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Neuer Aufsichtsrat für Wirtschaftsfördergesellschaft

Grevesmühlen Neuer Aufsichtsrat für Wirtschaftsfördergesellschaft

Wie es künftig mit der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises weitergeht, steht zwar noch nicht fest.

Grevesmühlen. Wie es künftig mit der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises weitergeht, steht zwar noch nicht fest. Aber immerhin gibt es seit Donnerstag ein Votum des Kreistages für die Jahresabschlüsse 2013 und 2014 und einen neuen Aufsichtsrat. Um den hatte es in der Vergangenheit heftige Diskussionen gegeben. Allen voran Dennis Klüver hatte die Besetzung moniert und versucht, selbst in das Gremium zu kommen – allerdings vergeblich. Lediglich fünf Stimmen erhielt das fraktionslose Mitglied der Piratenpartei. Zu wenig, um in den Aufsichtsrat gewählt zu werden.

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) hatte von sich aus auf den Sitz im Aufsichtsrat verzichtet. Begründet hatte sie den Schritt mit dem Umstand, dass sie sich bereits als Gesellschaftervertreterin dort engagiere, sie daher den Platz für ein Mitglied des Kreistages frei machen wolle.

Das ist am Donnerstag geschehen, die Besetzung des Aufsichtsrates steht. Dem Gremium steht ein hartes Stück Arbeit bevor, denn die Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises hat in den vergangenen zehn Jahren vor allem Negativ-Schlagzeilen gemacht. Weil der Boom der Anfangsjahre, als reihenweise Grundstücke verkauft und Hunderte Arbeitsplätze geschaffen wurden, nachließ, schrieb die Gesellschaft rote Zahlen – und zwar bis heute. Rund 60000 Euro kostet der Erhalt des Unternehmens pro Jahr. Die Kapitaldecke schrumpft immer weiter.

„Die Gesellschaft ist auf ein Minimum zurückgefahren worden, die Ausstattung ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel“, so Landrätin Kerstin Weiss. „Deshalb müssen wir uns neu orientieren.“ Der neue Aufsichtsrat soll ein Mosaikstein dabei sein, der neue Geschäftsführer (siehe Kasten) soll die entscheidenden Impulse geben, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Ob die Wirtschaftsförderung allerdings jemals Gewinn abwerfen wird, steht in den Sternen. Eine „schwarze Null“ wäre für die Kreistagsmitglieder bereits ein Riesenerfolg nach den Pleiten der vergangenen Jahre.

Mehrere Geschäftsführer und Modelle sollten die Rettung bringen für das Unternehmen, das beim Jahresabschluss 2015 über liquide Mittel in Höhe von rund 310000 Euro verfügte. Doch nichts passierte. Derzeit läuft die Suche nach einem geeigneten Geschäftsführer.

Der Aufsichtsrat: Für die CDU sind dabei: Simone Borchardt, Karl Heinold Buchholz

SPD: Heiner Wilms, Wolfgang Glaner

Die Linke: Reinhard Sieg

LUL: Michael Roolf

Grüne/Liberale: René Domke

Michael Prochnow

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