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Schüler freuen sich auf Garten am Wasserturm

Grevesmühlen Schüler freuen sich auf Garten am Wasserturm

Schulförderverein zahlt Pacht / 500-Euro-Spende von Kirchengemeinde

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Thilo Renger und Iris Hoffmann-Wiegand nehmen in dieser Woche von Norbert Koschmieder (v. l.) die 500 Euro-Spende entgegen.

Grevesmühlen. Die Zeiten, als Schulgarten noch als offizielles Unterrichtsfach galt, sind lange vorbei. Trotzdem will sich die Regionale Schule „Am Wasserturm“

OZ-Bild

Schulförderverein zahlt Pacht / 500-Euro-Spende von Kirchengemeinde

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jetzt wieder einen einrichten. Wo? Es könnte keinen besseren Platz geben: direkt unterhalb des alten Grevesmühlener Wasserturmes, der der Schule den Namen gibt. Für den Weg dorthin brauchen die Schüler kaum fünf Minuten vom Schulgebäude aus.

Der Pachtvertrag mit der Kleingartenanlage „Am Wasserturm“ ist so gut wie unterschrieben. Im Frühjahr soll es auf der 750 Quadratmeter großen Scholle losgehen. Auch dieses Projekt zu unterstützen, hat sich der erst 2016 gegründete Förderverein der Schule vorgenommen. So wird der 30 Mitstreiter zählende Freundeskreis, der noch auf der Suche nach Mitgliedern ist, für die Pacht aufkommen und finanzielle Rückendeckung geben, auch für andere Vorhaben dort. Nicht nur das Gartenhaus soll aufgemöbelt werden, auch eine Grillecke ist geplant und eine Überdachung für das grüne Klassenzimmer da draußen. Kein Wunder, dass die Freude bei Thilo Renger (41) und Iris Hoffmann- Wiegand (56) in dieser Woche groß war. Norbert Koschmieder, Gemeindereferent der Katholischen Kirchengemeinde „Niels Stensen“, übergab dem Vorsitzenden des Fördervereins und der Kassenwartin 500 Euro für das Projekt aus dem Erlös des ökumenischen Adventsmarktes Ende 2017.

„Gutes praktisches Lernen“ verbindet Iris Hoffmann-Wiegand mit dem Garten und verdeutlicht, dass es Kinder gibt, die nicht wissen, wo unsere Nahrungsmittel herkommen. Zukunftsmusik klingt an, wenn sie und Thilo Renger davon sprechen, dass sich der Garten einmal selbst tragen soll, Ernteerträge verkauft oder auch in der Schulküche verwertet werden sollen. Die Pädagogen sehen dabei fächerübergreifende Lerneffekte, die sich von Biologie und Chemie bis hin zu Sozialkunde und Arbeit/Wirtschaft/Technik erstrecken können. Aber auch ein Ruhe- und Treffpunkt außerhalb des Schulgebäudes soll der Garten sein für die Schüler. Viel Grün gäbe es nämlich nicht auf dem Schulhof.

Dem Gesamtschulcharakter Rechnung tragend, wird Pädagogin Heidrun Schulze eine AG Schulgarten gründen, die den Hut auf hat bei der Bewirtschaftung. Erste Anwärter gibt es schon. Die dreizehnjährigen Melvin Kobialka und Justin Fritz Magull wollen mitmachen: „Einen Schulgarten kennen wir schon aus unserer Grundschulzeit.“

Das bestärkt auch die Macher beim Schulförderverein, die im Frühling eine große Kiste mit Spielutensilien auf dem Schulhof installieren wollen. Außerdem freuen sie sich, dass ihre Initiative, Stufen im Treppenhaus mit Zahlenfolgen des Einmaleins und unregelmäßigen englischen Verben zu bekleben, als „Lernhilfe beim Gehen“ so gut angenommen wird.

Cornelia Roxin

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