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Grevesmühlen Musiksommer: Besucherzahl auf hohem Niveau
Mecklenburg Grevesmühlen Musiksommer: Besucherzahl auf hohem Niveau
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Ein stimmungsvoller Höhepunkt des 32. Schönberger Musiksommers war der Auftritt des Chors Heinavanker aus Estland. Quelle: JÜRGEN LENZ
Schönberg

13 Wochen Musik, 29 Konzerte, eine Ausstellung, 4500 Gäste: Das war der 32. Schönberger Musiksommers. Der künstlerische Leiter Christoph D. Minke blickt nach dem Abschlusskonzert zurück und voraus.

Sind Sie mit dem 32. Schönberger Musiksommer zufrieden?

Das war eine besonders schöne Spielzeit, geprägt auch durch das herrliche Sommerwetter. Für Landwirte war es nicht gut, aber für uns war es sehr gut, weil sich viele Besucher auch auf die kühlere Kirche gefreut haben. Von da aus waren wir guter Hoffnung, die sich dann auch erfüllt hat. Wir hatten sehr unterschiedliche Programme und konnten beobachten, dass Leute sehr gezielt diese Programme besucht haben.

Waren die Konzerte so gut besucht wie 2016, als der Schönberger Musiksommer das Rekordniveau von 4500 Gästen wieder erreichen konnte?

Gefühlt war er sogar besser besucht. Ganz genaue Zahlen werden wir noch ermitteln. Auf jeden Fall hatten wir sehr gute Besuche. Selbst die Konzerte, die weniger gut besucht waren, waren ausreichend besucht.

Welche Konzerte waren besonders gut besucht?

Da fällt mir sofort Sjaella ein. Über 500 Leute kamen in die Kirche. Das hat man sonst an zwei Abenden. Das Konzert des Landesjugendorchesters ist erfahrungsgemäß eine gut besuchte Veranstaltung. So war es auch diesmal. Das wird sich wiederholen, wenn man es so macht. Leider sind wir zur Eröffnung nicht so gut besucht worden. Da war nicht so gutes Wetter und obendrein war auch Fußball. Dennoch war es keine blamable Veranstaltung von der Besucherzahl her gesehen.

Zurück zu den besonders gut besuchten Konzerten: Planen Sie ähnliche Gastspiele im nächsten Musiksommer?

Wir verraten natürlich noch nichts. Ein offenes Geheimnis ist aber: Das Landesjugendorchester hat ja ein Abo im Schönberger Musiksommer. Wenn wir sie einladen, wissen wir: Es werden wieder viele Menschen kommen und sie hören und erleben wollen. Das kann ich schon einmal versprechen, wird auch im nächsten Jahr wieder passieren. Von Besucherzahlen lassen wir uns nicht unbedingt leiten. Von der Musik, die wir anbieten, sind wir durchweg der Meinung, dass sie gehört wird.

Welche Rollen spielen Besucherzahlen für Sie?

Sie sind natürlich nicht unwichtig, auch wenn es um die Finanzierung des Ganzen geht. Was wir durch Eintrittsgelder bekommen, ist etwa ein Fünftel unseres Etats. Da kann man sich schon vorstellen: Wenn sich das ändert, könnte es schwierig werden. Allerdings ist das bei uns in der Planung auch eingepreist. Also: Wir wissen, was wir bei den Besucherzahlen erwarten können. Die Zahlen sind aber nicht entscheidend, ob wir einen Programmpunkt aufnehmen oder nicht. Es muss irgendwo stimmen, aber es ist nicht der Hauptzweck der Veranstaltung.

Erstmals gab es einen Konzertabend, der von Schülern mit vorbereitet wurde. Hat sich dieses Konzept bewährt?

Dieses Konzept ist ja andernorts bereits erprobt worden. Es nennt sich „Tonali Tour“. Es bedeutet, dass es junge Musizierende sind, die auf die Schüler zugehen oder auch umgekehrt Schüler auf die jungen Musizierenden zugehen. Bevor es ein Konzert in der Öffentlichkeit gibt, sind dem Kontakte und auch Auftritte in der Schule vorgelagert. Wir haben es im Gymnasium so gehalten. Das war sehr emotional und sehr schön und auch überraschend, weil es manche nicht erwartet haben. Die, die daran beteiligt waren, sind ganz erfüllt davon gewesen. Ich hoffe, dass dieses Feuer wächst und wir im nächsten Jahr vielleicht noch mehr daraus machen können.

Die Zinsen am Kapitalmarkt liegen seit Längerem nahe Null. Entsprechend sind die Einnahmen des „Stiftungsfonds Schönberger Musiksommer“ gesunken. Steht die Finanzierung trotzdem auf sicheren Füßen?

Dadurch, dass wir die Finanzierung zusammensetzen aus nicht zu großen Einzelposten, sind wir nicht so schnell verwundbar, wenn sich Veränderungen bei Einzelposten einstellen. Wir wissen schon, dass wir im nächsten Jahr mit einem Förderer nicht rechnen können –aus ähnlichen Gründen übrigens. Der Stiftungsfonds wirft zurzeit auch nicht so viel ab, das muss man berücksichtigen. Es ist auch eine Tendenz, wenn man auf dem Lande lebt so wie wir und an Unternehmungen oder Stiftungen herantritt, die sich dem städtischen Umfeld widmen, bekommt man nicht immer eine Zusage. Jeder denkt natürlich in seinem Bereich. Da hoffen wir, dass sich die Aufmerksamkeit gegenüber dem Land noch etwas steigern lässt. Der Bundespräsident macht ja gerade auf das Land aufmerksam. Das scheint ihm auch am Herzen zu liegen. Vielleicht spricht sich das auch in anderen Kreisen noch herum, dass wir hier einfach das Bedürfnis haben.

Welche kirchenmusikalischen Aufführungen planen Sie für den Herbst und Winter?

Wir haben einige schöne Dinge vor. Der Chor einer jüdischen Gemeinde, er heißt „Masel Tov“, singt teilweise liturgische Stücke, aber auch volkstümliche Lieder. Es wird ein Nachmittagstreffen sein am Dienstag, dem 30. Oktober, um 15 Uhr werden wir den Chor zu uns ins Katharinenhaus einladen und ihn erleben. Wir werden auch Kaffee trinken. Vielleicht wird es zu einem gemeinsamen Singen kommen. Dann werden wir auch, wie in den Jahren zuvor, am Sonnabend vor dem Ewigkeitssonntag, der volkstümlich auch „Totensonntag“ genannt wird, eine Musik zur Ewigkeit veranstalten. Der Chor wird auftreten und die Orgel wird erklingen. Es ist ja immer eine besondere Stimmung, die gerne angenommen wird. Dann geht es im Winter weiter mit dem Turmblasen im Advent – vier Mal. Das Weihnachtsoratorium wird in diesem Jahr die Teile eins und zwei umfassen und dann werden wir das Gloria aus der h-moll-Messe von Johann Sebastian Bach spielen. Es knüpft textlich sehr gut an die Weihnachtsbotschaft an. Dann gibt’s natürlich auch wieder die Orgelmusik zum Jahreswechsel am Silvesterabend. Zu Epiphanias am 6. Januar überlegen wir uns auch noch etwas. Bis der nächste Musiksommer kommt, planen wir auch etwas zur Passionszeit. Wir wollen die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach zur Aufführung bringen.

Jürgen Lenz

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