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Grevesmühlen Sozialminister auf Stippvisite in Boltenhagen
Mecklenburg Grevesmühlen Sozialminister auf Stippvisite in Boltenhagen
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00:00 26.07.2018
Boltenhagen

Fachkräftemangel, Integration, Förderung sozialschwacher Familien – Themen, mit denen sich nicht nur Politiker in Mecklenburg-Vorpommern beschäftigen (müssen), auch über Deutschlands Grenzen hinaus spielen sie eine immer wichtigere Rolle. Was kann der eine vom anderen lernen? Mit dieser Frage setzten sich MVs Sozialministerin Stefanie Drese und Antonios Antoniadis, Minister für Familie, Gesundheit und Soziales der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, auseinander. Kennengelernt hatte sich das Duo auf einer Pflegekonferenz in Berlin – und sind direkt ins Gespräch gekommen. Das Ergebnis: Antonios Antoniadis begleitet Stefanie Drese auf ihrer Sommertour durch das Land. Gestern machten sie im Familienferiendorf in Boltenhagen halt.

Mecklenburg- Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (r.) im Gespräch mit dem ostbelgischen Minister Antonios Antoniadis sowie Kirsten Balzer (2. v. r.) und Alexandra Schwarz vom Diakoniewerk. Quelle: Foto: Franke

Die Einrichtung des Diakoniewerks im nördlichen Mecklenburg gehört zu den Trägern der freien Jugendhilfe, die die Landesregierung unterstützt, um Urlaubsangebote für Familien und Alleinerziehende mit geringem Einkommen vorzuhalten. In mehreren Schwedenhäusern gibt es 48 Ferienwohnungen für zwei bis acht Personen. Alexandra Schwarz, die das Feriendorf seit 2014 leitet, zählt 37 Mitarbeiter, darunter 20 Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. „Ein interessanter Ansatzpunkt“, lobte Antonios Antoniadis. Der Minister begrüßte ebenso, dass sich die Einrichtung nach außen öffnet. So gibt es den privat betriebenen Kletterpark auf dem Gelände, der für jedermann nutzbar ist, sowie einen Imbiss, in dem nicht nur Speisen für Urlauber des Feriendorfes angeboten werden.

Außerdem sind sechs Häuser behindertenfreundlich, einige verfügen über Pflegebetten. Wollen Familien mit geringem Einkommen dort Urlaub machen, „helfen wir auch bei der Antragstellung“, betonte Alexandra Schwarz.

jf

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