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FC Schönberg: Personalkarussell beim Regionalligisten dreht sich

Schönberg FC Schönberg: Personalkarussell beim Regionalligisten dreht sich

Die Fußballer treten auch in der kommenden Saison in der vierthöchsten Spielklasse an / Jetzt geht es darum, den Kader für die Saison 2016/17 auf die Beine zu stellen

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Wichtige Personalie für die Planung: Henry Haufe (r.) bleibt beim Fußball-Regionalligisten FC Schönberg.

Quelle: Jens Upahl

Schönberg. Die Mannschaft des FC Schönberg 95 bekommt im nächsten Jahr ein deutlich anderes Gesicht. Mittelfeldspieler Rico Gladrow und Verteidiger Kai-Fabian Schulz verlassen den Aufsteiger nach nur einer Saison. Der in Neubrandenburg geborene Gladrow wechselt zum ambitionierten Südwest-Regionalligisten Eintracht Trier. Abwehrspieler Kai-Fabian Schulz schließt sich dem SV Todesfelde an, einer Mannschaft aus der Schleswig-Holstein-Liga. Das Angebot des Vereins, eine Ausbildung bei Palmberg zu machen, hat Schulz abgelehnt. Nächste Saison ebenfalls nicht mehr beim FC Schönberg 95 sind Kristof Rönnau, Tim Frederik Vogel und Kapitän Rainer Müller. Rönnau wechselt zu Verbandsligist Preußen Reinfeld, Vogel geht beruflich nach Homburg und Kapitän Rainer Müller wird Co-Trainer bei Schönbergs Ligakonkurrent TSG Neustrelitz.

Trainer Axel Rietentiet geht noch von weiteren Abgängen aus. „Für uns ein harter Schlag“, sagt er. Denn klar ist: adäquaten Ersatz zu finden, wird nicht einfach. Hauptgrund: Beim Regionalligisten bekommen Spieler künftig weniger Aufwandsentschädigungen. Hauptsponsor Palmberg stellt dem Verein mit 120 000 Euro nur noch halb so viel Geld zur Verfügung wie in dieser Saison. Nur wenn die Verantwortlichen des Vorstandes keinen konkurrenzfähigen Regionalligaetat auf die Beine gestellt bekommen, hilft Palmberg-Geschäftsführer Uwe Blaumann noch einmal aus – mit bis zu weiteren 80000 Euro.

Dadurch, dass Spieler künftig weniger verdienen, ist der Verein auf Firmen angewiesen, bei denen die Kicker einen Job bekommen oder eine Ausbildung beginnen können. Und das dürfte nicht einfach werden. Die Zeiten, als mehr als die Hälfte der Spieler bei Hauptsponsor Palmberg und der Online-Tochter angestellt waren, sind vorbei. „Wir haben ein ganz, ganz schweres Brett vor uns, um wieder eine gute Mannschaft zusammen zu bekommen“, weiß Axel Rietentiet um die Herausforderung. In Frage kommen wohl nur junge, hungrige Spieler aus unterklassigen Ligen. Mit Leon Dippert hat der FC 95 bislang einen offensiven Neuzugang. Der 20-Jährige spielt zurzeit für den TSV Pansdorf in der Verbandsliga.

Die gute Nachricht für das Ziel Klassenerhalt in der nächsten Saison: Das Gerüst mit regionalligaerfahrenen Spielern steht: Mit Marcus Steinwart, Anton Müller und Daniel Halke waren drei Leistungsträger über die Saison hinaus an den Verein gebunden. Inzwischen haben auch mit Masami Okada und Henry Haufe zwei weitere wichtige Spieler in den vergangenen Wochen ihre Verträge um ein Jahr verlängert.

Es gibt aber auch noch viele Fragezeichen. „Noch in der Schwebe“ ist die Zukunft von Gabor Ruhr, der in der Scoutingabteilung von Bundesligist 1. FC Köln arbeitet. Sein Verbleib hängt von seinem künftigen Job ab. Der Vertrag des gebürtigen Lübeckers in Köln läuft aus. „Wenn die Möglichkeit besteht, ihn als Torwart zu verpflichten, und wenn er das mit seinem Beruf vereinbaren kann, dann werden wir uns um ihn bemühen“, so Rietentiet. Dadurch, dass Köln auch in der nächsten Saison in der Bundesliga spielt, glaubt der Coach, „dass Gabor die Möglichkeit hat, dort noch ein Jahr dranzuhängen.“

Schlechte Karten haben die Grün-Weißen wohl bei Lukas Scherff. Der 19-Jährige kam zur Winterpause von Hansa Rostock. Beim Drittligisten hat er noch einen Vertrag bis 2018. Dass Schönberg ihn weiterhin ausleihen kann, ist aufgrund des geringeren Budgets wohl eher unwahrscheinlich. Ebenfalls kaum zu halten sein wird Nico Matern. Der Mittelfeldspieler, dem Schönbergs Coach den Sprung in die 3. Liga zutraut, hat sich mit seinen guten Leistungen in dieser Saison gleich in die Notizbücher mehrerer Vereine gespielt.

Wenig Hoffnung hat Axel Rietentiet bei Abwehrspieler Tom Schulz. Nach der starken Saison ist Schulz in Kontakt mit zwei anderen Regionalligavereinen. Doch es gibt einen Pluspunkt für Schönberg: „Ich fühle mich hier wohl und ich habe meine Freundin hier“, sagt Schulz. Für eine weitere Saison in Grün-Weiß „spricht nicht viel dagegen“, so der Innenverteidiger.

Ganz stark nach Abschied sieht es bei Bastian Henning aus. Der FC 95 würde ihn gerne halten, hat dem Stürmer deshalb ein Angebot vorgelegt. „Es ist eine gute Mannschaft, ein tolles Umfeld, ein gutes Trainerteam. Aber ich muss auch an meine Familie und an meinen Job denken“, sagt Henning, der bei einem Elektro-Online-Shop in Bad Schwartau arbeitet. Klar ist auch, dass weitere Spieler keine Zukunft im Verein haben. Spieler, die sich beim Regionalligisten nicht durchgesetzt haben. Dazu dürfte Stürmer Marcel Kunstmann zählen. Der Sommer-Neuzugang stand in den vergangenen Wochen zwar regelmäßig in der Startelf, ist über die Saison gesehen aber hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Steffen Oldörp

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