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Schönberg erhöht die Kosten für Kitaplätze

Schönberg Schönberg erhöht die Kosten für Kitaplätze

Aufgrund der gestiegenen Platzkosten hebt die Stadt die Elternanteile an / Bis zu 55 Euro mehr kostet ein Krippenplatz

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Zahlreiche Eltern waren zur Sitzung der Stadtvertreter nach Schönberg gekommen.

Quelle: Oldörp

Schönberg. Eltern, die ihre Kinder in die drei Einrichtungen des Vereins „Haus des Kindes“ nach Schönberg bringen, müssen ab August tiefer in die Tasche greifen. Der Grund: Die Kosten für Kindergarten, Hort und Krippe steigen. Laut Schönbergs Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) um bis zu 20 Prozent. Grund dafür sind in erster Linie Lohnsteigerungen. „Die Gehälter der Mitarbeiter mussten an die Tarife angepasst werden. Das war in den verschiedenen Einrichtungen des Vereins seit 2013 beziehungsweise 2014 nicht mehr der Fall.“ Hinzu kommen laut Götze auch Preissteigerungen bei den Betriebskosten für Strom, Wasser und Gas.

Die Aufteilung der Kosten ist ungerecht.“ Lutz Götze, Bürgermeister

Eltern, deren Kinder in die Kita „Haus des Kindes“ in der Lübecker Straße gehen, müssen für einen Ganztagsplatz künftig rund 20 Euro pro Monat mehr zahlen. Für die Ganztags-Hortbetreuung im Kinderhaus steigen die Kosten um bis zu 16 Euro und für einen Kindergartenplatz um 26 Euro. Am teuersten wird es für Eltern, deren Kinder die Krippe in der Kita „Regenbogen“ besuchen. Sie müssen ab August pro Monat gut 55 Euro mehr zahlen.

Die Stadtvertreter gaben für die Preissteigerungen grünes Licht. Lutz Götze geht davon aus, dass es nach dieser Entscheidung einige Beschwerden von Eltern geben wird. „Wir können zwar dagegen sein, aber leider können wir dagegen nichts machen. Es gibt eine gesetzliche Grundlage, der wir folgen müssen.“ Demnach müssen sich das Land und die Landkreise mit einem Festbetrag an den Kosten für Kita, Hort und Krippe beteiligen. Der durchschnittliche Betrag, den das Land und der Kreis für einen Platz im Verein „Haus des Kindes“ zahlen, liegt laut Götze bei rund 256 Euro. „Dieser Satz bleibt auch in Zukunft konstant. Unabhängig von allen Kostenerhöhungen.“ Den Rest der Kosten, laut Götze zwischen 60 und 80 Prozent, teilen sich Eltern und Kommune. „Wobei wir als Stadt davon mindestens 50 Prozent übernehmen müssen“, betont Götze. Auf die Kleinstadt kommen durch die höheren Kitagebühren allen in diesem Jahr Mehrkosten in Höhe von rund 30000 Euro zu. Diese Summe hatten die Stadtvertreter bislang nicht in den Haushalt für dieses Jahr eingeplant. „Dafür wird wohl eine andere Maßnahme sterben“, bedauert Götze, der für 2017 sogar mit Mehrkosten von mehr als 70000

Euro ausgeht. Schönbergs Stadtoberhaupt betonte aber, dass die Plätze beim Verein „Haus des Kindes“ trotz der Kostenerhöhung immer noch zu den preiswerten Plätzen im Kreis gehören.

Kritisch äußerte sich Götze gegenüber dem Land und dem Kreis. Er kritisierte, dass sie sich jeweils nur mit Festbeträgen an der Finanzierung der Platzkosten beteiligen, nicht prozentual. Daher haben sich Bürgermeister und Stadtvertreter entschieden, einen Brief an die Landesregierung nach Schwerin zu schicken. Darin wollen sie ihren Unmut über diese „Ungerechtigkeit“ kundtun.

Steffen Oldörp

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