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So viele Einsätze hatte die Feuerwehr noch nie

Trauriger Rekord So viele Einsätze hatte die Feuerwehr noch nie

137-mal rückten die Kameraden aus Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) im vergangenen Jahr aus. Nicht alles waren Brandeinsätze. Der Landesbrandmeister Hannes Möller warnt: „Die Feuerwehr ist nicht Mädchen für alles!“

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Wurden in den aktiven Dienst der Grevesmühlener Feuerwehr aufgenommen: (v. l.) Daniel Till, Björn Kranich und Karsten Wulff.

Quelle: Franke, Jana

Grevesmühlen. Deutliche Worte von Landesbrandmeister Hannes Möller auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) am Freitagabend. Die Einsatzzahlen im vergangenen Jahr würden zwar zeigen, wie wichtig die Feuerwehr für die Stadt und darüber hinaus sei. Denn: Mit 137 Einsätzen ist nicht nur die Anzahl gestiegen, sondern auch ein Rekord geknackt, führte Wehrführer Steve Klemkow aus. „Es ist die höchste Anzahl von Einsätzen seit Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Grevesmühlen.“ Ein kleines Aber bleibt: Unter den Einsätzen mit insgesamt 2252,5 Stunden waren 49 Brandeinsätze und 87 Hilfeleistungen – darunter 29 Sturmschäden, 15 Ölspuren und 22 Türöffnungen. Gerade Ölspuren und Türöffnungen bereiten dem Landesbrandmeister Bauchschmerzen. „Viele Einsätze haben bei der Feuerwehr nichts zu suchen. Wir sind nicht Mädchen für alles“, verdeutlichte er. Die Kameraden müssten zwar gefordert, aber nicht überfordert werden.

Ähnlich sieht es Amtswehrführer Andreas Arndt. „Wenn jemand hinter einer verschlossenen Tür um Hilfe ruft, dann kann kein Schlüsseldienst gerufen werden. Das ist klar“, erläuterte er. In anderen Fällen aber schon. Zudem würde die Feuerwehr im Falle von Ölspuren nur absichern, bis eine Spezialfirma zwecks Beseitigung anrückt. „Das könnten auch andere machen“, meinte er. Mit der ehrenamtlichen Arbeit der Kameraden müsse verantwortungsvoll umgegangen werden, sagte Hannes Möller abschließend.

Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Grevesmühlen zählt bis Freitagabend 41 aktive Kameraden. Nun sind drei Männer neu aufgenommen worden: Daniel Till, Björn Kranich und Karsten Wulff. Alle gemeinsam können kaum den Tag erwarten , an dem sie ihr neues Einsatzfahrzeug aus Ulm holen – voraussichtlich Ende Februar. Dafür wird ein Auto aus dem Jahr 1979 „in Rente geschickt“. 385 000 Euro kostet das nagelneue Tanklöschfahrzeug. Die Stadt geht in Vorkasse, bekommt aber vom Land und vom Landkreis jeweils ein Drittel wieder. 

OZ

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