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Selmsdorfer Angler mit positiver Bilanz

Selmsdorf Selmsdorfer Angler mit positiver Bilanz

Die Mitgliederzahl des Vereins steigt weiter an, der Vorstand erwägt bereits einen Aufnahmestopp.

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Das Vereinsgewässer ist das Torfmoor.

Quelle: Oldörp

Selmsdorf. Ein Feuer auf einem der Stege und ein umgekippter Baum nach einem Sturm — für die Mitglieder des Selmsdorfer Angelvereins gab es im vergangenen Jahr wieder viel zu tun an ihrem Pachtgewässer, dem Torfmoor. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung deutlich. Damit bei ihrem Hobby nichts Unerwartetes passiert, wird nach Angaben des zweiten Vorsitzenden Hartmut Kruse (66) dreimal im Jahr die Verkehrssicherheit der Angelstege überprüft. „Dabei fallen immer kleinere oder größere Reparaturen an“, so der pensionierte Zollbeamte.

Besonders positiv für den Selmsdorfer Angelverein: Er hat vier erwachsene Mitglieder mehr als ein Jahr zuvor — insgesamt 38 — darunter ist auch eine Frau. Gut sieht es auch beim Nachwuchs des Vereins aus. Immer mehr Kinder und Jugendliche scheinen sich in Selmsdorf fürs Angeln zu interessieren. Die Zahl der jüngeren Mitglieder stieg von zwölf (2013) auf 19 (18 Jungen, ein Mädchen). „Damit sind wir sehr zufrieden, erwägen wegen der Mitgliederzunahme aber einen Aufnahmestopp“, sagt Kruse. Grund für das große Interesse aus seiner Sicht: „Wir nehmen an vielen örtlichen Veranstaltungen teil und leisten eine gute Jugendarbeit. Das spricht sich herum. Die Kapazität ist jetzt aber fast erreicht.“

Als Höhepunkte des vergangenen Jahres nennt der zweite Vorsitzende das Gemeinschaftsangeln, das Jugend-Forellenangeln und das Sommerfest. Einige Probleme, sagt Kruse, bereitet den Selmsdorfer Anglern nach wie vor die Sauberkeit am Torfmoor. Es sei zwar besser geworden, doch es liege immer noch regelmäßig Müll entlang des Gewässers. „Wir denken, das es hauptsächlich Fremdangler und Nichtangler sind, die spazieren gehen. Die brauchen es ja nicht wegräumen.“

Der Fischbestand ist nach Aussage von Kruse „zufriedenstellend.“ Es gibt Karpfen, Karauschen, Schleie, Rotaugen und Rotfedern, Brachsen, Barsche, Hechte und Aale. „Dabei verlasen wir uns ganz auf den Besatz des Landesanglerverbandes“, so Kruse. Den dicksten Fisch beim Selmsdorfer Angelverein hat im vergangenen Jahr Kevin-Michael Skirbs an Land gezogen. Sein Hecht aus dem Torfmoor maß 90 Zentimeter.

Höhepunkte für den Verein in diesem Jahr, sagt Kruse, „werden sicher das Nachtangeln, das Forellenangeln und unser Sommerfest.“ Hinzu kommen aber noch weitere Veranstaltungen für die Erwachsenen und für die Jugendlichen, wie die Weihnachtsfeier und drei Arbeitseinsätze mit Müllsammelaktionen rund um das Pachtgewässer. „Erfahrungsgemäß kommen noch zwei bis drei außerplanmäßige Arbeitseinsätze dazu“, betont Kruse. So wie im vergangenen Jahr, als die Selmsdorfer Angler 133 Stunden aktiv waren, um das Torfmoor zu pflegen, Stege zu reparieren und Müll zu sammeln.

 



Steffen Oldörp

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