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Uniklinik erforscht das Gehirn

Lübeck Uniklinik erforscht das Gehirn

Hoch über den Köpfen der Festgäste wanderten sie durch eine Lichtprojektion die Wand entlang, die Fragen, die zukünftig in diesem Gebäude beantwortet werden sollen.

Lübeck. Hoch über den Köpfen der Festgäste wanderten sie durch eine Lichtprojektion die Wand entlang, die Fragen, die zukünftig in diesem Gebäude beantwortet werden sollen. Macht spätes Essen dick? Welchen Einfluss haben Hormone auf das Gehirn? Macht Schlafen schlau? Ist eine Entzündungsreaktion im Gehirn für Übergewicht verantwortlich? Wie kommunizieren unsere Organe miteinander? Hilft Frieren gegen Diabetes?

320 Wissenschaftler, die bisher über den Uni-Campus an der Ratzeburger Allee verstreut waren, sollen jetzt — vis-à-vis zur Uni-Kinderklinik — nach den Antworten suchen. In dem hochmodernen Forschungsgebäude, das gestern nach knapp sechs Jahren Planungs- und Bauzeit eröffnet wurde. Es firmiert unter dem Namen „Zentrum für Gehirn, Hormone und Verhalten“ (Center of Brain, Behavior and Metabolism, CBBM).

„Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, für Patienten mit in erster Linie ernährungsbedingten Leiden wie Diabetes und massivem Übergewicht eine individuell maßgeschneiderte Diagnostik und Therapie zu entwickeln“, fasste es Prof. Hendrik Lehnert, Präsident der Lübecker Uni, zusammen. Er nannte das 38,3 Millionen Euro teure Gebäude, das 2010 in der heißen Phase des Uni-Kampfes durch eine Empfehlung des Wissenschaftsrates möglich geworden war, einen „Meilenstein“ für den Campus.

In dem markanten Viergeschoss-Bau mit zwei lichtdurchfluteten Atrien und einer Vielzahl hochspezialisierter Labors wollen insgesamt 33 Arbeitsgruppen aus 20 unterschiedlichen Kliniken und Instituten — unter anderem Ärzte, Biologen, Psychologen, Ernährungswissenschaftler, Pharmakologen und Physiker — vor allem den Wechselwirkungen zwischen Gehirn, Stoffwechsel und Essverhalten auf den Grund gehen. „Sie widmen sich der Erforschung von Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Depression, Diabetes oder Schlafstörungen“, sagte Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD), „und leisten somit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft.“ Der Gast aus Kiel zeigte sich beeindruckt vom architektonischen Konzept — „Kommunikation steht hier sichtbar im Vordergrund.“So können die Forscher in den als Treffpunkten geplanten Lichthöfen mit Sitzgruppen und Teeküchen spontan zusammenkommen. „Denn Forschung entsteht nicht auf dem Reißbrett, sondern in der Kaffeepause und beim Austausch mit Kollegen“, erläuterte dazu Architekt Markus Hammes.

Für den Wissenschaftsrat, das bundesweit wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium, sagte die Vorsitzende des Ausschusses Forschungsbauten, Prof. Simone Fulda: „Dieses Zentrum schließt eine Lücke in der klinischen Forschung in Deutschland.“ Und Prof. Katja Becker, die die Grüße der Deutschen Forschungsgemeinschaft überbrachte, lobte: „Biomedizinische Forschung und Lehre findet in Lübeck auf höchst internationalem Niveau statt.“

 



M. Hollinde

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