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Bewegende Szenen zum Saisonausklang

Wismar Bewegende Szenen zum Saisonausklang

Emotionaler Abschied drängt knappe 22:23-Niederlage der TSG-Handballerinnen in den Hintergrund

Wismar. Applaus und Tränen gab es bereits vor dem Spiel der Drittligahandballerinnen der TSG Wismar am gestrigen Nachmittag in der Sporthalle der Hansestadt. Durch die starken Emotionen, die der Abschied von gleich vier Wismarer Identifikationfiguren auslöste, rückte auch die anschließende 22:23 (14:14)-Niederlage in den Hintergrund. Das schwächste Saisonergebnis der Vereinsgeschichte sollte allerdings von allen Beteiligten als Warnsignal verstanden werden.

Bewegende Szenen spielten sich ab, als die Mannschaft zum letzten Mal in dieser Saison das Parkett der Wismarer Sporthalle betrat. Die mehr als 700 Zuschauer spendeten minutenlang stehende Ovationen und das lag in diesem Fall ausnahmsweise mal nicht an der sportlichen Leistung. Vielmehr würdigten sie das Engagement von gleich fünf Stützpfeilern der Wismarer Mannschaft, die das Team verlassen. Am längsten dabei waren Co-Trainerin Marina Bratenkowa, die in unterschiedlichen Positionen seit über 20 Jahren ein Teil der 1.Damenmannschaft war und Torhüterin Antje Borkowski, die schon das Handball-ABC in der Hansestadt erlernte. Aus Schwerin vor 12 Jahren an die Ostsee gekommen, kann Kapitän Eva-Maria Passow mittlerweile als waschechte Wismarerin bezeichnet werden. Seit ziemlich genau vier Jahren trug Trainer Ronald Frank die Verantwortung an der Seitenlinie und hat sich in dieser Zeit vor allem mit seiner herzlichen Art viele Freunde gemacht. Sportlich gesehen lief vor allem sein drittes Amtsjahr ziemlich gut, als die Mannschaft lange Zeit um den Aufstieg in die zweite Bundesliga mitspielte. Umso ärgerlicher, dass das Team ausgerechnet in dieser Saison mit einer Unmenge an Verletzungen zu kämpfen hatte und eigentlich im gesamten Verlauf nie zu einer spielerischen Linie finden konnte. Ziemlich kurzfristig überraschte auch Rechtsaußen Antonia Zimmermann mit der Bekanntgabe ihres Wechsels nach Frankfurt.

Im letzten Heimspiel überzeugte die Frank-Sieben zunächst mit unbändigem Siegeswillen und bot vor allem in der Anfangsphase großartigen Tempohandball. Nach einem 14:14 zur Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, mit leichten Vorteilen für den Tabellenzweiten aus Henstedt-Ulzburg. Die letzten Minuten (21:21/54.) waren dann ungleich spannender, als so manches Spiel der TSG in diesem Jahr, allerdings endete es, wie sehr viele Begegnungen in dieser Saison - mit einer Niederlage.

TSG Wismar: Steiner, Borkowski, Schultz - Berger, Brinkies 3, Zimmermann 1, Kriegsmann, Bibow 2 , Oldenburg, Krohn, Martin, Dürl 1, Pinkohs 6/1, Erdmann 9/4

Siebenmeter: Wismar: 6/5, Henstedt: 7/2

Strafminuten: Wismar: 12, Henstedt: 8

Spielfilm: 3:1 (8.), 9:6 (16.), 11:7 (20.), 14:14 (30.), 19:19 (50.), 21:21 (54.), 22:23 (60.)

Von mn

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