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Das 0:0 in Babelsberg fühlt sich wie ein Sieg an

Babelsberg Das 0:0 in Babelsberg fühlt sich wie ein Sieg an

Elf der 14 eingesetzten Spieler waren U23 – Youngster Maximilian Marquardt erstmals in der Startelf – Saisondebüt von Birkholz und Radina – Sonnabend 2. Landespokalrunde

Babelsberg. Das Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg war bislang eine uneinnehmbare „Festung“ für die Kicker des FC Schönberg. Viermal waren sie im „Karli“ bisher in einem Pflichtspiel seit 2003 zu Gast, nach allen vier Spielen bei 1:8 Toren traten sie die Heimreise mit leeren Händen an. Am Freitag Abend endete diese Negativserie mit dem 0:0 (die OZ berichtete Sonnabend bereits). „Klar wollten wir klar gewinnen“, so Cem Efre, der Trainer des SV Babelsberg. „Leider haben wir das nicht geschafft“, war er sichtlich enttäuscht nach den 90 Minuten. Seine Mannschaft bestimmte im einzigen Flutlichtspiel der Schönberger in der Hinrunde zwar das Geschehen, doch die Gäste hielten taktisch, kämpferisch und läuferisch dagegen, und das, obwohl die Maurinekicker mit der wohl jüngsten Mannschaft antraten, die jemals in der Vereinsgeschichte aufs Feld lief. Von den insgesamt 14 eingesetzten Akteuren waren bis auf Torhüter Jörg Hahnel, Kapitän Anton Müller und Marcus Steinwarth alle anderen elf U23-Spieler. „Wir sind sehr stolz und glücklich und freuen uns sehr, gerade in Anbetracht unserer nicht ganz einfacher Personalsituation. Und die hatte sich unmittelbar vor der Abfahrt noch verschärft, denn mit Daniel Halke, der bislang 61 Punktspiele für den FC 95 bestritten hat, fiel der Abwehrchef (Schüttelfrost/Grippe) aus. Auf der Fahrt nach Potsdam tüftelte Trainer Axel Rietentiet gemeinsam mit seinem Co-Trainer Thomas Haese und entschieden sich mit Maximilian Marquardt für den Jüngsten in der Mannschaft. Und der Youngster machte seine Sache in der Innenverteidigung in seinem ersten Spiel über 90 Minuten nach erst einem Kurzeinsatz richtig gut. Zudem gaben Eric Birkholz und Ricardo Radina, beide fast seit Saisonbeginn verletzt, in Babelsberg ihr Regionalliga-Debüt im Trikot des FC Schönberg.

„Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir relativ wenig große Chancen zugelassen“, lobte Trainer Rietentiet die Arbeit in der Defensive. Auf der anderen Seite hatten die Gäste aber durchaus die eine oder andere Chance, selbst ein Tor zu erzielen. In der 20. Minute verpasste Lukas Scherff zum Beispiel eine Eingabe von Marcel Rausch nur um Zentimeter. Nach dem Leon Dippert kurz zuvor elfmeterreif gefoult worden war, der Pfiff aber ausblieb, hatte der Angreifer in der 72. Minute die größte Chance der Gäste. Allein mit einem Abwehrspieler aufs Tor zulaufend entschied er den Zweikampf für sich und tunnelte der SVB-Keeper. Doch das Tor zählte nicht. Der Schiedsrichterassistent Lars Albert hatte ein Foul von Dippert signalisiert, worauf Schiedsrichter auf Freistoß

entschied. Selbst einige Spieler der Gastgeber hatten kein Foul gesehen, wie sie später zugaben. „Wir waren taktisch, läuferisch und kämpferisch heute top drauf. Dieses 0:0 tut uns nach den drei Niederlagen zuletzt richtig gut. Es ist ein Punkt der Moral, der sich wie ein Sieg anfühlt“, so Trainer Rietentiet. Bis zum Schluss fieberten auf der Bank Ersatzkeeper Kennet Kostmann, Fabian Istefo und Orkun Tugbay, erst am letzten Donnerstag verpflichtet, mit. „Ich glaube in der Regionalliga Nordost ist wesentlich mehr Tempo im Spiel als in der in Bayern“, gestand Tugbay, der in den letzten beiden Jahren beim FC Augsburg II gespielt hatte. In der fünften Minute der Nachspielzeit erhielt der Punktgewinn aber leider noch einen bitteren Beigeschmack. Nach einem Foul sah Gordon Grotkopp die Rote Karte. „Es war ein dummes Foul. So darf man da nicht hingehen. Heute wurden wir zum Glück nicht durch Verletzungen, wie in den bisherigen Spielen, geschwächt, sondern so. Das ist trotzdem bitter und ärgerlich“, so Schönbergs Trainer schon mal mit Blick auf den ersten Heimauftritt nach vier Wochen. Am Sonntag, den 16. Oktober, gastiert Viktoria Berlin im Palmberg-Stadion. Nächsten Sonnabend wartet zunächst einmal aber der TSV Bützow in der 2. Landespokalrunde. „Und die wird schwer genug“, so Rietentiet.

Thomas Groth

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