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FC Schönberg feiert „gefühlten Sieg“ gegen Titelaspiranten

Schönberg FC Schönberg feiert „gefühlten Sieg“ gegen Titelaspiranten

Maurinekicker trotzen dem Berliner AK ein 0:0 ab — „Wir haben ein Superspiel gemacht und uns mit einem Punkt belohnt“, sagt Abwehrspieler Daniel Halke

Schönberg. Der FC Schönberg hat nach Carl-Zeiss Jena und Wacker Nordhausen eine weitere Mannschaft aus dem oberen Tabellendritten der Regionalliga Nordost mächtig geärgert.

Der Tabellenzweite Berliner AK kam gegen den Aufsteiger gestern Nachmittag vor 360 Zuschauern im Palmberg-Stadion nicht über einen 0:0-Unentschieden hinaus.

Schönbergs Trainer Axel Rietentiet machte seiner Mannschaft nach dem neunten Unentschieden der Saison ein Riesenkompliment. „Respekt, wir haben gegen die Mannschaft der Stunde gespielt. Wie wir uns heute präsentiert haben, das stimmt mich froh. Wir haben Mentalität bewiesen. Das Unentschieden ist völlig gerecht, aus unserer Sicht sogar ein gefühlter Sieg“. Das sah auch BAK-Trainer Steffen Baumgart so. Er sprach von einem „sehr engen und spannenden Spiel“ und zollte dem Gegner größten Respekt. „Schönberg ist eine sehr disziplinierte Mannschaft, bei der man immer auf Konter aufpassen muss. Wir hätten uns natürlich mehr Punkte gewünscht, aber am Ende muss man sagen, dass es ein gerechtes Ergebnis ist.“

Für Axel Rietentiet war die Partie gegen die bislang beste Rückrundenmannschaft ein „Charaktertest" nach den beiden schwachen Auftritten in der englischen Woche gegen die TSG Neustrelitz (0:2) und Hertha BSC II (0:3). „Ich habe von den Spielern erwartet, dass sie sich in jeden Ball werfen, dass sie Gas geben, dass sie den Zuschauern zeigen, dass wir es drauf haben und dass wir in die Regionalliga gehören.“ Die Spieler haben ihrem Coach offenbar gut zugehört. Denn so eine Leidenschaft wie gestern haben sie vor heimischem Publikum lange nicht gezeigt. Jeder fightete, rannte, gab alles. Sehr zur Freude der Zuschauer, die mehrfach anerkennend applaudierten. Ganz besonders laut als die Dauerläufer Masami Okada und Rico Gladrow kurz vor Schluss ausgewechselt wurden.

Schönberg war von Beginn an hellwach und hatte sogar die besseren Chancen gegen den Titelaspiranten. Die größte Möglichkeit hatte Henry Haufe in der 64. Minute. Nach einem Konter über Gladrow brachte Steinwarth den Ball scharf von links in den Fünf-Meter-Raum, wo Haufe in den Ball rutschte und nur ganz knapp am Tor vorbei schoss. „Wir haben ein super Spiel gemacht, uns alle reingehauen und uns mit einem Punkt belohnt. Am Ende müssen wir sogar gewinnen, denn ich denke, wir hatten die weitaus besseren Torchancen“, so Abwehrchef Daniel Halke. Die Berliner warfen gegen Ende der Partie noch einmal alles nach vorne. Ernsthaft in Bedrängnis konnte die bislang beste Auswärtsmannschaft der Liga den Aufsteiger aber nicht mehr bringen. „Das war eine super kämpferische Leistung und ein ganz wichtiger Punkt für uns“, lobte Kapitän Rainer Müller die Einstellung. „Das haben wir im Gesamtverbund super gemacht. Und das Wir-Gefühl war auch endlich wieder da. Das haben wir in der letzten Zeit vielleicht ein bisschen vermissen lassen." Einen kleinen bitteren Beigeschmack gab es trotzdem. Masami Okada sah seine fünfte gelbe Karte.

FC Schönberg: Hahnel - R. Müller, Halke, T. Schulz, Scherff - Okada (88. Poser), Gladrow (90. Rausch), A. Müller, Steinwarth - Haufe (77. Henning), Kunstmann

bes. Vorkommn: Gelb-Rote Karte für Azaouagh (BAK/87.)

Nächster Spieltag: 30.4.,13.30: RB Leipzig II—FC Schönberg

OZ

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