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Grevesmühlen Spendenaufrufe für Familie aus Moor
Mecklenburg Grevesmühlen Spendenaufrufe für Familie aus Moor
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00:00 03.05.2016
Die siebte Klasse der Regionalen Schule Klütz möchte die Familie ihrer Mitschülerin unterstützen und ruft zum Spenden auf. Quelle: Malte Behnk

Gestern Morgen erfuhren die Schüler der siebten Klasse in der Regionalen Schule in Klütz, dass das Haus der Familie ihrer Mitschülerin am Wochenende abgebrannt war. Sofort waren alle der Meinung: Wir wollen helfen.

Ein Brand zerstörte am Wochenende das Wohnhaus / Gemeinde Damshagen richtet Spendenkonto ein / Siebtklässler in Klütz sammeln für ihre betroffene Mitschülerin

Daten für Spender

Das Spendenkonto wird so schnell wie möglich auf der Internetseite www.damshagen.info veröffentlicht.

Wer Geld- oder Sachspenden für die betroffene Familie anbieten möchte, soll sich per E-Mail an Damshagens Bürgermeisterin Mandy Krüger wenden: krueger.damshagen@web.de.

Der erste Vorschlag der Klassensprecher war, einen Kuchenbasar zu veranstalten, um zumindest schon ein wenig Geld sammeln zu können. Morgen will die Klasse möglichst viel Kuchen an die Mitschüler verkaufen. Ein erster Schritt, finden auch Klassenlehrerin Claudia Müller und Schulsozialarbeiter Daniel Soth-Worofka. „Die Familie hat eigentlich nichts mehr“, sagt Soth-Worofka. Der Schülerin und ihren Eltern sei eigentlich nur geblieben, was sie anhatten, als sie das brennende Haus verließen. „Ich habe mich erst einmal um ein wenig Kleidung gekümmert. Klütz hilft hat für die Familie die Kleiderkammer geöffnet. Dort konnten sie etwas für die nächsten Tage bekommen.“ Außerdem will er sich um einige Materialien bemühen, die das Mädchen für den Unterricht braucht, angefangen bei einem Rucksack. Die Siebtklässler werden sich in den nächsten Tagen außerdem darum kümmern, die bisherigen Aufzeichnungen ihrer Mitschülerin wieder herzustellen. „Das ist ja auch alles verbrannt“, sagt Claudia Müller. „Aber so ganz persönliche Dinge wie Fotos oder andere Erinnerungen lassen sich natürlich nicht ersetzen“, fügt sie hinzu.

Nicht nur die siebte Klasse, auch der Schulförderverein möchte die Familie der Siebtklässlerin unterstützen und zumindest 100 Euro spenden.

Schulsozialarbeiter Daniel Soth-Worofka hat auch direkt den Kontakt zu Mandy Krüger gesucht, der Bürgermeisterin der Gemeinde Damshagen, zu der Moor gehört. Auch sie zeigt Betroffenheit wegen des Brandes, der das Wohnhaus in Moor zerstörte. „Ich habe schon morgens um 5 Uhr davon erfahren, weil die Feuerwehr bei mir nach einem Bagger fragte“, berichtet sie. Die Gemeinde Damshagen lässt jetzt über die Amtsverwaltung ein Spendenkonto einrichten. „Sobald es vorhanden ist, werden wir die Daten auf der Internetseite • www.damshagen.info veröffentlichen“, sagt sie. Das könne heute oder morgen geschehen. Die Bürgermeisterin sucht auch nach weiteren Wegen, den vom Brand betroffenen Bewohnern zu helfen, denn das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Wer der Familie aus Moor Geld- oder Sachspenden zukommen lassen möchte, soll sich per E-Mail an Mandy Krüger wenden, die sich um die Koordination der Spenden kümmern möchte. Die Adresse für diese Mails lautet:

krueger.damshagen@web.de.

Das Haus der Familie in Moor war in der Nacht von Freitag auf Sonnabend abgebrannt. Gegen Mitternacht hatte eine Bewohnerin erst merkwürdige Geräusche und dann Feuer am Schornstein bemerkt. Sie alarmierte die Feuerwehr und rettete sich mit allen Bewohnern des Hauses rechtzeitig ins Freie. Auch einige Tiere, darunter Rinder und Hunde, wurden unbeschadet aus einem angrenzenden Stall gerettet, auf den der Brand übergesprungen war.

Die Gebäude konnten die Feuerwehren aus Klütz und Grevesmühlen aber nicht retten. Sie brannten bereits in voller Ausdehnung als die Einsatzkräfte eintrafen. Sie brauchten etwa zweieinhalb Stunden, bis das Feuer unter Kontrolle war. Weitere sechs Stunden dauerte es, bis auch die letzten Glutnester erstickt waren.

Die Ursache für das verheerende Feuer ist bislang nicht klar. Die Kriminalpolizei hat direkt nach den Löscharbeiten die Untersuchung aufgenommen. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa 150000 Euro.

Von Malte Behnk

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