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Drittliga-Handballerinnen der TSG vor Herkulesaufgabe

Wismar Drittliga-Handballerinnen der TSG vor Herkulesaufgabe

Rückrundenauftakt in Vechta – Co-Trainer Harder vorerst noch allein

Wismar. Die morgen mit einem Auswärtsspiel beim SFN Vechta beginnende Rückrunde dürfte für die Drittligahandballerinnen der TSG Wismar zur echten Herkulesaufgabe werden. Mit nur einem Trainer, dafür aber mit langer Verletztenliste ausgestattet, treten sie die Reise zum Tabellenfünften an und wollen sich dort zumindest so teuer wie möglich verkaufen.

Lediglich das bessere Torverhältnis trennt die Wismarerinnen aktuell noch von den Abstiegsrängen, doch die punktgleichen Damen aus Minden lauern schon auf ihre Chance, um an den erst drei mal in elf Spielen siegreichen TSG-Frauen vorbeizuziehen. Sollte es den Hansestädterinnen in der Rückrunde nicht gelingen, ihre Leistungen zu stabilisieren, droht das nicht mehr gänzlich unrealistische Szenario des Abstiegs in die viertklassige Oberliga.

Verfolgt man die aktuelle Entwicklung, dürfte dies den Anfang vom Ende des höherklassigen Frauenhandballs in Wismar bedeuten. Als zumindest Mitschuldigen für den sportlichen Niedergang in dieser Saison hat man bei der TSG und innerhalb des Frauenteams Trainer Menc Exner ausgemacht und ihn auf Bestreben der Mannschaft nach Beendigung der Hinrunde freigestellt.

Ohne echte Alternative in der Hinterhand war dies ein riskantes Unterfangen, welches sich bereits jetzt negativ bemerkbar macht. Bis zum heutigen Tage ist es noch nicht zur Verpflichtung eines Nachfolgers gekommen. „Ich möchte, dass die sportliche Leitung spätestens am nächsten Sonnabend wieder mit zwei Trainern auf der Bank sitzt“, so Geschäftsführer Klaus-Dieter Soldat. Was der oder die Neue dann ohne sinnvolle Vorbereitungszeit und nur noch zehn verbleibenden Spielen ausrichten soll, bleibt indes fraglich. In der Pflicht sind nun allerdings die Spielerinnen der TSG Wismar, die die Verantwortung für die bisherigen sportlichen Misserfolge vornehmlich Trainer Menc Exner zugeschoben haben und seine Absetzung aktiv forciert haben.

Noch vor dem ersten Saisonspiel gab es Spannungen, die sich im Laufe der Hinrunde zu einem mehr oder weniger offenen Machtkampf zwischen Führungsspielerinnen und Trainer ausgeweitet haben. Dies ist umso bedauerlicher, als dass an der sportlichen Qualifikation von Menc Exner weiter nur wenig Zweifel besteht. Morgen wird nun vorerst Co-Trainer Jörn Harder die Verantwortung tragen und die schwere Aufgabe übernehmen, zu versuchen aus Vechta zwei Punkte zu entführen. Schon im Hinspiel mussten die Wismarerinnen schmerzvoll erfahren, wie unangenehm Vechta zu bespielen ist. Vor allem mit der Kreisläuferin der SFN kamen die TSG-Damen zum Saisonauftakt bei der 25:30 Heimpleite überhaupt nicht zurecht und kassierten zahlreiche Siebenmeter. Ob es den Wismarerinnen ohne die Verletzten und beruflich verhinderten Laura Blum, Henrike Bibow, Juliane Wieck, Justine Steiner und Sarah Dürl gelingen wird diesmal eine bessere Lösung zu finden, wird sich erst am morgen Nachmittag herausstellen.

Das erste Heimspiel im neuen Jahr findet dann in einer Woche statt. Am kommenden Sonnabend gastiert in der Wismarer Sporthalle in der Bürgermeister-Haupt-Straße der souveräne Tabellenführer TV Oyten.

Martin Nowack

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