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Seegras stinkt Touristen

Boltenhagen Seegras stinkt Touristen

Ursula und Manfred Adam aus Lage in Nordrhein-Westfalen werden keine Fans von Boltenhagen.

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Das stinkende Seegras am Boltenhagener Strand verleidet Familie Adams aus Nordrhein-Westfalen den Urlaub. Heute wurde es endlich abgefahren. Doch für die Adams zu spät. Der Urlaub ist fast zu Ende - und sie wollen nie wieder kommen.

Quelle: Annett Meinke

Boltenhagen. Eigentlich sind die Adams Fans der Strände von Mecklenburg-Vorpommern. Schon seit Jahren verbringt die Familie aus Lage nah Detmold ihren Urlaub im Land. Mal auf Usedom, mal in Kühlungsborn - dieses Jahr in Boltenhagen. Seit dem 18. September sind sie da, noch bis Anfang Oktober. Und was das Wetter angeht, hatten sie Glück. Der Herbstanfang in diesem Jahr mutierte zum Sommer.

Trotzdem sind Ursula und Manfred Adam unzufrieden mit ihrem Urlaub. Normalerweise laufen sie gerne am Strand entlang. Doch in diesem Jahr geht das nicht. Grund ist das am Boltenhagener Strand massenhaft angelandete, nicht gerade besonders gut riechende Seegras. Auf ihre Anfrage an die Kurverwaltung, wann das Seegras denn beräumt werde, erfuhren sie, dass das nach dem 15. September - dem Ende der Badesaison - aus umwelttechnischen Gründen nicht möglich sei.

Eine Antwort, die die Adams nicht befriedigte. Manfred Adam fragte direkt bei der Kurdirektorin Claudia Hörl nach und fühlte sich unfreundlich abgefertigt. Seitdem steht für die Adams fest - nach Boltenhagen kommen sie nie wieder. Sie geben ihr Geld woanders aus und suchen sich wieder andere Urlaubsorte in MV. Auch das am Mittwoch plötzlich doch das Seegras abgefahren wurde, konnte die Adams nicht besänftigen.

Boltenhagens Kurdirektorin Claudia Hörl erklärte die plötzliche Räumung mit dem Stattfinden des Strandderbys am ersten Oktoberwochenende in Boltenhagen. Sie bestätigte, dass nach dem Ende der Badesaison normalerweise kein Seegras mehr abgefahren wird. Sie versteht die ganze Aufregung um das Naturprodukt Seegras ohnehin nicht. Doch unabhängig von ihrer persönlichen Einstellung zu diesem Thema, hat sie als Kurdirektorin von Boltenhagen eine Satzung, an die sie sich zu halten hat - und umweltpolitische Auflagen vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) einzuhalten.

Und so bleibt es wohl dabei, Urlauber und Gäste, die in der Nebensaison das Ostseebad Boltenhagen besuchen, müssen immer mal wieder mit Seegras am Strand leben. Denn Boltenhagen liegt nun einmal zwischen der Wismarer und der Lübecker Bucht und hat  mit mehr anlandendem Seegras zu kämpfen als andere Badeorte in MV.

Annett Meinke

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