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Alles neu beim GFC: Arne Wrede übernimmt das Ruder am Tannenberg

Alles neu beim GFC: Arne Wrede übernimmt das Ruder am Tannenberg

Der neu gewählte Präsident des Grevesmühlener FC, Arne Wrede, spricht mit der OSTSEE-ZEITUNG über die Ziele des Vereins und die Fehler der Vergangenheit / Jan Scharnweber ist neuer Männer-Trainer

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Für die Männer geht es um den Klassen- erhalt.“ Arne Wrede

Grevesmühlen Alles neu beim Grevesmühlener Fußballclub, das Präsidium wurde zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren umgekrempelt. Neu am Ruder ist GFC-Präsident Arne Wrede, den nicht nur seine sportliche Vergangenheit mit dem Verein verbindet.

OZ-Bild

Der neu gewählte Präsident des Grevesmühlener FC, Arne Wrede, spricht mit der OSTSEE-ZEITUNG über die Ziele des Vereins und die Fehler der Vergangenheit / Jan Scharnweber ist neuer Männer-Trainer

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Was hat Sie dazu getrieben, das Amt als Präsident zu übernehmen? Arne Wrede: Man kann Dinge nur ändern, wenn man sie selbst in die Hand nimmt. Ich konnte mir vorstellen, den Vorstand zu unterstützen. Das war der Anfang. Aus dieser Unterstützung wurde dann ein Konzept und ein Präsidium, das Zukunft hat.

Wer gehört alles zum Präsidium?

Wrede: René Mura ist Vizepräsident Wirtschaft, ein weiteres Mitglied ist Jörg Bergner, der für den sportlichen Bereich zuständig ist. Frank Stolte ist Jugendwart, Marieke Mundt macht die Öffentlichkeitsarbeit, Peter Robst ist Schatzmeister.

Ein ziemlicher Schnitt im Vergleich zum früheren Vorstand, der auch zahlenmäßig deutlich größer war.

Wrede: Ja, aber das ist gewollt.

Welche Beziehung hatten Sie bislang zum GFC?

Wrede: Ich war jahrelang Spieler und teilweise auch im Vorstand tätig. Ich gehörte zur Landesligamannschaft, die 2014 den Aufstand gewagt hat. Damals war ich Vizepräsident und für Wirtschaft zuständig und gleichzeitig Spieler.

Warum ging es damals für die erste Männermannschaft nicht weiter?

Wrede: Mein 30. Fußballjahr verlief leider nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Das Problem war damals die fehlende Kommunikation im Verein. Bei den Unruhen, die hier stattgefunden haben, hätte ich von den entscheidenden Leuten mehr erwartet. Aber irgendwie gab es keine Lösung. Ich habe irgendwann eine Nachricht vom Trainer erhalten, dass er gefeuert wurde. Aber davon wusste ich als Vizepräsident zum Beispiel nichts.

Was haben Sie nach dem Ende der Landesliga-Mannschaft gemacht?

Wrede: Ich bin dann zum PSV Wismar und habe dort mein 30. Fußballjahr absolviert. Und dann war ich immer wieder hier, habe mit die Spiele angesehen und wusste, dass ich zurück wollte.

Es knirschte in den letzten zwei Jahren gewaltig, wirklich Ruhe kam nie in den Verein. Was ändert sich jetzt?

Wrede: Eine ganze Menge. Die Außendarstellung wird sich verändern, es gibt Prinzipien, an die sich jeder zu halten hat. Wir werden uns auf jeden Fall viel breiter aufstellen, die Arbeit auf deutlich mehr Schultern verteilen.

Was ist der Grund dafür?

Wrede: Es kann nicht sein, dass einige Leute den ganzen Verein beherrschen, aber nicht führen. Auch die Perspektive des Vereins müssen wir im Auge behalten.

Die da lautet?

Wrede: 2020 ist das große Ziel, wir brauchen Potenzial für die Männermannschaft. Der Klassenerhalt ist nach dem Aufstieg das Ziel für die kommende Saison bei den Herren.

Spielen Sie auch wieder in der ersten Herren?

Wrede: Ja, aber die beiden Spiele in der nächsten Saison gegen den PSV Wismar werden meine Abschiedsspiele sein.

Wer trainiert die Männer?

Wrede: Diese Aufgabe übernimmt Jan Scharnweber, ich bin wirklich froh, dass wir diese Lösung gefunden haben. Vielen Dank an Martin Huth für einen wirklich guten Job und den Aufstieg, aber er hatte schon vorher gesagt, dass er aufhören möchte.

Wie ist der übrige Bereich aufgestellt?

Wrede: Die Alten Herren wollen wir wieder aufbauen, eine zweite Männermannschaft soll es langfristig gesehen auch geben.

Es gibt trotz guter Nachwuchsarbeit auch in der nächsten Saison keine A-Jugend.

Wrede: Das ist richtig, es ist derzeit einfach nicht machbar. Aber wir haben eine gute B-Jugend und einen breiten Nachwuchs, so dass wir bald auch wieder alle Klassen bedienen können.

Wie ist der Kontakt zu den umliegenden Vereinen?

Wrede: Wir sind für alle offen, von unserer Seite gibt es keine Probleme. Aber es gibt natürlich Befindlichkeiten, weil ich schon mit einigen Spielern gesprochen habe. Aber das ist normal für einen Präsidenten. Zum Beispiel haben wir eine Einladung von Fortuna Grevesmühlen bekommen für den 18. Juni. Da sind wir dabei, früher wurden solche Einladungen wohl in den Papierkorb geworfen.

Gibt es schon Neuverpflichtungen für die neue Saison?

Wrede: Jeder Spieler, der Lust hat, hier am Neuaufbau mitzuhelfen, ist gern gesehen am Tannenberg.

Interview von Michael Prochnow

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