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Sozialausschuss entscheidet zu Förderanträgen

Grevesmühlen Sozialausschuss entscheidet zu Förderanträgen

Vereine und Verbände hatten um Zuschüsse über fast 37500 Euro gebeten. Antragsteller mussten Kürzungen hinnehmen.

Grevesmühlen. Kniffelige Entscheidungen mussten die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses der Stadt Grevesmühlen fällen. Sie mussten über eingereichte Förderanträge der Vereine und Verbände diskutieren. Insgesamt 14 gemeinnützige Vereine und Einrichtungen hatten Förderungen in Gesamthöhe von 37329, 32 Euro beantragt.

Spitzenantragsteller war der SV „Blau-Weiß“Grevesmühlen mit fünf eingereichten Förderanträgen und einer Gesamtantragssumme von 10940 Euro. Nachfragen zu den Personalkosten hatten die Ausschussmitglieder Elvira Kausch (Linke) und Erika Oberpichler (SPD). „Die veranschlagten Gehälter für die Vereinssportlehrerin und den Projektleiter ,Handicap‘“, so Elvira Kausch, „erscheinen uns hoch. Woher nehmen Sie diese Summen?“ Petra Wellmann, die für den SV Blau-Weiß am öffentlichen Teil der Ausschusssitzung teilnahm, erklärte: „Die Gehälter entsprechen den Richtlinien des Landessportbundes.“ Der Ausschuss entschied letztlich bei beiden Anträgen positiv, reichte aber weniger Geld als beantragt aus. Insgesamt erhielt der Sportverein nach Abstimmung an diesem Abend vorbehaltlich 9090 Euro, 1850 Euro weniger, als erhofft.

Mehr oder weniger geringfügige Kürzungen mussten auch andere Antragssteller hinnehmen. Unter ihnen war der Behindertenverband, der zwei Förderanträge mit einer Gesamthöhe von 5050 Euro gestellt hatte. Mit einer Verringerung des beantragten Zuschusses deutlich nicht einverstanden, war Ausschussmitglied Wilfried Scharnweber (Freie Wählergemeinschaft Grevesmühlen): „Ich finde, wir sollten die beantragte Fördersumme bezüglich eines Zuschusses zu den Personalkosten voll zugestehen. Die Betreuung behinderter Menschen stellt hohe Ansprüche an Mitarbeiter. Und es handelt sich hier nur um zwei Minijobs.“ Auch wenn das alle anderen Ausschussmitglieder prinzipiell ebenso sahen, wurde aufgrund von Abstimmungsmehrheit der beantragte Zuschuss zu den Personalkosten um 200 Euro gekürzt. Der Behindertenverband soll also 4850 Euro erhalten.

Ebenfalls genau hingeschaut wurde bei den Anträgen für das Kinder- und Jugendfilmstudio in Grevesmühlen. Ausschussmitglied Jürgen Bühring (Linke) sprach sich dafür aus, das beantragte Geld für die Mitarbeiter des Studios in Höhe von 13600 Euro auszureichen, regte aber an: „Das Filmstudio muss zukünftig versuchen, im Rahmen seiner Möglichkeiten Geld einzuspielen. Wie wäre es zum Beispiel damit, die von den Kindern hergestellten Filme auf einer DVD zu veröffentlichen und zu verkaufen. Oma und Opa wären vielleicht Abnehmer und so käme dann zumindest ein wenig Geld rein.“

Komplett abgelehnt wurden von den Mitgliedern des Kultur- und Sozialausschusses insgesamt drei Anträge auf Förderung. Darunter war auch der Antrag auf einen Zuschuss für das Projekt „Nah an Familie“

des Deutschen Roten Kreuzes.

 



Annett Meinke

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