Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Städtepartnerschaft soll wieder aufleben

Dassow Städtepartnerschaft soll wieder aufleben

Die Stadt Dassow bekommt demnächst Besuch aus Lettland. Die Partnerschaft mit der Kommune Grobina soll wieder aufleben. Neben der Dassower Regionalschule setzt sich dafür auch der Heimat- und Tourismusverein ein. 2002 gab es die ersten Kontakte, die im Laufe der Jahre aber immer seltener wurden.

Voriger Artikel
„Vernetzer“ der friedlichen Revolution
Nächster Artikel
Die Maurine unterm Mikroskop

Ivonne Pätzel (links) mit Marianne Thoms und Hans Espenschied.

Quelle: Foto: Michael Prochnow

Dassow. 2002 gab es die ersten Kontakte zwischen der lettischen Stadt Grobina und Dassow, 2004 waren dann die Gäste aus dem Baltikum zum ersten Mal in Nordwestmecklenburg. In den Folgejahren entwickelte sich ein reger Austausch zwischen beiden Kommunen, der durch gegenseitige Besuche, Projekte und viel persönliches Engagement geprägt war. Doch im Laufe der Jahre wurden die Kontakte immer seltener.

„Das wollen wir wieder ändern“, sagt Ivonne Pätzel, Lehrerin an der Dassower Regionalschule. „Die Partnerschaft hat eine lange Tradition, und wir als Schule wollen mithelfen, dass diese Tradition wieder etwas Schwung bekommt.“ So war sie zusammen mit der amtierenden Bürgermeisterin Annett Pahl und einigen Dassowern in Grobina, um ein neues Projekt anzuschieben. Im Sommer werden ein Dutzend Schüler aus Grobina in Dassow erwartet. Zusammen mit den Lehrern aus Lettland will Ivonne Pätzel die Freundschaft zwischen den Schulen wieder auf eine breite Basis stellen. „Das Projekt lebt natürlich davon, dass die Schüler so etwas wollen“, betont die Klassenleiterin einer neunten Klasse.

Vom 14. bis zum 21. Juni werden die Letten Dassow besuchen. Wohnen werden sie bei Gastfamilien. Auf dem Programm stehen neben dem Schulbesuch („Das ist Pflicht, da der Austausch gefördert wird.“) Ausflüge in die Umgebung und gemeinsame Aktivitäten mit den Schülern aus Dassow.

Mit im Boot ist bei der Betreuung der Gruppe aus Grobina auch der Heimat- und Tourismusverein der Stadt Dassow. Marianne Thoms und Hans Espenschied haben sich bereits mit Ivonne Pätzel an einen Tisch gesetzt, um das Programm auf die Beine zu stellen. „Keine Frage, dass wir mit dabei sind“, betont Hans Espenschied. „Natürlich kümmern wir uns um die Gruppe.“ Wie genau das Programm und der Ablauf der Woche in Dassow aussehen wird, das wird in den nächsten Wochen und Monaten besprochen. „Wichtig ist, dass wir die Schulpartnerschaft wieder aufleben lassen“, so die Pädagogin, die unter anderem Russisch studiert hat. „Mit Englisch und Russisch kommen wir ganz gut über die Runden“, erzählt Ivonne Pätzel. „Bei den Schülern muss man sich ohnehin keine Sorgen machen, die finden schnell eine gemeinsame Sprache.“

Für Marianne Thoms und Hans Espenschied ist der Kontakt zur Dassower Schule ein gutes Mittel, um junge Leute für den Verein zu interessieren. Denn Nachwuchs ist wie bei vielen anderen Vereinen auch Mangelware. „Dabei brauchen wir junge Leute“, betont Marianne Thoms. „Wir müssen ihnen nur zeigen, was es bei uns alles gibt.“ Der Heimat- und Tourismusverein ist seit geraumer Zeit dabei, sein Image zu verändern. Dazu gehören unter anderem die Wanderungen, die der Verein anbietet. Rund um den Dassower See geht es auf den Spuren der vielfältigen Geschichte der Region. Allein sechs dieser Tageswanderungen, die etwa zwölf Kilometer umfassen, gibt es in diesem Jahr, die nächste findet am 22. April statt. Entlang der Wanderroute stehen mittlerweile Infotafeln, die die Hintergründe der Entwicklung erläutern. Denn gerade der Bereich um den Dassower See hat in den vergangenen hundert Jahren eine Menge Veränderungen erfahren.

Auch das möchte der Heimat- und Tourismusverein vermitteln. „Und eben auch für und vor allem mit jungen Leuten“, sagt Marianne Thoms, die viele Jahre die Vereinsarbeit koordiniert hat. Inzwischen hat sie die Ämter abgegeben, ganz loslassen jedoch kann sie nicht.

Kleinstadt im Westen Lettlands

Grobina (deutsch Grobin) ist eine Kleinstadt im Westen Lettlands. Die Stadt hat knapp 4000 Einwohner.

Zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert befand sich hier eine große Siedlung skandinavischer Herkunft. 1659 wurde das Gebiet

von den Schweden

verwüstet. Seit 1695

besitzt Grobina Stadtrecht. 1710 wütete eine Pest-Epidemie.

Im 17. Jahrhundert florierte Grobina dank seiner Handwerker (Bernsteindreher, Hutmacher, Spinner, Weber) und des Handels. Im

19. Jahrhundert verlor Grobin an Bedeutung.

Michael Prochnow

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stolpe
„Die Einnahmen des Landkreises aus der Kreisumlage stiegen von 2013 zu 2017 um rund 20,5 Millionen Euro.Falko Beitz (SPD), Gemeindevertreter

Weil für den eigenen Haushalt kaum noch finanzieller Spielraum besteht, fordern Stolpes Gemeindevertreter die Senkung der Kreisumlage. Zwei Prozent weniger würde dem Stolper Haushalt ein Plus von 5500 Euro bescheren. Hierfür soll der Bürgermeister mit anderen Kommunen im Kreis kooperieren.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Schönberg
Verlagshaus Grevesmühlen

August-Bebel-Straße 11
23936 Grevesmühlen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9:00 -12.30 Uhr und 13.30 - 17:00 Uhr
Freitag:
 9:00 - 12.30 Uhr und 13.30 - 16:00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Michael Prochnow
Telefon: 0 38 81 / 78 78 10
E-Mail: grevesmuehlen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

^
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.