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FC Anker schlägt sich achtbar gegen den HSV

Wismar FC Anker schlägt sich achtbar gegen den HSV

Spiel des Wismarer Oberligisten gegen die Bundesligaprofis begeistert 3100 Zuschauer / Die Gäste siegen mit 2:0 / Im nächsten Jahr gastiert Hertha BSC

Wismar. Die 2:0-Niederlage vom FC Anker Wismar gegen Bundesligist Hamburger SV war für Bluesmusiker und Anker-Mitglied Don Promillo wie ein gefühlter Sieg. „Ich habe getippt, dass der HSV 4:0 gewinnt. Ein 5:1 wäre auch gut gewesen, wir waren ja dicht am Ehrentor dran“, so der brillante Mundharmonikaspieler. Der Außenseiter bot gestern bei sommerlichen Temperaturen vor 3100 Zuschauern im Kurt-Bürger-Stadion eine feine Leistung. Dafür zollte nach den 90 Minuten Gäste-Trainer Bruno Labbadia Respekt: „Anker hat das sehr gut gemacht, man hat gesehen, dass sie unbedingt ein Tor machen wollten.“

So aber setzte sich der Fußball-Dino verdient mit 2:0 nach Toren von Profi Michael Gregoritsch (30.) und Gillian Jurcher (80.) aus der U19 durch. Damit ist für den HSV die Saison endgültig beendet, der FC Anker muss noch zwei Spiele in der Oberliga bestreiten.

Wer gedacht hatte, der Außenseiter erstarrt vor Respekt, sah sich getäuscht. Die Wismarer versteckten sich nicht. Die besten Gelegenheiten boten sich in der Schlussphase. Kenneth Eze kam frei vor dem Tor zum Kopfball. Doch er vergab und postwendend erzielt der HSV das 2:0. Doch Anker gab nicht auf. Torjäger Clemens Lange kam frei vor dem Tor zum Schuss (87.), doch mehr als ein Lattentreffer wurde es nicht. „Es wäre so schön gewesen“, haderte Lange, der 22 Tore in der Oberliga erzielt hat. Sein Trainer nahm es ihm nicht krumm. „Ich bin insgesamt sehr zufrieden. Das war für uns das Spiel des Jahres, es war gar nicht so leicht, das in den letzten Wochen aus den Köpfen zu bekommen“, so Christiano Dinalo Adigo, der weiter meinte: „Wir wollten unseren Spaß haben und den Zuschauern ein tolles Spiel bieten. Ich glaube, das ist uns gelungen. Ich mache meiner Mannschaft ein großes Kompliment.“

Extra aus Cottbus angereist war Christine Franke: „Ich bin ein großer HSV-Fan, aber was Wismar gezeigt hat, kann sich absolut sehen lassen.“ Das meinte auch der Wismarer SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Junge: „Anker hat sich sehr gut geschlagen. Schade, dass das eine Tor nicht gelungen ist.“

Für Robert Hempel, Marketingchef beim Wismarer Fußballverein „ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen“. Er, der Anker- und HSV-Fan ist, hatte auf ein 3:1 für Hamburg getippt. Für das nächste Jahr kündigte er ein Spiel gegen Bundesligist Hertha BSC Berlin an.

Mann des Tages war gestern Torhüter Benjamin Heskamp. Der Schlussmann vereitelte beste Chancen des HSV, hielt seine Mannschaft so im Spiel und erntete dafür einen Sonderapplaus der Zuschauer. Positiv bei Anker: 19 Spieler kamen zum Zuge, ein Qualitätsverlust war nicht erkennbar.

Heiko Hoffmann

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