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Schönberger Schützen stellen sich den neuen Anforderungen

Schönberg Schönberger Schützen stellen sich den neuen Anforderungen

Nach einer Satzungsänderung dürfen auch Frauen am Königsschuss teilnehmen / Die Suche nach einem Königspaar wird allerdings von Jahr zu Jahr schwieriger

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Mehrere Frauen traten am Freitag beim traditionellen Nachtschießen der Schönberger Schützenzunft an.

Quelle: Fotos: Steffen Oldörp

Schönberg. Schönberg Die Grevesmühlener Schützenzunft hat im vergangenen Jahr auf einen König und auf eine Königin verzichtet, weil das Amt mit erheblichen Auflagen verbunden ist.

Inzwischen gibt es wieder ein Königspaar, aber die Pflichten, wie zum Beispiel Pflichtbesuche bei anderen Vereinen, wurden deutlich reduziert. Der Kapitän der Schönberger Schützenzunft, Horst Ketzler, über Tradition bei den Schützen, den zeitlichen und finanziellen Aufwand als Schützenkönig und ob er sich eine Änderung wie in Grevesmühlen auch in Schönberg vorstellen kann.

Herr Ketzler, in Grevesmühlen haben die Schützen die traditionellen Pflichten gelockert. Können Sie sich so etwas bei der Schönberger Schützenzunft auch vorstellen?

Horst Ketzler: Ja, so etwas kann ich mir bei uns im Verein auch vorstellen. Denn dadurch, dass man die Pflichten des Königspaars einschränkt, kann man versuchen, den Anreiz bei Mitgliedern zu erhöhen, doch wieder um die Königsehre zu schießen.

Gibt es angesichts des sinkenden Interesses die Überlegung im Verein, wie in Grevesmühlen, die Pflichten für das Königspaar zu reduzieren?

Ketzler: Nein. Diesbezüglich ist bei uns noch nichts geplant.

Inwieweit hat sich der Schönberger Schützenverein in den vergangenen Jahren für Neues geöffnet?

Ketzler: Wir haben unsere Satzung geändert. Bei uns dürfen jetzt auch Frauen beim Königsschuss mitmachen. Unsere Schützenzunft hat in diesem Jahr wieder eine Königin, die den Verein bei anderen Schützenvereinen vertritt. Das ist schon zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren der Fall.

Sie waren selbst schon Schützenkönig. Was bedeutet es, ein Jahr lang die Schützenbrüder und -schwestern des eigenen Vereins zu repräsentieren?

Ketzler: Im Sommer geht man zu den Schützenfesten noch mit Freude hin. Im Winter kommen dann die Königsbälle. Das ist natürlich sehr zeitintensiv bei 15 befreundeten Schützenvereinen. Hinzu kommt die finanzielle Seite, die nicht ohne ist. Der Eintritt bei Königsbällen kann schon mal bis zu 25 Euro kosten. Dann nehme ich natürlich meine Frau mit. Und Getränke sind nicht gerade günstig.

Also da kommt schon eine ganze Menge Geld zusammen. Ein Problem ist, dass viele bei uns im Verein schon mal König waren. Einige wenige machen das sogar ein zweites Mal, aber dann sagt man sich: Nun reicht es.

Wie schwer ist es für den Schönberger Schützenverein, Vereinsmitglieder für den Königsschuss zu begeistern?

Ketzler: In den vergangenen vier Jahren hatten wir keine Probleme, einen König oder eine Königin zu finden. Aber es ist schon so, dass sich die Anzahl der Mitglieder beim Königsschuss in Grenzen hält. Ein Grund ist sicher, dass einige Mitglieder wenig Lust haben, im Sommer zur Schießanlage zu kommen. Dabei brauchen sie nicht einmal schießen, nur ihre Anwesenheit und Hilfe bei der Gestaltung des Tages wären schön.

Gibt es eine finanzielle Unterstützung vom Schützenverein für den König beziehungsweise für die Königin?

Ketzler: Ja, das Königsgeld richtet sich nach der Mitgliederstärke des Vereins. Je mehr Mitglieder, desto höher ist es. Bei uns im Verein sind es zwischen 600 und 700 Euro. Wenn der König also gut wirtschaftet, kann er damit seinen Königsball finanzieren.

Grevesmühlener siegen beim Nachtschießen

Viel Spaß hatten am Freitagabend 13 Teams beim Nachtschießen der Schönberger Schützenzunft. 39 Männer und Frauen nahmen an der Veranstaltung teil. Die ruhigste Hand hatten die Schützenbrüder und -schwestern aus Grevesmühlen. Sie gewannen das Nachtschießen vor den Jägern und Schützen aus Lübeck. Platz drei ging an die Gastgeber aus Schönberg. Tanja Hirn vom Jäger- und Schützenverein aus Lübeck freute sich über den Silberrang. „Am meisten Spaß macht es in der Gemeinschaft. Das Schießen als Team.“ Entstanden war die Idee des Nachtschießens vor vielen Jahren. „Wir wollten mal was anderes machen“, sagt der Kapitän der Zunft, Horst Ketzler. „Da ist uns die Idee gekommen, in der dunklen Jahreszeit auf beleuchtete Ziele zu zielen.“ Die Herausforderungen für die Schützen beim Nachtschießen sind jedes Mal andere. „Wir denken uns immer verschiedene Sachen aus. Mal ist die zehn nicht in der Mitte der Zielscheibe, sondern oben oder unten und die eins ist in der Mitte“, so Ketzler. Die Ideen gehen den Schönbergern bei diesem nicht ganz so ernst gemeinten Wettbewerb auf jeden Fall nicht aus, worüber sich vor allem die Gäste freuen. Siegbert Brandel von der Roggendorfer Schützengilde hatte eigenen Angaben zufolge einen Superabend. „Immer nur auf eine normale Scheibe zu schießen, ist langweilig. Das hier ist mal was anderes.“ so

Interview von Steffen Oldörp

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