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Schülerverkehr: Bus-Engel passen auf

Grevesmühlen Schülerverkehr: Bus-Engel passen auf

Mädchen und Jungen, die an Präventionsprojekten des Landkreises teilnahmen, wurden bei Nahbus in Gadebusch (Nordwestmecklenburg) ausgezeichnet. Um Schulwegssicherheit und Zivilcourage ging es.

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Die Klasse 1a aus der Regionalen Schule Gadebusch freut sich: Das Zeugnis für die bestandene Busschule haben die Schüler in der Tasche. Die schon etwas älteren Bus-Engel (3.,4. und 5., hintere Reihe von rechts) freuen sich auch über ihre Auszeichnung - nur ein wenig verhaltener.

Quelle: Annett Meinke

Grevesmühlen. Auf dem Betriebshof der Nahbus GmbH in Gadebusch wurden Schüler für ihr Engagement im Schülerverkehr von Karla Krüger, 2. Beigeordnete der Landrätin Nordwestmecklenburgs, ausgezeichnet. Zu den Geehrten gehörten Paul Diener (17) von der Regionalen Schule Insel Poel, Dorina Schnoor (18) von der Regionalen Schule Schlagsdorf und Niki Laura Vogt (18) von der Verbundenen Regionalen Schule und Gymnasium Dorf Mecklenburg. Sie waren durch ihr besonderes Engagement im Präventionsprojekt „Bus-Engel“ aufgefallen und erhielten eine Urkunde und jeweils einen 25-Euro-Gutschein.

Bus-Engel achten auf die Sicherheit der Schüler beim Ein- und Aussteigen in den Bus und während der Fahrt. Sie greifen auch deeskalierend ein, wenn im Bus Konflikte entstehen. Sie müssen kommunikativ sein und Zivilcourage besitzen. Vor ihrem Einsatz erhalten sie ein Selbstsicherheitstraining und werden von Hans-Jürgen Schröder, Präventionsbeauftragten der Polizeiinspektion Wismar, über die rechtlichen Aspekte ihres Einsatzes aufgeklärt. Das Projekt läuft sei 12 Jahren.

Dass man als Bus-Engel tatsächlich Zivilcourage braucht, bestätigt Niki Laura Vogt: „Ich hatte mal den Fall, dass Sechstklässler hinten im Bus mehrfach Shisha (Wasserpfeife) geraucht haben. Es gab auch einmal einen Siebtklässler der eine Weile extrem aggressiv war. Aber die Zusammenarbeit mit unserer Schulsozialarbeiterin war ziemlich gut. Sie hat viele Gespräche mit den Betreffenden und ihren Eltern geführt. Und irgendwann war dann endlich Ruhe.“

Im Schuljahr 2015/16 mussten im Landkreis 29 klärende Schülergespräche geführt und in 14 Fällen die Eltern informiert werden. Ausschlüsse von der Schülerbeförderung gab es nicht.

Die Klasse 1a der Regionalen Schule in Gadebusch wurde von Jörg Lettau, Geschäftführer der Nahbus GmbH, für ihre erfolgreiche Teilnahme an der „Busschule“ mit einer Urkunde und einem Gutschein für die Klassenkasse in Höhe von 100 Euro geehrt.

Bevor die Erstklässler ihre Auszeichnung entgegennehmen konnten, wurden sie noch einmal geprüft. Die Antwort auf Karla Krügers Frage: „Was macht ihr mit dem Papier der Bonbons, die ihr im Bus esst?“, kam gleichzeitig aus allen Mündern der kleinen Verkehrsschüler: „In den Müll schmeißen!“ Auch die Frage, wie sie sich verhalten, wenn der Bus durch die Kurve fährt, sie keinen Platz ergattert haben, also im Gang stehen – ob sie sich dann vielleicht mit ihren Freunden richtig schön in die Kurve legen oder rumzanken, weil sie keinen Sitzplatz haben, beantworteten die jungen Verkehrsprofis glasklar: „Festhalten und den Schulranzen zwischen die Beine klemmen!“ Nach dieser kleinen Überprüfung bestand dann keinerlei Restzweifel mehr – die Erstklässler aus Gadebusch konnten die Urkunde plus Scheck in Empfang nehmen.

Annett Meinke

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