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Grevesmühlen Sieger fahren in die BayArena
Mecklenburg Grevesmühlen Sieger fahren in die BayArena
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05:02 22.03.2013
Nora Jansen (13), Svenja Rossig (13) und Catherine Koch (14) interessieren sich für das Thema „Rund um Gerüche“. Quelle: Martin Fett

Jugend forscht ist ein bundesweiter Nachwuchswettbewerb für Jungforscher und -forscherinnen, die besondere Leistungen und Talente zeigen. Jugendliche können von 15 bis 21 Jahren in der Sparte „Jugend forscht“ starten. Schüler hingegen müssen mindestens die vierte Klasse besuchen und treten dann in der Kategorie „Schüler experimentieren“ an.

Die Teilnehmer entscheiden sich für eines von sieben Fachgebieten:

Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.

Im Februar wurden die Sieger in den Regionalwettbewerben ermittelt, die in dieser Woche beim Landeswettbewerb antraten. Die Gewinner fahren zum Bundesausscheid, der in diesem Jahr im Sommer in der Leverkusener BayArena stattfindet.

Im vergangen Jahr meldeten sich insgesamt 10 914 Kinder und Jugendliche bei dem Wettbewerb an. Die Gewinner des Jahres 2012 waren Christian Dreier und Fabian Bronner, die sich für den Bereich Physik entschieden hatten. Ihr Projekt war „Musik in Superstereo“. Bei einer herkömmlichen Stereoanlage wird der Klang durch die Lautsprecher auf einem bestimmten Raum begrenzt.

Richtet man das Mikrofon jedoch auf die Decke und die Seitenwände kommt der Klang deutlich weiter. Systematisch experimentierten die beiden und programmierten dabei eine Software, die die optimale Position errechnet. Somit ist das Resultat ein dreidimensionaler Höreindruck ohne Einsatz von elektronischen Effektprozessoren.

2013 sind 11 411 junge Forscher dabei. 104 Anmeldungen kommen aus Mecklenburg-Vorpommern. 2004 kamen die Bundessieger aus dem Nordosten — Annika Brömel, Fabian Schröder und Tim Geißler aus Waren haben beispielsweise Satellitenbilder der deutschen Anstalt für Luft-und Raumfahrt so exakt ausgewertet, das kranke und gesunde Bäume unterschieden werden konnten.

95 Nachwuchsforscher präsentierten in der Rostocker Stadthalle in diesem Jahr ihre Projekte beim 23. Landeswettbewerb. 40 Mädchen und 55 Jungen reichten die Arbeiten ein.

OZ-Leselounge: Damit die Schüler des Gymnasiums am Tannenberg in Grevesmühlen auch erfahren, wie ihre Mitschüler abgeschnitten haben, dafür gibt unter anderen die OZ-Leselounge im Foyer der Schule. Das Projekt wird unterstützt von den Grevesmühlener Stadtwerken, dem DRK-Kreisverband und Marktkauf Grevesmühlen sowie vom Boltenhagener Seehotel.

Die Wissenschaftler von morgen: Von der Ampel zum Parfüm
Ein sozusagen anrüchiges Thema hatte sich die erste Gruppe des Gymnasiums am Tannenberg ausgesicht — sie analysierten Gerüche.

Catherine Koch (14), Svenja Rossig (13) und Nora Jansen (13) suchten im Rahmen ihres MINT-Unterrichts (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) nach einem Projekt, das möglichst praxisnah ist. „Als erstes dachten wir uns, dass wir ja über Parfüm berichten können“, sagt Svenja. „Nun interessierte uns das Thema und wir erweiterten es auf den Titel ‚Rund um Gerüche‘.“

Grundlage des Projekts war eine Untersuchung über Gerüche und die damit verbundenen Aspekte. „Bei unserer Recherche stellten wir erstaunt fest, wie umfangreich dieses Stoffgebiet doch ist“, so die Mädchen. Über das Internet konnten sie mit Studenten der Universität Duisburg Kontakt aufnehmen, um zahlreiche Fragen zu klären. Sie entschieden sich schließlich dazu, mehrere Bereiche zum Thema Gerüche zu behandeln. Neben der Geschichte des Parfüms untersuchten sie auch Krankheiten und Allergien, die durch bestimmte Düfte ausgelöst werden können. Außerdem wurde der Frage nachgegangen, welche Emotionen und Erinnerungen häufig mit Düften verbunden werden. Doch damit nicht genug. In einer Umfrage versuchten die Achtklässlerinnen herauszufinden, welche Duftarten am beliebtesten sind.

Etwa 50 bis 60 Personen haben sie gefragt. „Über die Hälfte der Befragten bevorzugte sportliche bis dezente Düfte.“ Nachdem sich die Schülerinnen das nötige Wissen angeeignet hatten, wurden sie auch kreativ tätig. In einem Experiment versuchten die Mädchen, ein eigenes Parfüm herzustellen. Mit Stolz stellte die junge Forschergruppe fest: „Die Herstellung verlief gut und das Ergebnis kann sich durchaus riechen lassen.“

Grüne Welle und weniger Stau durch Induktion
Wer kennt sie nicht, die quälende Warterei an einer scheinbar ewig roten Ampel. Der Verkehr staut sich gefühlt schon kilometerweit.

Mit diesem Problem haben sich die Schüler der achten Klassenstufe des Gymnasiums am Tannenberg beschäftigt. Das Projekt „Ampel nach Bedarf — der Verkehr rollt“ entstand nach einer Idee der Schüler und wurde im Bereich Physik beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ vorgestellt. Dazu haben die Schüler Jan-Erik Pelk, Anne Schuster, Til Grote und Markus Thielsen eine Induktionsschleife gebaut.

„Die Grundidee ist dabei, den Leuten die Funktion einer Ampel näher zu bringen“, sagt Markus Thielsen. Fünf Wochen hatten sie dafür Zeit. „Die Zeit war ganz schön knapp“, sagt Jan-Erik Pelk. Die Schüler mussten neben dem Unterricht an dem Projekt arbeiten. Unterstützt wurden sie durch Andrea Großmann, Lehrerin am Gymnasium, die das Projekt auch initiiert hat. Außerdem stand Niels Nikolaisen, Ingenieur an der Hochschule Wismar, der Gruppe mit Ratschlägen zur Seite. Das Ampelprojekt basiert auf dem Prinzip der Tag- und Nachtschaltung, wie es in Großstädten schon besteht. Zur besseren Darstellung haben die Schüler ein Kreuzungsmodell mit zwölf Ampeln gebaut. „Den Schülern macht das Spaß“, sagt Andrea Großmann. „Wir würden auch im nächsten Jahr wieder mitmachen“, meint Anne Schuster. Auf die Frage, ob sie später im Bereich Physik arbeiten wollen, gab es unterschiedliche Antworten. „Ich würde später gerne Mathe- und Physiklehrer werden“, sagt Markus Thielsen. Jan-Erik und Anne haben dagegen andere Vorstellungen von ihrer Zukunft. „Ich möchte Musik machen“, sagt Jan-Erik, der nach eigenen Angaben mehrere Instrumente spielt. Anne Schuster strebt ebenfalls eine Karriere abseits der Physik an. „Polizistin oder Lehrerin wären meine Traumjobs.“

Knut-Henning Miersch Martin Fett

Sie ist 1 Meter 71 groß, schlank, hat braun-grüne Augen und lange blonde Haare. Normalerweise jedenfalls. Im Moment sind ihre Haare rot. Die Frau mit der knallbunten Perücke arbeitet als Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin.

22.03.2013

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Veranstalter hoffen auf besseres Wetter im April.

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