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Grevesmühlen So gewinnt die Stadt Wärme und Energie aus Abfall
Mecklenburg Grevesmühlen So gewinnt die Stadt Wärme und Energie aus Abfall
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17:04 29.04.2016
Schauen sich mit Schülern die Biogasanlage an: SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Baetke, Energieminister Christian Pegel, Prokurist Uwe Dramm und Stadtwerke-Geschäftsführer Heiner Wilms (v.l.). Quelle: Michaela Krohn
Grevesmühlen

Etwa acht Meter hoch lagert der Mais auf dem Gelände der Biogasanlage im Degtower weg. Daneben liegt sicher verstaut unter einer großen Plane Getreide. Wie aus diesen beiden Rohstoffen letztlich Wärme und Energie entstehen, hat Prokurist Uwe Dramm am Freitag unter anderem Schülern des Grevesmühlener Gymnasiums „Am Tannenberg“ erklärt. Rund 400 Kinder hatten sich insgesamt am „Tag der Erneuerbaren Energien“ zudem eine Windkraftanlage, das Klärwerk, den Wasserlehrpfad und die Photovoltaikanlage angeschaut.

Eröffnet wurde der landesweite Aktionstag von Energieminister Christian Pegel (SPD). „Energie an sich ist ja eigentlich ein abstrakter Begriff. Man kann Energie aber auch angucken – in Form von Licht zum Beispiel“, sagte er in seinem Grußwort an die Schüler, die sich vor der Biogasanlage im Degtower Weg gesammelt hatten. „Die Stadt Grevesmühlen tut viel Gutes, um die erneuerbaren Energien voranzubringen. Das freut mich als Energieminister natürlich besonders“, betonte Pegel, der sich auch selbst der ersten Führung des Tages bei Uwe Dramm anschloss.

Ob alle Schüler rechtzeitig oder überhaupt zu den verschiedenen Anlagen und Lernorten gebracht werden können, stand am Vorabend noch nicht fest – wegen des kurzfristig angekündigten Streiks der Busfahrer bei Nahbus. „Wir haben ganz schön gezittert, ob überhaupt alles stattfinden kann“, sagte Werner Küsel, der als Vorsitzender des Vereins „Stadt ohne Watt“ das Zepter für den Energietag in der Hand hatte. Die Schüler hatten jedoch Glück und wurden von den Fahrern der Subunternehmen von Nahbus gefahren.

Der Verein „Stadt ohne Watt“ hat bereits zum sechsten Mal den „Tag der erneuerbaren Energien“ ausgerichtet.

Von Michaela Krohn

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