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Riesige Windräder ersetzen kleine

Schönberg Riesige Windräder ersetzen kleine

Nahe Schönberg bauen Investoren Anlagen aus den 90er Jahren ab / Die erste neue wird 185 Meter hoch

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Auf einem Feld bei Schönberg: Baustelle für eine neue, 185 Meter hohe Windenergieanlage. Die alte, 63 Meter hoch, ist bereits stillgelegt.

Schönberg. Immer mehr große Windenergieanlagen werden in naher Zukunft das Landschaftsbild in der Region Schönberg bestimmten. Investorengruppen planen zehn kleine Anlagen östlich der Stadt abzubauen und dort elf neue, deutlich höhere, zu errichten.

 

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Viel kleiner als die heute üblichen Windräder sind die Anlagen, die bisher unweit der Schönberger Umgehungsstraße stehen.

Quelle: Fotos: Jürgen Lenz
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Das Repowering würde eine deutliche finanzielle Einnahme für die Stadt bedeuten.“Lutz Götze (SPD-Fraktion), Bürgermeister von Schönberg

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Viel kleiner als die heute üblichen Windräder sind die Anlagen, die bisher unweit der Schönberger Umgehungsstraße stehen.

Quelle: Fotos: Jürgen Lenz
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Das Repowering würde eine deutliche finanzielle Einnahme für die Stadt bedeuten.“Lutz Götze (SPD-Fraktion), Bürgermeister von Schönberg

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Vorbereitende Erdarbeiten für den Bau einer 185 Meter hohen Windkraftanlage haben unweit der Umgehungsstraße von Schönberg begonnen. Wie das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt

(Stalu) auf Anfrage mitteilte, stehen die Arbeiten im Zusammenhang mit einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für das Repowering einer Windkraftanlage durch die Meins Energy GmbH & Co KG. „Für die Altanlage liegt meiner Behörde eine Stilllegungsanzeige vor, der Rückbau dieser Anlage erfolgt parallel zur Errichtung der Neuanlage“, erläutert Stalu-Mitarbeiter René Bernitz.

Hans-Gustav Meins aus dem schleswig-holsteinischen Schönberg bestätigt das Vorhaben in der Nähe des mecklenburgischen Schönberg. Eine 1998 errichtete, 63 Meter hohe Anlage vom Typ Vestas V 44 wurde bereits stillgelegt. „Sie wird abgebaut“, kündigt Meins an. Gebaut werde eine Windenergieanlage des Typs Enercon E 92 mit einer Gesamthöhe von 185 Metern und 2,35 Megawatt Leistung.

„Sie soll noch Ende des Jahres in Betrieb gehen. Das ist das Ziel“, erläutert der Landwirt und Windenergie-Investor aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg. Die Meins Energy GmbH & Co KG ließ 2010 die bisher größten Anlagen nahe Schönberg errichten: zwei Enercon E 82 mit einer Leistung von 2,3 Megawatt. Sie sind mit 180 Metern deutlich höher als jede natürliche Erhebung in der Region, 55 Meter höher als die Lübecker Marienkirche, 40 Meter höher als die Windräder östlich von Selmsdorf, 23 Meter höher als der Kölner Dom und 18 Meter höher als der gewaltigste Kirchturm der Welt, der des Ulmer Münsters.

Nur 63 Meter hoch sind dagegen die acht Anlagen vom Typ Vestas V 44, die Investoren 1998 östlich von Schönberg errichten ließen. Sie haben einen Rotordurchmesser von 44 Metern und eine Leistung von je 600 Kilowatt. 1999 folgte der Bau von zwei Anlagen des Typs NEG NM 60 mit einem Rotordurchmesser von 60 Metern und jeweils 1000 Kilowatt Leistung, 2004 dann eine Vestas V 80 mit einem Rotordurchmesser von 80 Metern und einer Leistung von zwei Megawatt.

Wie das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt auf Anfrage jetzt mitteilte, liegt auch ein Repowering-Antrag mit dem Ziel vor, zwei Altanlagen abzubauen und dafür zwei moderne Anlagen zu errichten. Ein weiterer Antrag betreffe den Bau und Betrieb von acht Windkraftanlagen, für die zuvor sieben Altanlagen zurückgebaut werden sollen.

Beide Anträge befänden sich derzeit im immissionschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren, im Rahmen dessen andere Behörden beteiligt würden. Weil dem Stalu noch nicht alle Stellungnahmen vorliegen, könne noch nicht abschließend beurteilt werden, ob die beantragten Anlagen genehmigungsfähig sind.

Als einer von mehreren Grundstückseigentümern wäre die Stadt Schönberg betroffen. Bürgermeister Lutz Götze sagt: „Das Repowering würde eine deutliche finanzielle Einnahme für die Stadt bedeuten.“ Die Kommune könne für den Fall des Repowerings mit Pachteinnahmen und einer Beteiligung am Erlös des Stromverkaufs rechnen.

Repowering

Das Ersetzen alter Kraftwerke und Kraftwerksteile wird als Repowering bezeichnet. Die größte Bedeutung hat es in der Windenergiebranche. Der rasante technologische Fortschritt macht es rentabel, Anlagen, die Ende der 90er Jahre gebaut wurden, durch neue zu ersetzen, obwohl sie das Ende ihrer Lebensdauer bei Weitem noch nicht erreicht haben.

Bis zu 1000 Megawatt pro Jahr beträgt der potentielle jährliche Markt für Repowering nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie. Das entspreche einem Umsatz von rund anderthalb Milliarden Euro. Beim Repowering könne bei einer Halbierung der Anlagenzahl und gleichzeitiger Verdoppelung der Leistung durch effizientere Nutzung der Standorte eine Verdreifachung des Ertrags erreicht werden. Dadurch würden Erzeugungskosten für Windstrom deutlich gesenkt. jl

Jürgen Lenz

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