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Grevesmühlen Sonderausstellung: Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg
Mecklenburg Grevesmühlen Sonderausstellung: Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg
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00:00 23.02.2015

Ab Freitag, 27. Februar, ist im Phantechnikum an der Lübschen Burg in Wismar die Sonderausstellung mit dem Titel „Privilegierte Lager? Westalliierte Flieger in deutscher Kriegsgefangenschaft während des Zweiten Weltkrieges“ zu sehen. Sie kann bis zum 10. Mai im Technischen Landesmuseum besichtigt werden.

Im Dachgeschoss des Museums werden der Weg ins Lager, der Alltag hinter Stacheldraht, aber auch die vielfältigen Aktivitäten der Gefangenen, um die Monotonie des Lageralltags zu bekämpfen, dargestellt. Einen besonderen Stellenwert im Leben der Internierten nahmen ihre Fluchtpläne ein. Kurzbiographien alliierter Kriegsgefangener geben den geschilderten Ereignissen ein Gesicht.

Die Ausstellung wurde vom Militärhistorischen Museum der Bundeswehr (MHM), Flugplatz Berlin-Gatow, konzipiert. Mit jeweils rund 80000 Todesopfern zahlten die alliierten Luftstreitkräfte einen hohen Preis für ihre Einsätze gegen deutsche Städte, Verkehrswege und Industrieanlagen. Piloten und Besatzungsmitglieder, die den Abschuss überlebten, mussten den Weg in die deutsche Kriegsgefangenschaft antreten. Für die Männer begann ein Weg ins Unbekannte. Wer schließlich in einem der Gefangenenlager eintraf, den empfing eine Zeit des Wartens und der Ungewissheit. Ab Anfang 1940 richtete die deutsche Luftwaffenführung acht eigene Kriegsgefangenenlager ein, unter anderem auch das „Stammlager (Stalag) Luft I“ im vorpommerschen Barth. Die Flugzeugbesatzungen wurden in der Regel getrennt und auf unterschiedliche Lager verteilt. Beengte Unterbringung, eintönige Verpflegung, Heimweh und Langeweile waren jedoch in der Regel die einzigen Unannehmlichkeiten, denen britische und amerikanische Gefangene ausgesetzt waren. Im Unterschied zu ihren sowjetischen Schicksalsgenossen wurde ihnen meistens eine korrekte Behandlung zuteil. Wer jedoch den Versuch unternahm, sich seiner Gefangenschaft durch Flucht zu entziehen, begab sich auch als Westalliierter in Lebensgefahr. In der Endphase des Krieges machte die Wehrmachtführung die Kriegsgefangenen zum Faustpfand für ihre Verhandlungen mit den vorrückenden Alliierten.

Die Ausstellung im Phantechnikum an der Lübschen Burg Wismar ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Es gelten die normalen Eintrittspreise: 7 Euro Erwachsene, 5 Euro ermäßigt, Kinder unter sechs Jahren frei.



OZ

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