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Schulwegbegleitung bis Ende des Jahres gesichert

Grevesmühlen Schulwegbegleitung bis Ende des Jahres gesichert

Finanziell und personell ist alles in trockenen Tüchern. In den Sternen steht, wie es ab dem 1. Januar 2016 weitergeht. Eine Idee der Reuterschule ist ein Sponsorenlauf.

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Für einen sicheren Weg über die Ampel für die Schüler der Fritz-Reuter-Schule sorgt Norbert Poschadel (l.).

Quelle: Jana Franke

Grevesmühlen. Eltern können aufatmen: Die Wegbegleitung ihrer Kinder von der Fritz-Reuter-Schule zum Hort und umgekehrt ist zumindest bis Ende des Schuljahres personell gesichert. „Voraussichtlich sogar bis Ende des Jahres“, verkündete Jürgen Bühring, stellvertretender Vorsitzender des Schulfördervereins. Federführend war er es auch, der sich Anfang des Jahres um Ersatz bemühte, nachdem die ehemalige Schulwegbegleiterin das Amt aus persönlichen Gründen nicht mehr ausüben konnte.

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Schulwegbegleiter Norbert Poschadel (58)

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„Finanziell war das Projekt durch die Unterstützung der Stadt für dieses Jahr gesichert, nur personell nicht“, sagte Jürgen Bühring. Nach seinem Hilferuf über das soziale Netzwerk Facebook hätten sich drei Interessenten gemeldet, die aber wieder abgesprungen seien. Letztlich hat Jürgen Bühring mit Norbert Poschadel eine Übergangslösung gefunden — eigentlich nur für Januar. Der 58-Jährige, der sich im vom Jürgen Bühring geführten Freibadverein Grevesmühlen engagiert, sagte jetzt zu, das Amt auf jeden Fall bis zum Ende des Schuljahrs, eventuell bis Ende des Jahres zu übernehmen, da sich niemand anderes fand, der die Aufgabe übernehmen wollte. „Darüber bin ich froh, aber auch traurig, dass sich die Elternschaft der Schule wenig engagiert, eine Lösung zu finden“, bedauerte Jürgen Bühring.

Bis Dezember vergangenen Jahres war die Schulwegbegleitung gesichert. Dann liefen die Stellen aus dem Bundesprojekt Bürgerarbeit aus. Die Stadt kann die Stelle finanziell nicht stemmen. Die Schaffung zweier fester Stellen — eine Wegbegleitung für die Fritz-Reuter Schule und eine für die Grundschule „Am Ploggensee“ — würde jährlich mit 40000 Euro zu Buche schlagen. Für dieses Jahr sagte die Stadt allerdings eine finanzielle Unterstützung zu: 5000 Euro, 2500 Euro für jeden Schulförderverein. „Das war eine einmalige Leistung. Finden wir keine Lösung, wird es die Schulwegbegleitung ab dem 1. Januar 2016 nicht mehr geben“, verdeutlicht Jürgen Bühring.

Eine berechtigte Frage aus den Reihen der Eltern: Warum können die zuständigen Horterzieher die Kinder nicht aus der Schule abholen bzw. den Weg über die Ampel absichern? Juristisch sei das nicht machbar, erklärte Ralf Bendiks, stellvertretender Leiter der Grundschule „Fritz Reuter“. Er und Schulleiterin Andrea Kodanek seien nicht untätig gewesen und hätten sich bei einem Juristen schlau gemacht. Die Kita „Am Lustgarten“ als Horteinrichtung für die Schulkinder und die Schule selbst seien zwei unabhängige Einrichtungen, erklärte Bendiks. „Die Verantwortlichkeiten liegen auf den eigenen Grundstücken“, sagte er. Soll heißen: Das Personal der Schule ist für das Schulgelände zuständig, das Personal des Hortes für das Kita-Gelände. „Die Erstklässler begleiten wir immer die erste Woche zum Hort“, erklärte er weiter. Das sei eine Gefälligkeit, die sich zur Eingewöhnung der Mädchen und Jungen bewährt habe. Aber: „Der Kollege, der die Kinder dann bringt, ist in diesem Moment nicht versichert und wird nicht bezahlt“, verdeutlichte er.

Um das Projekt „Schulwegbegleiter“ zu sichern, will die Schule nicht untätig bleiben. Die Idee: Am 21. Mai findet ein Lauftag auf der Bürgerwiese statt, der als Sponsorenlauf gestaltet werden könnte.

Die Kinder suchen sich einen Paten, der für jede ihrer gelaufenen Runden einen bestimmten Geldbetrag zahlt. Und so sollen weitere Ideen in der Elternschaft gesammelt werden, um die lieb gewonnene Gewohnheit Schulwegbegleitung auch zukünftig abzusichern.

 



Jana Franke

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