhaben einer westfälischen Firma löst immer mehr Widerstand aus.

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Wir werden das Bergamt auffordern, die Genehmigung für den Kies- abbau nicht zu verlängern.“Corinna Cwielag, Landesgeschäftsführerin des BUND

Selmsdorf. Beim Kampf gegen den Kiesabbau bekommen die Einwohner des Selmsdorfer Ortsteils Teschow Schützenhilfe von ihrer Gemeinde und vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die Gemeindevertretung beschloss am Donnerstagabend ohne Gegenstimme eine Stellungnahme an das Bergamt Stralsund, mit der sie eine Verlängerung der Genehmigung zum Kiesabbau im 13,14 Hektar großen Gebiet Teschow-Erweiterung über das Ende dieses Jahres hinaus bis zum 31. Dezember 2030 ablehnt. Die Gemeinde argumentiert: „Das Vorhaben widerspricht insbesondere den Schutzzielen des Landschaftsschutzgebietes ,Palinger Heide und Halbinsel Teschow‘ und den Zielstellungen des Landschaftsplanes.“ Auch mit der Erholungsfunktion der idyllischen, ruhigen Gegend vertrage sich der Abbau nicht. Weil damit zu rechnen sei, dass bis zu 1,5 Millionen Tonnen Kies in Richtung A 20 transportiert würden, wären nicht nur Teschow und Sülsdorf direkt oder indirekt betroffen. Einwohner von Selmsdorf würden ebenso mit dem zusätzlichen Lärm und Staub belastet. „Dies ist insbesondere von Bedeutung, da die Gemeinde derzeit im Bereich der Kreuzung von B 104 und 105 ein für die Region bedeutsames Wohnbaugebiet erschließt“, argumentiert die Kommune nach Beschlussvorschlag der SPD.

Klar ist auch das Nein des BUND zu einer Verlängerung der Kiesabbaugenehmigung, die die Sanders Immobilien-Verwaltung-Leasing GmbH &Co. KG mit Sitz in Münster/Westfalen beim Bergamt Stralsund erwirken will. BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag kündigte im Gespräch mit der OZ an: „Wir werden das Bergamt auffordern, die Genehmigung für den Kiesabbau nicht zu verlängern.“ Der BUND werde eine entsprechende naturschutzfachliche Stellungnahme abgeben. Argumente der Natur- und Umweltschutzorganisation: Die notwendige aktuelle artenschutzrechtliche Prüfung fehle im Antrag, die Auswirkungen auf benachbarte Naturschutzgebiete würden ebenfalls nicht untersucht, das Gebiet befinde sich im nationalen Naturerbe „Grünes Band“ und für den Kies aus Teschow existiere kein gesamtwirtschaftlicher Bedarf. Wie berichtet, hat Sanders seit 2008 keinen Betreiber für Abbau und Vermarktung gefunden.

 

 

Jürgen Lenz

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