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Maurinekicker krasser Außenseiter gegen den BAK

Schönberg Maurinekicker krasser Außenseiter gegen den BAK

Entscheidung über den neuen Kapitän der Schönberger fällt morgen

Schönberg. Die verpasste Meisterschaft, eine zertretene Tür und eine provokante Aussage - wenn der FC Schönberg am Sonntag zum Regionalligaauftakt im Palmberg-Stadion den Berliner AK empfängt, steckt wieder viel Brisanz in der Partie. FC-Trainer Axel Rietentiet glaubt, dass die Berliner „jede Menge Wut im Bauch“ haben. Der Grund: Im April hatten die Berliner in der Liga gerade einen Lauf, gewannen sechs Spiele in Folge, waren die Mannschaft der Stunde. Bis sie am 30. Spieltag ins Palmberg-Stadion kamen. Gegen den Tabellenzweiten machten die Nordwestmecklenburger eines ihrer besten Spiele, erkämpften ein sensationelles 0:0. Für das Gästeteam von Trainer Steffen Baumgart war das besonders bitter. Sie verschenkten zwei Zähler im Kampf um die Meisterschaft - die letzten Punktverluste der Saison. Denn die vier weiteren Endspiele gewann der BAK. Das heißt, mit einem Sieg in Schönberg wären die Weddinger Meister geworden, hätten diese Saison vielleicht sogar 3.

Liga gespielt. So aber feierte der FSV Zwickau nach einem 2:0-Erfolg am letzten Spieltag im Palmberg-Stadion die Meisterschaft, mit gerade einmal einem Tor Vorsprung gegenüber dem BAK. Die Zwickauer setzten sich später auch in der Relegation gegen den SV Elversberg durch, spielen in dieser Saison in der 3. Liga. Ganz klar also, dass die Berliner noch eine offene Rechnung mit den Grün-Weißen haben.

Das beruht allerdings auf Gegenseitigkeit. Grund dafür ist ein Ausraster von Ahmed Azaouagh im April. Kurz vor Schluss sah der BAK-Spieler die gelb-rote Karte. Auf dem Weg in die Kabine verlor er die Nerven und trat die Tür zum Sportlerheim ein. Trainer Steffen Baumgart versuchte den Vorfall später herunter zu spielen, versprach aber zumindest, dass der BAK für den Schaden aufkommen wird. Bis heute ein leeres Versprechen. Denn auf den Schaden ist der FC Schönberg bislang sitzen geblieben.

Ebenfalls brisant: Die Provokation von BAK-Trainer Steffen Baumgart, der in Berlin übrigens zum Trainer der Saison im Amateurbereich gewählt wurde. Der ehemalige Hansa-Profi hatte sich drei Tage vor dem BAK-Spiel in Schönberg die 0:3-Niederlage der Nordwestmecklenburger bei Hertha BSC II angeschaut. Nach dem schwachen Auftritt der Grün-Weißen ließ sich Baumgart zu dem Kommentar hinreißen: „Wenn die so gegen uns spielen, bekommen sie zehn.“ Diese, aus Sicht der Schönberger provokanten Worte, standen am Spieltag auf einem Zettel, der an der Schönberger Kabinentür klebte. Als besondere Motivation sozusagen. Darauf zu sehen: Auch ein Foto vom Provokateur: BAK-Trainer Steffen Baumgart. Abwehrchef Daniel Halke sagte damals nach dem 0:0: „Ein gewisse Aussage hat uns noch ein bisschen mehr angestachelt.“ Auf eine ähnlich gute Motivation seiner Jungs hofft Schönbergs Trainer Axel Rietentiet auch am Sonntag, wenn der Vizemeister erneut zu Gast ist. „Der BAK ist einer der Staffelfavoriten. Klar wird das ein ganz, ganz schwerer Brocken für uns.“ Die Berliner haben laut Baumgart jede Position doppelt und gleichwertig ersetzt. Nahezu alle Neuzugänge hätten schon höherklassig gespielt. Der 47-Jährige Rietentiet sieht seine Mannschaft daher als „krassen Außenseiter“, hofft aber darauf, dass die Berliner noch nicht ganz so gut drauf ist. „Wir sind am Anfang der Saison. Sie haben viele neue Spieler. Vielleicht stimmt bei ihnen ja noch nicht alles.“

Noch offen ist, wer die Schönberger als Kapitän aufs Feld führen wird. Dessen Wahl und die des Mannschaftsrates erfolgt morgen beim Abschlusstraining.

Steffen Oldörp

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