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Grevesmühlen Dietrich Neick regiert seit 20 Jahren
Mecklenburg Grevesmühlen Dietrich Neick regiert seit 20 Jahren
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00:19 01.12.2018
Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick im alten Miniaturenpark. Quelle: Behnk Malte
Kalkhorst

Seit 20 Jahren ist Dietrich Neick der Bürgermeister der Gemeinde Kalkhorst. In den zwei Jahrzehnten wurden Schlösser verkauft, Straßen erneuert, Wohn- und Ferienhausgebiete aufgebaut, und es wächst ein Freizeitpark im Zentrum der Gemeinde.

Ganz dicht am Bürgermeister und seiner Arbeit für die Gemeinde ist Marion Grunenberg. Sie ist nicht nur seit 30 Jahren die Schulsekretärin, sondern auch seit Dietrich Neicks Wahl die Sekretärin der Gemeinde und des Bürgermeisters. Sie sagt über ihren Chef: „Er setzt sich sehr für die Gemeinde ein. Dazu findet er immer wieder Möglichkeiten, Fördermittel für Projekte zu beantragen – und meist bekommt die Gemeinde sie dann auch. Wenn er von einer Sache überzeugt ist, zieht er sie auch durch, wenn es doch keine Fördermittel gibt.“ So habe die Gemeinde mit Neick als Bürgermeister bereits 2008 mit der Sanierung von Schule und Kita begonnen, bevor es ein Konjunkturpaket zur Sanierung solcher Gebäude gegeben hatte. Auch als 2016 zusätzliche Krippenplätze im Hort benötigt wurden, fand Dietrich Neick eine Möglichkeit, sie im Schulgebäude zu schaffen – ohne dass es Fördermittel gab.

Der Beginn seiner nun 20 Jahre dauernden Amtszeit kam für Dietrich Neick relativ plötzlich. Der damalige Kalkhorster Bürgermeister Jens Peters hatte aufgrund von privaten und beruflichen Verpflichtungen im November 1998 erklärt, dass er die Arbeit als ehrenamtlicher Bürgermeister nicht fortführen könne. Neick erklärte daraufhin, dass er die Amtsgeschäfte übernehmen würde. „Als Jens Peters aufhörte, brauchte man irgendeinen Dummen – und das war halt ich“, hatte er kurz nach seiner Ernennung im Zeitungs-Interview gesagt.

Als „dumm“ würde den Bürgermeister nach zwei Jahrzehnten mit vielen Erfolgen für die Gemeinde, die 2004 nach der Fusion mit der Nachbargemeinde Elmenhorst noch gewachsen ist, niemand mehr bezeichnen. Viel wurde seitdem in Kalkhorst und den weiteren Ortsteilen Borkenhagen, Brook, Dönkendorf, Elmenhorst, Groß Schwansee, Hohen Schönberg, Klein Pravtshagen, Klein Schwansee, Neuenhagen und Warnkenhagen bewegt. Fast jede Straße ist inzwischen erneuert worden. Der Dorfplatz in Kalkhorst wurde neu gestaltet, das Kulturhaus in Warnkenhagen saniert und Bushaltestellen im Gemeindegebiet wurden schon neu aufgebaut, lange, bevor es das aktuelle Förderprogramm des Wirtschaftsministeriums gab. In Klein Schwansee, Groß Schwansee und Kalkhorst sind Baugebiete entstanden, und es gibt weitere Entwicklungen.

Wirtschaftsminister Otto Ebnet (r.) übergab den Förderbescheid zum Ausbau des Kolonnenweges nahe Brook an Dietrich Neick. Quelle: JENS SEEMANN

Ein Blick ins Archiv der Ostsee-Zeitung offenbart: Der frühere Wirtschafts- und Verkehrsminister Otto Ebnet scheint eine Zeit lang fast Stammgast in der Gemeinde Kalkhorst gewesen zu sein. Unter anderem überbrachte er Fördermittelbescheide für die Erneuerung von Straßen, den Ausbau des Kolonnenwegs zum Ostseefernradweg und eine Erweiterung des Hotels im Schlossgut Groß Schwansee. Aber auch andere Minister brachten immer wieder einmal Förderbescheide nach Kalkhorst.

Während der 20 Jahre blieb es nicht aus, dass auch Kritik an Dietrich Neick als Bürgermeister geübt wurde. So wurde er 1999 und 2001 wegen seiner Tätigkeit als Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi überprüft. Neick war zu DDR-Zeiten ökonomischer Direktor im Sägewerk in Grevesmühlen. Nach der Wende wollte er das nicht verbergen und gewährte Einsicht in seine Stasi-Akte. Auch Kalkhorsts Gemeindevertreter stellten sich hinter den Bürgermeister, da er in seiner Tätigkeit als IM niemandem persönlich geschadet hat.

Persönliche Angelegenheiten hält Neick eigentlich lieber aus der Öffentlichkeit und der politischen Arbeit heraus. „Sachlich im Sinne der Gemeinde und für die Bürger arbeiten“, das ist sein Motto als Bürgermeister, das er auch auf die Gemeindevertretung ausweitet. So kommt es bei Sitzungen der Gemeindegremien auch nicht zu Streitigkeiten oder Diskussionen, die auf privaten Befindlichkeiten beruhen.

Bilder aus 20 Jahren als Bürgermeister

Für Kalkhorst geht es weiter voran. Das zeigt zum Beispiel der im Sommer begonnene Bau des Freizeitparks Minimare. Ursprünglich hatte es zwar Pläne gegeben, nach denen die Anlage bereits eröffnet sein sollte. Dietrich Neick hatte sich aber für eine bestmögliche Förderung des Projektes eingesetzt, und im kommenden Sommer soll Eröffnung gefeiert werden.

Malte Behnk

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