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Schaalseeregion – grenzenlose Ideen

Schaalseeregion – grenzenlose Ideen

Neue Perspektiven für eine alte Kulturlandschaft: Ein Netzwerk will länderübergreifende Projekte für die Region west- und ostseits der lauenburgischen Seen anschieben

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Heike Schütze vom Biosphärenreservat Schaalsee und William Boehart vom Lauenburgischen Kunstverein erläutern die Arbeitsergebnisse.

Quelle: Foto: P. Haase

Schlagsdorf. Die Kraniche. Die Wälder. Die Seen. Die alten Geschichten aus der Zeit der deutschen Teilung und davor. Das neue Miteinander von Alteingesessenen und Zugezogenen. Die Ruhe. Die Geschichte. All das macht den Reiz der Schalseeregion und der Lauenburgischen Seen in Ost und West aus – jedenfalls für die 26 Teilnehmer eines Workshops zur Zukunft dieser Natur- und Kulturlandschaft.

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Neue Perspektiven für eine alte Kulturlandschaft: Ein Netzwerk will länderübergreifende Projekte für die Region west- und ostseits der lauenburgischen Seen anschieben

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Sie trafen sich am vergangenen Sonntag im Grenzhus Schlagsdorf, um nach einer Standortbestimmung und neuen Ideen für eine grenzüberschreitende kulturelle und nachhaltige Entwicklung in den Regionen Ratzeburger See, Lauenburgische Seen und Schaalsee zu suchen. Damit wieder zusammenwächst, was vier Jahrzehnte lang getrennt war.

„Die Idee dazu entstand im vergangenen Oktober bei einer Podiumsdiskussion, die der Lauenburgische Kunstverein und das Grenzhus im Rahmen der Ausstellung ,Visionen‘ organisiert hatten“, erklärt William Boehart, Vorsitzender des Lauenburgischen Kunstvereins. Nun hatten die Gremien erneut eingeladen, und es kamen sowohl Vertreter von Institutionen wie dem Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe sowie Mitglieder von Kulturvereinen, Umweltschützer, engagierte Menschen aus Nordwestmecklenburg und aus dem Herzogtum Lauenburg ins Grenzhus.

Initiativen, die die durch Kreis- und Ländergrenzen geteilten Strukturen aufbrechen wollten, gab es in den vergangenen Jahren bereits mehrere – allein, es fehlte die Durchsetzungskraft. Abgesehen von wenigen grenzübergreifenden Aktionen, wie „Dörfer zeigen Kunst“ oder dem Norddeutschen Freilichtkino, fällt die Bestandsaufnahme immer noch recht nüchtern aus:

27 Jahre nach der deutsch-deutschen Grenzöffnung ist zwar die Natur grenzenlos schön und erfahrbar, die politische und Infrastruktur aber immer noch getrennt. „Eine gemeinsame Region gibt es in unseren Köpfen, aber es gibt keine Struktur dafür“, bringt es William Boehart auf den Punkt. So würden Netzwerke, Informationswege wie auch der Nahverkehr an den Ländergrenzen enden. Die Teilnehmer des Workshops berieten in zwei Gruppen, welche Arbeitsfelder künftig grenzübergreifend in Angriff genommen werden könnten. Ganz wichtig sei ein gemeinsames Internetportal, fasste Boehart die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Kultur zusammen. Große Bedeutung wurden Ost und West verbindenden Kulturprojekten zugemessen, an denen vor allem auch Kinder und Jugendliche beteiligt sein sollten.

Eine Voraussetzung für das Zusammenwachsen sei der Ausbau einer einheitlichen Infrastruktur, fasste Heike Schütze, Dezernentin im Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe, die Ergebnisse der zweiten Arbeitsgruppe zusammen. Das betrifft sowohl den Ausbau und die Beschilderung von Rad- und Wanderwegen wie auch die Schifffahrt. Eine Schiffsverbindung über den See von Ost nach West war eine weitere Anregung.

Ein wichtiger Aspekt vieler Teilnehmer war die Zukunftsfähigkeit der Region, es fielen Stichworte wie solidarische Landwirtschaft, wohnortnahe Arbeitsplätze, Regionalwährung, Stärkung der Dorfstrukturen durch kleine Läden. Sehr viele Ideen, die in kommenden Treffen konkretisiert und in einzelnen Projekten umgesetzt werden sollen.

Eine grundlegende Frage muss dann auch geklärt werden: Wie ist die Region eigentlich geografisch und inhaltlich definiert? Reicht sie von der Elbe bis zum Priwall? Und soll der Fokus ausschließlich auf der Natur liegen? Soll die Grenzsituation zwischen Mecklenburg und Schleswig-Holstein mit ihren kreativen Spannungen betont werden oder hat die Zukunftsfähigkeit Priorität? Diese Fragen sollen beim nächsten Treffen geklärt werden. Einen Termin wurde bereits festgelegt: Sonntag, 14. Mai, um 11 Uhr im Pahlhus in Zarrentin.

Wer Interesse hat, sich am

länderübergreifenden Netzwerk

zu beteiligen, kann sich per E-Mail

melden unter info@grenzhus.de

oder unter ☎ 038875 / 2 03 26.

Anregungen gesucht

24 Quadratmeter groß ist der Schaalsee auf der Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und MV. Das Biosphärenreservat misst 310 Quadratkilometer und wurde 2000 von der Unesco als Schutzgebiet anerkannt.

Uns interessiert Ihre Meinung. Was verbinden Sie mit der Schaalseeregion? Warum leben Sie gerne in diesem Landstrich, was verbindet Sie damit? Welche Erlebnisse sind Ihnen unter die Haut gegangen? Welches Bild von der Region soll Ihrer Meinung nach vermittelt werden? Welche Projekte und Zusammenarbeit wünschen Sie sich? Und haben Sie Vorschläge für einen griffigen Slogan für die Region?

Wir freuen uns auf Ihre Zuschrift unter lokalredaktion.grevesmühlen@pressehaus-gre.de oder per Post an die Redaktion OZ, August-Bebel-Straße 11, 29936 Grevesmühlen

Petra Haase

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Leiter Lokalredaktion: Michael Prochnow
Telefon: 0 38 81 / 78 78 10
E-Mail: grevesmuehlen@ostsee-zeitung.de

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