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Neun Akteure sagen Tschüss FC 95

Schönberg Neun Akteure sagen Tschüss FC 95

Bastian Henning: Es war eine überragende Zeit in Schönberg – Rico Gladrow: Es war eine „geile Zeit“

Schönberg. Die erste Regionalliga-Saison des FC Schönberg ist Geschichte und damit auch das Engagement einiger Spieler bei den Maurinekickern. „Wir sind total stolz auf euch, auf das, was ihr heute abgeliefert habt, auf das, was ihr die ganze Saison gezeigt habt“, leitete Sven Wittfot, der sportliche Leiter, den „traurigen Teil“ der Saison-Abschlussfeier nach dem tollen Pokalauftritts gegen den FC Hansa (die OZ berichtete) ein. Wittfot und Vereinschef Wilfried Rohloff bedankten sich mit einer Bildkollage und Blumen im Namen des Vereins und der Fans bei Rico Gladrow, Bastian Henning, Nico Matern, Marcel Kunstmann, Kapitän Rainer Müller, Kristof Rönnau, Tim Frederik Vogel, Kai-Fabian Schulz und Joshua Gebissa.

Im letzten Spiel in Grün-Weiß gaben vor allem Marcel Kunstmann und Rico Gladrow noch einmal eine beeindruckende Visitenkarte ab. Besonders schwer aus Schönberger Sicht dürfte der Abschied von Rico Gladrow fallen. Der 25-Jährige war beim FC 95 neben Henry Haufe und Lukas Scherff der auffälligste Spieler in der Rückrunde, entschied sich nach nur einem Jahr beim FC Schönberg aber für einen Wechsel zu Eintracht Trier. Damit spielt Gladrow in der kommenden Saison dort, wo er mit den Grün-Weißen nach der knappen Niederlage gegen Hansa Rostock im Landespokalfinale nicht spielen könnte - im DFB-Pokal, denn Eintracht Trier hat nach einem 5:1 gegen Niederroßbach den Rheinlandpokal gewonnen. „Ich hoffe auf ein gutes Los“, so Gladrow, der von einer „geilen Zeit“ in Schönberg sprach. „Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt. Es war ein super Team. Jeder war für den anderen da. Das hat die Mannschaft ausgezeichnet.“

Kristof Rönnau wechselt beruflich zum Verbandsligisten Preußen Reinfeld, Kai-Fabian Schulz ebenfalls beruflich zum SV Todesfelde. Wo es Nico Matern nach nur einer Saison beim FC 95 hinzieht, ist offen. Joshua Gebissa wechselt zum Regionalligisten VfB Lübeck. Tim Frederik Vogel verlässt den FC 95 nach drei Jahren beruflich nach Homburg. „Auch wenn ich in der Rückrunde durch meine Verletzungen oft passen musste, es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit dieser Truppe. Auch, weil wir uns abseits des Platzes sehr gut verstanden haben“, so der 23-Jährige, der vor allem nach Siegen der „Einheizer“

beim Regionalligisten war. Der Fußball wird in Zukunft nicht mehr die Nummer eins sein für ihn. Er will bei Thyssen-Krupp ein sechsmonatiges Praktikum absolvieren und sich gleichzeitig seiner Bachelorarbeit zum Wirtschaftsingenieur widmen.

„Ich freue mich sehr, dass mich der Trainer nach Schönberg geholt hat und hoffe, dass ich mit meiner Leistung heute einiges zurückzahlen konnte“, so Marcel Kunstmann, für den die Zeit in Schönberg eine „besondere“ war. „Jeder gönnt dem anderen nur das Beste. Das ist außergewöhnlich“, so der 27-Jährige, den es der Liebe wegen nach Hannover zieht, auch wenn er gern beim FC Schönberg geblieben wäre. Kapitän Rainer Müller sagt nach drei Jahren Tschüss. „Das war schon eine sehr emotionale Sache hier in Schönberg - zum Trainer, zur Mannschaft, zum Verein. Das ist nicht unbedingt normal so ein enges Verhältnis“, erklärt Müller. Er habe „Freundschaften fürs Leben“ geschlossen. Während seiner Zeit in Schönberg hat der 30-Jährige seinen Master für Sportwissenschaften abgeschlossen, inzwischen sogar seinen Master für Spieleanalyse begonnen. Diese und seine Erfahrungen als Spieler will er künftig als Co-Trainer beim Regionalligisten TSG Neustrelitz nutzen. „Das ist eine Riesenchance für mich“, so Müller, der seine Fußballschuhe aber noch nicht endgültig an den Nagel hängen will. „Wenn Not am Mann ist, bin ich noch da.“

Wenn Stürmer Bastian Henning an seine vier Jahre bei den Grün-Weißen denkt, gerät er ins Schwärmen. „Eine überragende Zeit. Wir sind zweimal aufgestiegen. Ich habe viel Spaß gehabt, viele neue Freunde kennengelernt. Immer eine gute Beziehung zu den Trainern gehabt. Es war rundum eine schöne Zeit.“ Das Besondere aus seiner Sicht und ein Grund, weshalb der Verein in den vergangenen Jahren so erfolgreich war: „Weil sich alle so gut verstanden haben, sich jeder für den anderen den Hintern aufgerissen hat. Wir waren auch privat Freunde.“ Der 33-Jährige freut sich nach vier Jahren beim FC 95 auf viel Zeit mit seiner Familie. „Mein Sohn wird bald zwei. Er lernt von Tag zu Tag mehr Wörter. Es ist mir wichtig, dass ich in Zukunft einfach für ihn und für meine Familie da bin.“ Für Henning rückt der Fußball künftig also mehr in den Hintergrund. Ganz aufgeben möchte er das runde Leder aber noch nicht. Für welchen Verein er künftig aufläuft, ist aber noch unklar, sagt er.

so

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