Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
„Wir stehen wieder beim Anfang“

Schönberg „Wir stehen wieder beim Anfang“

Schönberg kommt mit dem vor Jahren begonnenen Kitabauprojekt nicht voran / Beratungen beginnen erneut

Voriger Artikel
Finanzieller Kraftakt für freiwillige Feuerwehren
Nächster Artikel
Gemeinsam gärtnern: Freude auf‘m Feld

Stillstand: Nichts bewegt sich auf dem Grundstück, das die Stadt Schönberg für den dringend benötigten Bau einer Kita erworben hat.

Quelle: Jürgen Lenz

Schönberg. Wie der Monopolyspieler nach dem Ziehen der Karte „Gehen Sie zurück auf Los, ziehen sie keine 4000 Euro ein“, so fühlen sich jetzt Vertreter der Stadt Schönberg, wenn sie an eines der wichtigsten Bauvorhaben der letzten Jahre denken. Seit 2007 wollen sie eine neue Kita, damit der Mangel an Betreuungsplätzen endlich ein Ende hat. Am Donnerstagabend sagte Bürgermeister Lutz Götze (SPD) vor der Stadtvertretung: „Wir stehen wieder beim Anfang.“ Das sei das Fazit der über ein Jahr andauernden Bemühungen um Zuschüsse. Es seien auch Kreis-, Landes- und Bundespolitiker eingeschaltet worden. „Bisher ohne Ergebnis.“

Ich will nicht immer wieder über das Gleiche diskutieren. Vieles wird angefangen, aber wir kommen damit nicht zu Potte.“Ronny Freitag (Liberale Wählergemeinschaft Schönberg)

Dabei ist das Kitaprojekt nicht die einzige kommunalpolitische Baustelle, aus der nach immer neuen Beratungen keine reale Baustelle geworden ist. Ronny Freitag (Liberale Wählergemeinschaft Schönberg) betonte am Donnerstagabend in einer Debatte über den Haushalt 2016: „Ich will nicht immer wieder über das Gleiche diskutieren. Vieles wird angefangen, aber wir kommen damit nicht zu Potte.“

„Zu Potte“ gekommen ist Schönberg auch noch nicht mit dem Haus Amtsstraße 8, in das laut einem Beschluss der Stadtvertretung der Jugendklub und die Bücherei einziehen sollen. Der im Sommer 2013 beschlossene Kauf der ehemals bundeseigenen Immobilie ist längst über die Bühne, doch heute steht nicht mehr fest, ob das Haus, wie ursprünglich geplant, saniert und teilweise umgebaut wird. Am Donnerstagabend erklärte die SPD-Fraktion: „Die Realisierung des vorliegenden Projektes in der Amtsstraße 8 mit Hilfe von Mitteln aus der Stadtsanierung und Fördermitteln ist aufgrund fehlender Zusagen zu diesen Mitteln nicht bestimmbar.“ Die Fraktion stelle deshalb einen „Antrag an die Stadtvertretung Schönberg zum Bau einer Unterkunft für den Jugendklub und Bibliothek: 1. Es gilt zu überlegen, mit der Realisierung des geplanten Projektes in der Amtsstraße mit den zurzeit für Verfügung stehenden Mitteln zu beginnen und in Abschnitten zu gestalten. 2. Als Alternative schlägt die SPD-Fraktion der Stadtvertretung vor, die Altbausubstanz auf dem Grundstück zurückzubauen und unter Einbeziehung weiterer angrenzender Flächen, die sich im städtischen Eigentum befinden, einen Neubau zu errichten.“ Die Alternative scheine interessant, weil die Kosten wahrscheinlich geringer seien.

Jugendklub und Bücherei mussten vor elf Monaten aus einer Baracke in der Dassower Straße ausziehen, weil anstelle der Baracke eine Obdachlosenunterkunft gebaut wird. Die Abrissarbeiten haben vor wenigen Tagen begonnen. Über die derzeitige Unterbringung des Jugendklubs und der Bücherei in einer kleineren Baracke in der Feldstraße urteilt die SPD-Fraktion: „In dieser Unterkunft ist eine sinnvolle Betreuung von Jugendlichen nicht und der Bibliotheksbetrieb mit Abstrichen möglich.“

Die Frage „Sanierung und Umbau der Amtsstraße 8 oder Abriss plus Neubau?“ beantwortete die Stadtvertretung am Donnerstagabend nicht. Sie verwies das Thema in den Bauausschuss. Die Beratung über den Bau einer neuen Kita wurde bereits in den Ausschuss für Schule, Kultur, Jugend, Senioren und Soziales verwiesen. Bürgermeister Lutz Götze sieht nach dem Stand der Dinge drei Möglichkeiten:

Entweder die Stadtvertreter warten auf das Erscheinen einer Förderrichtlinie, oder die Stadt übernimmt den Bau und finanziert ihn über einen Kredit, oder sie schreibt den Bau öffentlich aus. Dabei müsse, so Götze, „klar sein, dass ein möglicher Investor auch der Träger der zu bauenden Einrichtung sein kann/will, welcher dann auch die zu schaffenden Plätze beansprucht“.

Im August 2013 präsentierte eine Architektin Pläne für einen Kitabau. Sie sehen vor, eine Kindertagesstätte mit 48 Krippen- und 60 Kindergartenplätzen hinter dem Schützenhaus zu errichten, das historische Gebäude zu sanieren und in die Kita zu integrieren und nach der Eröffnung der neuen Kindertagesstätte die veraltete Kita „Regenbogen“ abzureißen. Kostenschätzung nach den damaligen Baupreisen: 2,9 Millionen Euro.

Von Jürgen Lenz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Schönberg
Verlagshaus Grevesmühlen

August-Bebel-Straße 11
23936 Grevesmühlen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9:00 -12.30 Uhr und 13.30 - 17:00 Uhr
Freitag:
 9:00 - 12.30 Uhr und 13.30 - 16:00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Michael Prochnow
Telefon: 0 38 81 / 78 78 10
E-Mail: grevesmuehlen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

^
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.