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Grevesmühlen Spielothekenbesitzer wettert über Bauarbeiten
Mecklenburg Grevesmühlen Spielothekenbesitzer wettert über Bauarbeiten
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11:05 11.09.2018
David Corleis, Besitzer der Spielothek in Grevesmühlen, fühlt sich als Geschäftsmann nicht ernstgenommen, und beschwert sich über Umsatzeinbußen und den Umgang mit ihm und seinem Grundstück im Zuge der Bauarbeiten am Grevesmühlener Bahnübergang. Quelle: Annett Meinke
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Grevesmühlen

David Corleis, Besitzer der Spielothek in der Grevesmühlener Rehnaer Straße und Eigentümer des Grundstücks, zu dem auch der ehemalige Lidl-Markt gehört, ärgert sich: „Die Bauarbeiten am Bahndamm und der Straße“, sagt er, „haben mir im August Umsatzeinbußen von 30 Prozent beschwert.“ Dabei ist er, wie er betont, gar nicht grundsätzlich gegen die Bauarbeiten. „Ist ja eigentlich gut, dass der Bahndamm und die Straße hier gemacht wird“, meint er. Worüber er sich aber aufregt, ist, sagt er, ist: „wie man im Zuge dieser Bauarbeiten mit mir als Geschäftsmann umgegangen ist.“ Wer mit „man“ gemeint ist, zählt er nacheinander auf: die Stadt Grevesmühlen, das Straßenbauamt in Schwerin, der Zweckverband Grevesmühlen.

Der Stadt wirft Corleis vor, dass sie ihn als Anrainer nicht im Vorhinein über die Bauarbeiten, ihre Dauer und alles, was damit zusammenhängt, informiert hat. „Das wäre angebracht gewesen“, meint er, „stattdessen muss ich es über die Presse erfahren.“ 

Das Straßenbauamt macht er für die Umsatzeinbußen durch fehlende Umleitungsausschilderung verantwortlich. Und dass, obwohl in der Bahnhofstraße ein extra Schild mit Hinweis auf die Umleitung zu seiner Spielothek steht. Doch die nützt ihm gar nichts, sagt er, weil sein Grundstück während der Bauarbeiten gar nicht von der Rehnaer Straße aus zu betreten sei.

„Man kommt derzeit nur über den Questiner Weg zu mir“, sagt Corleis. Das Straßenbauamt hatte bei einer Begehung vor Ort in der vergangenen Woche allerdings Corleis Beschwerden entgegengenommen und reagiert, und seit Freitag, so die Auskunft des Straßenbauamtes, soll nun auch die Umleitung über den Questiner Weg ausgeschildert sein. „Doch auch von der Rehnaer Straße aus war das Gelände von Herrn Corleis die gesamte Zeit über fußläufig zu erreichen“, erklärt man vonseiten des Straßenbauamts.

Corleis jedoch ist der Ansicht, dass das nicht ging, vor allen Dingen, weil auf seinem Grundstück, am Wegesrand der Rehnaer Straße, den seine Kunden hätten benutzen können, Sandhaufen den Weg versperrten. Deshalb hat er auch Anzeige erstattet, - gegen unbekannt. Denn wirklich klar ist nicht, wer nun die Sandhaufen dort zu verantworten hat – die Baufirma oder der Zweckverband Grevesmühlen, der im Zuge der Bauarbeiten dort auch Arbeiten an den Leitungen vorzunehmen hatte.

Gegen den Zweckverband konkret, sagt David Corleis, hätte er eine zweite Anzeige erstattet: „Wegen unbefugten Betretens meines Grundstücks durch Zweckverbandmitarbeiter für die Arbeiten an einer Leitung.“  Mathias Peter, Betriebsleiter beim Zweckverband erklärt: „Der Teil der Leitung, an dem wir arbeiten mussten, liegt zum großen Teil auf einem Stadtgrundstück. Während unserer Arbeiten mussten wir, wenn, dann maximal einen halben Meter auf das Grundstück von Herrn Corleis.“ Der Zweckverband, so Peters weiter, nimmt vor Arbeiten auf privatem Grund immer Kontakt mit Grundstückseigentümern auf. Doch manchmal muss es aus Havariegründen schnell gehen: „Und wenn man Niemanden erreicht, geht das manchmal nicht. Das ist auch durch die Satzung abgesichert.“, erklärt Peters. Und setzt nach: „Sicherlich liegt es auch im Interesse von Herrn Corleis, der auch am öffentlichen Wassernetz angeschlossen ist, dass aufgrund von Zeitverzug kein Havariefall eintritt, und er plötzlich ohne Wasser dasteht.“

David Corleis plant jetzt, wie er sagt, endlich Tatsachen zu schaffen. Bisher hatte die Stadt die Zufahrt zu seiner Spielothek über ihr Grundstück neben den Bahnschienen geduldet. Um davon nicht länger abhängig zu sein, will Corleis nun einen Zugang und eine Zufahrt neben dem Südgiebel des ehemaligen Lidl-Marktes ausbauen.

Meinke Annett

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