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Bittere Niederlage beim hohen Favoriten

Nordhausen Bittere Niederlage beim hohen Favoriten

FC Schönberg verliert in Nordhausen nach 2:0-Pausenführung noch 2:3 / Gelb-Rot gegen Scherff

Nordhausen. Der große Favorit Wacker Nordhausen wankte bei seinem Heimdebüt 2017, fiel aber nicht und zog schließlich den Kopf mit dem 3:2 gegen den FC Schönberg am Ende noch einmal aus der Schlinge. Riesenenttäuschung herrschte dagegen am Freitagabend bei den Kickern des FC Schönberg. (die OZ berichtete kurz). „Dieses Spiel darfst du niemals verlieren, zumindest einen Punkt müssen wir mitnehmen“, brachte Mittelfeldspieler Kevin Weggen die Gemütslage bei den Maurine-Kickern auf den Punkt. „Das war eine ganz bittere Niederlage. Wir haben uns selbst um den Lohn unserer Arbeit gebracht. Ich bin total enttäuscht“, machte Trainer Axel Rietentiet krasse individuelle Fehler als Ursachen aus.

Vor 560 Zuschauern auf dem knapp 400 Meter vom Umkleidetrakt entfernten Kunstrasen im Nordhäuser Sportpark – die Trainer- und Wechselbänke standen mitten in den Zuschauerreihen – wollten die Gäste aus einer guten Defensive mutig nach vorn agieren. Verzichten musste Rietentiet dabei auf Innenverteidiger Daniel Halke, der grippekrank die knapp fünfstündige Anreise in den Südharz gar nicht erst antreten konnte.

Dennoch erwischte der FCS einen Traumstart. In der 2. Minute erlief sich Kevin Krottke einen Rückpaß der Gastgeber, umkurvte den Torhüter, und es hieß 0:1. Die Gastgeber hatten zwar optische und läuferische Vorteile, große Möglichkeiten konnten sie sich aber nicht erarbeiten. In der 34. Minute folgte der nächste Nadelstich der Gäste, doch Krottke kam einen Schritt zu spät. Der verlängert nur eine Minute später einen weiten Ball per Kopf in die Schnitstelle der Viererkette. Lukas Scherff geht auf und davon und lässt Wacker-Torhüter Rauhut keine Chance – 0:2.

Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Krottke gleich zweimal die große Gelegenheit zum 3:0. „Ich glaube, wenn wir das 3:0 machen, ist der Deckel drauf“, sagt Rietentiet zur starken Vorstellung seiner Jungs in den ersten 45 Minuten. „Meine Mannschaft war offenbar beim Karneval und mein Puls auf 200“, gestand Wackers neuer Trainer René van Eck, der in der Pause gleich zweimal auswechselte. Dabei bewies van Eck, der Rückrundenmeister werden will, ein glückliches Händchen. Schon zwei Minuten nach Wiederbeginn traf Pichinot zum 1:2, knapp zehn Minuten später war dann Djengore nach einem Freistoß

erfolgreich. Beinahe wäre den Gästen die richtige Antwort gelungen, doch in der 60. Minute fand eine Eingabe von Scherff von der Grundlinie keinen Abnehmer, zwei Minuten später strich ein Schuss von Marcel Rausch nur knapp über das Tor.

Es folgte der zweite Knackpunkt der Partie: Vor der Trainerbank der Schönberger wollte Lukas Scherff einen Gegenspieler attakieren. Der Nordhäuser ließ sich theatralisch fallen, der Schiedsrichter fiel auf die „Schauspiel-Einlage“ herein und zeigte dem Schönberger die zweite gelbe Karte. So mussten die Gäste die letzten 14 Minuten in Unterzahl absolvieren. „Lukas hat seinen Gegenspieler nicht mal getroffen“, war Rietentiet stinksauer.

Wacker mobilisierte in der Schlussphase die letzten Kräfte. In der 88. Minute konnte Dominik Jordan Murat Bilkrici nur noch mit einem Foul stoppen. Der gefoulte Spieler übernahm selbst die Verantwortung und sorgte damit doch noch für Freudentänze bei den Gastgebern nach dem Schlusspfiff. Das 3:2 hing allerdings am seidenen Faden, denn Torhüter Jörg Hahnel ahnte die Ecke und war auch am Ball. „Aber der war leider zu scharf geschossen, um ihn zu parieren“, so Hahnel.

Am kommenden Sonnabend empfängt der FC Schönberg, der nunmehr mit 24 Punkten auf Tabellenplatz 13 rangiert, um 13.00 Uhr den FC Oberlausitz Neugersdorf (Rang neun mit 28 Zählern).

Thomas Groth

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