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Mit einem neuen Trainer will der FSV Testorf oben angreifen

Mit einem neuen Trainer will der FSV Testorf oben angreifen

Der sportliche Leiter des FSV, Heiko Damrau, und Andreas Schmitt, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit über die Ziele des Vereins und die aktuelle Entwicklung

Testorf-Steinfort Seit fast 40 Jahren gibt es den FSV Testorf/Upahl. Derzeit geht es vor allem darum, den Grundstein für den Erfolg der kommenden Jahre zu legen.

Wie viele Mannschaften gehören aktuell zum FSV Testorf/Upahl?

Heiko Damrau: Eine E-Jugend, eine D-Jugend, zwei Männermannschaften und einen Mix aus Bambinis und F-Junioren, die allerdings nicht im Spielbetrieb ist.

Zufrieden mit der Zahl der Teams?

Damrau: Nein nicht ganz, es sind weniger Mannschaften geworden, die ehemalige A-Jugend ist mittlerweile in die Männer eingegliedert worden. Das ist gut für den Erwachsenen-Bereich, allerdings fehlen uns die A- und B-Junioren. Es gab schon Jahre, in denen wir mehr Mannschaften am Start hatten.

Woran liegt es?

Damrau: Es ist für uns als kleiner Verein nicht immer einfach, genügend Nachwuchs zu gewinnen. Wir sind auf die Eltern angewiesen, die die Kinder zu uns bringen. Die Spieler kommen teilweise aus Schmachthagen. Hinzu kommt noch, dass uns jedes Jahr einige talentierte Nachwuchsspieler z.B. in Richtung FC Schönberg oder Anker Wismar verlassen. Es ist für uns zwar nicht gerade von Vorteil, aber wir sehen dieses auch als kleine Auszeichnung für unsere Jugendarbeit an. Es ist nunmal nicht von der Hand zu weisen, dass diese Kinder bei Vereinen wie dem FC Schönberg 95 oder dem FC Anker Wismar bessere Entwicklungsmöglichkeiten haben als bei uns in Testorf. Im ersten Moment ist es schwer diese Kinder zu verlieren, aber wir vom FSV wollen der weiteren Entwicklung eines jeden Kindes nicht im Wege stehen und freuen uns wenn sich die Spieler bei anderen Vereinen weiterentwickeln.

Warum spielen die Kinder beim FSV und nicht bei anderen Vereinen, die dichter liegen?

Andreas Schmitt: Vor allem, weil bei uns der Spaß im Vordergrund steht. Insbesondere unsere Mannschaften im Jugendbereich sollen in erster Linie mit Spaß und ohne Leistungsdruck an den Fußball herangeführt werden. Dies soll aber nicht bedeuten, dass wir erfolglos sind, was die guten Ergebnisse unserer Jugendmannschaften in den letzten Jahren belegen (z. B. Staffelsieger der Kreisliga 2014/2015 in der E-Jugend).

Damrau: Natürlich geht es auch bei uns darum, erfolgreich Fußball zu spielen. Aber die Kinder sollen Spaß am Sport haben, deshalb haben wir einen guten Zulauf. Auch unsere Anlage mit unserem Umfeld spielen eine Rolle. Und hier bekommt jeder die Chance zu spielen.

Aber das Ziel ist es schon, die Zahl der Nachwuchsmannschaften wieder zu erhöhen?

Andreas Schmitt: Natürlich, dafür legen wir im Moment die Grundlagen. Aber so etwas braucht Zeit. Trotzdem ist unser Ziel, mehr Kinder, Jugendliche und natürlich deren Eltern für den Fußball und unseren Verein zu begeistern.

Wie passiert das?

Schmitt: Unter anderem dadurch, dass nahezu alle Trainer unserer Jugendmannschaften auch gleichzeitig Spieler der Männermannschaften sind. Dies sorgt zum Einen für ein familiäres Umfeld, zeigt aber auch die Verbundenheit unserer Spieler zum Verein auf. Dieses Engagement ist die Basis für unsere gute Jugendarbeit. Es ist von Vorteil, dass die Kinder ihren Trainern auch beim Spielen zusehen und von deren Erfahrungen profitieren können.

Hat der Vorstand das so beschlossen?

Damrau: Nein, wir haben damals Übungsleiter gesucht und es haben sich dann sofort unsere eigenen Spieler angeboten diese Aufgabe zu übernehmen. Es war für sie eine Selbstverständlichkeit unseren Nachwuchs zu trainieren. Aktuell sind bis auf meine Person alle Trainer-und Co-Trainer auch Spieler unserer Herren.

Die erste Männermannschaft spielt in der Kreisoberliga, wo soll es hingehen?

Damrau: Nachdem uns Marco in der vergangen Saison zur Winterpause mitgeteilt hat, dass er nicht mehr als Trainer zur Verfügung steht, waren wir gezwungen eine schnelle Lösung zu finden. Es ist mir damals leider nicht gelungen sofort einen Trainer für unsere Mannschaft zu finden. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, dass ich zusammen mit unseren beiden Spielern Benjamin Berndt und Florian Pinger diese Aufgabe in der Rückrunde übernehme. Somit hatte ich dann genügend Zeit mich um einen geeigneten Trainer zu kümmern.

Die gibt es inzwischen mit Sven Begunk. Eine nicht ganz unumstrittene Lösung in der Region. Wie ist der FSV zu diesem Trainer gekommen?

Damrau: Ich finde die Formulierung ,,eine nicht ganz unumstrittene Person,, nicht gut. Unbequem trifft es glaube ich eher. Mein Sohn hat in der Jugend des FC Anker gespielt, dort war Sven damals Trainer. Daher kennen wir uns schon lange. Dann habe ich mit ihm gesprochen.

Mit welchem Ergebnis?

Damrau: Er hat mir gesagt, welche Ansprüche er an die Mannschaft stellt und was er von mir erwartet. Dann waren wir uns schnell einig.

Wird er vom Verein für seine Arbeit bezahlt?

Damrau: Definitiv nicht. Auch wenn es so einige Gerüchte gibt. Der Trainer verdient beim FSV kein Geld. Dieses ist übrigens bei allen Trainern, Spielern und Vorstandsmitgliedern unseres Vereins auch so. Bei uns arbeiten alle ehrenamtlich.

Für manche Leute ist Sven Begunk eine unbequeme Person.

Damrau: Ich komme mit ihm sehr gut klar. Er mit mir auch. Sven hat klare Vorstellungen und stellt hohe Anforderungen an seine Mannschaft. Aus Gesprächen mit vielen unserer Spieler kann ich Ihnen aber versichern, dass alle Spieler der 1.Männermannschaft absolutes Vertrauen in seine Arbeit haben und gerne mit Ihm zusammenarbeiten. Ich habe absolutes Vertrauen in seine Arbeit und er erhält von mir volle Rückendeckung.

Das klingt nach einem straffen Trainingsplan. Wie hart war die Vorbereitung für die Spieler auf die aktuelle Saison?

Damrau: Die war ziemlich hart. Anfangs hatte ich auch etwas Bauchschmerzen, weil ich weiß was er verlangt. Aber es ziehen alle Spieler mit. Unsere Spieler merken am derzeitigen Leistungsstand, dass sich die schweißtreibende Vorbereitung auf alle Fälle gelohnt hat und jeder ist gewillt weiter an sich zu arbeiten.

Das klingt nicht nach Abstiegskampf für den FSV als Saisonziel?

Damrau: Wir haben eine junge Truppe. Unser Ziel ist es, unsere jungen Spieler und unsere drei Neuzugänge schnell zu integrieren. Das erfordert etwas Zeit, aber wir sind auf einem guten Weg.

Wir wollen versuchen oben dranzubleiben, um am Ende der Saison bei der Vergabe der Aufstiegsplätze ein Wörtchen mitzureden.

Interview von Michael Prochnow

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