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Grevesmühlen Senioren fordern Unterstützung von Politikern ein
Mecklenburg Grevesmühlen Senioren fordern Unterstützung von Politikern ein
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06:16 13.04.2016
Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss (SPD) sprach auf der 3. Seniorenkonferenz des Landkreises ein Grußwort und betonte die Bedeutung älterer Menschen und ihrer Anliegen in der Region. Quelle: Annett Meinke
Grevesmühlen

Dass sich die Senioren im Landkreis nicht einfach zu den „alten Eisen“ packen lassen – sondern aktiv am Leben und seiner Gestaltung teilnehmen, wurde auf der 3. Seniorenkonferenz Nordwestmecklenburg, die am Montagnachmittag in der Grevesmühlener Malzfabrik stattfand, deutlich.

An die politischen Mandatsträger des Landkreises und Landes richtete sich unter anderem ein Thema, das auf der Konferenz diskutiert wurde: Das Schonvermögen. Es ist von Bedeutung, wenn ein älterer Mensch zum Sozialfall wird. Eine Tatsache, die nicht eben selten mit dem Pflegefall eintritt. Wer als älterer Mensch in die missliche Lage gerät, Sozialhilfe beantragen zu müssen, muss zunächst sein Erspartes aufbrauchen. Das schließt auch die Ersparnisse für eine Bestattung mit ein – zumindest dann, wenn sie über 2600 Euro liegen. Das ist der Betrag, den Sozialgerichte als Schonvermögen einräumen, das allerdings streng zweckgebunden nur für die Beerdigung vorgehalten werden darf.

Die Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats, Karin Lechner, forderte die Kreistagspolitiker auf, dieses Thema gemeinsam mit dem Beirat auf Landesebene zu tragen: „Wir werden es in jedem Fall auch im Landesseniorenrat zur Sprache bringen“, so Lechner. „Eine vernünftige Beerdigung für 2600 Euro ist heute kaum noch zu haben.“ Lechner agiert unter anderem als hauptamtlich bestellte Betreuerin für Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr alleine regeln können. Sie weiß daher, wovon sie spricht: „Man kann um die 3000 bis 4000 Euro für eine Bestattung rechnen.“

Von Meinke, Annett

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