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Wegen Spenden kriegen Vereine keine Förderung

Schönberg Wegen Spenden kriegen Vereine keine Förderung

Weil die „Unternehmen für Schönberg“ Geld verteilten, versagt die Stadt Mittel.

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Der Verein „Unternehmer für Schönberg“ machte seinem Ärger über die Fördermittelvergabe im Hauptausschuss Luft.

Quelle: Frank Martens

Schönberg. Die Freude war groß bei der Jugendfeuerwehr, beim Verein „Haus des Kindes“, beim Schulförderverein und bei den Pfadfindern, als sie im vergangenen Jahr einen Scheck vom Verein „Unternehmen für Schönberg“ bekamen. Mehrere tausend Euro haben die Firmen Palmberg Büroeinrichtungen und Service, Mebak, SZ-Bau, Bosch Service Lau, TLB Haustechnik , Bäckerei Schwabe und Garten- und Landschaftbau Wilken an diese und andere Vereine in der Stadt überreicht. Als ein Bonus, damit die Vereine endlich mal etwas machen können, was sonst aufgrund fehlenden Geldes nicht möglich ist. Dachten sie zumindest. Denn inzwischen ist klar: Die von den Unternehmern begünstigten Vereine haben — im Gegensatz zu anderen Vereinen — von der Stadt keine Zuschüsse bekommen.

Der Grund: Weil sie schon von den Unternehmen finanziell unterstützt worden sind.

Ronny Freitag, Vorsitzender des Vereins „Unternehmen für Schönberg“, sprach in der Hauptausschusssitzung am Dienstag in der Einwohnerfragestunde von einem Dillemma. „Uns haben Mitglieder von Vereinen angesprochen und gesagt, wenn es da so ein Theater gibt, dann lasst das einfach“. Für Ronny Freitag sei die Entscheidung der Stadt „untragbar.“

Bereits in einem Schreiben vom Dezember hatte der Verein die Stadtvertreter kritisiert, „dass mit uns als Alibi mehrere Schönberger Vereine bei der Fördermittelvergabe unverzeihlich und gezielt benachteiligt wurden.“ Der Verein verweist auf das Protokoll der Sozialausschusssitzung vom August 2012. Darin heißt es: Der Bürgermeister habe während der Sitzung berichtet, dass es ein Gespräch zwischen ihm und dem Geschäftsführer des Unternehmervereins, Stephan Korn, gegeben habe. Laut Protokoll soll Heinze auch gesagt haben, dass Einvernehmen darüber herrsche, „dass Vereine, die schon eine Zuwendung vom Verein ,Unternehmen für Schönberg‘ erhalten haben, nicht mehr durch die Stadt Schönberg gefördert werden.“

Ronny Freitag wollte vom Bürgermeister am Dienstag wissen, ob das stimme. Heinzes Antwort: Das könne er aus dem Stegreif nicht sagen. „Ich muss aber auch darauf hinweisen, dass in diesen Niederschriften immer verkürzt bestimmte Sachverhalte wiedergegeben werden.“

Freitag und die Unternehmer sind enttäuscht: „Wir wollen etwas Gutes tun und letztendlich stellt sich heraus, dass Anträge von Vereinen einfach nicht berücksichtigt werden.“ Das könne nicht angehen, findet auch Daniel Schwabe, Chef der Bäckerei Schwabe: „Ich wurde gefragt, was mit dem Geld für die Vereine ist. Wenn wir dann fragen wieso, sind wir die Deppen und nicht die Stadt.“

Marian Stickel (UWG) zeigte Verständnis für den Unmut der Unternehmer: „Da ist etwas schief gelaufen, das muss man ganz klar sagen.“ Die Mittel für die Vereine zu streichen, „war nicht richtig“. Es könne nicht sein, dass die Stadt die Förderung für Vereine kürze, weil sie wisse, der Unternehmerverein vergebe auch Zuschüsse. Die Förderung durch die Unternehmer und die der Stadt müsse künftig „ganz klar getrennt werden“, so Stickel. Franz Joseph Trame, Chef der Firma TLB Haustechnik, sprach sich dafür aus, den betroffenen Vereinen schriftlich mitzuteilen, dass „so etwas nicht noch einmal vorkommt.“ Auch Lutz Goetze (Zählgemeinschaft mit der LWS) war dafür, dass man den Vereinen zumindest mitteilt, dass da „Pannen passiert sind.“

Eine Entscheidung, die auch die Unternehmer begrüßen. Sie drohen: „Bevor wir weitere Spenden an Schönberger Vereine auszahlen, erwarten wir eine eindeutige Aussage der Stadtvertretung, dass sich so etwas nicht wiederholen wird.“

Da ist etwas schief gelaufen, das muss man ganz klar sagen.“ Marian Stickel (UWG)

Frank Martens

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