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Riesenenttäuschung folgt toller Empfang

Schönberg Riesenenttäuschung folgt toller Empfang

Rund 70 Fans bereiten den Maurinekickern nach der Rückkehr aus Neustrelitz ein herzliches Willkommen im Palmberg-Stadion – Neun Spieler aus dem Team verabschiedet

Schönberg. Was für ein Spiel, was für ein Empfang, was für eine Stimmung. Trotz der unglücklichen 3:4-Niederlage gegen Drittligist FC Hansa Rostock ließen sich Fans und Spieler des FC Schönberg die Stimmung am Sonnabend nicht vermiesen. Die anfängliche Enttäuschung nach dem unglücklichen Elfmeterkrimi wich jeder Menge Stolz. Stolz, auf eine ganz starke Leistung, und darauf, dass die Mannschaft von Axel Rietentiet dem Favoriten Hansa Rostock Paroli bieten konnte, über weite Strecken sogar besser war. Die Stimmung im Mannschaftsbus auf der mehr als dreistündigen Rückfahrt von Neustrelitz nach Schönberg deshalb bestens. Die zum diesjährigen Kader gehörenden Spieler, ihre Frauen oder Lebensgefährtinnen, Trainer Axel Rietentiet, Co-Trainer Axel Giere, Vereinschef Wilfried Rohloff, Sportchef Sven Wittfot, die Betreuer stießen auf einen „fast genialen Tag“ an.

Als der Bus um 21.30 Uhr im Palmberg-Stadion ankam, ließen es sich gut 70 Fans nicht nehmen, ihr Team mit Sprechchören zu feiern. Auch die Spieler waren bestens drauf. Beim Aussteigen stimmte Tim Frederik Vogel „Uffta uffta tätärä“ an, tanzte zusammen mit anderen FC-Kickern vor dem Bus auf und ab und heizte die Stimmung immer wieder an. Die Lieblinge der Fans forderten ihre Anhänger anschließend auf, sich auf den Boden zu setzen, um gemeinsam ein Lied anzustimmen. Wahre Gänsehautatmosphäre abends um halb zehn im Palmberg-Stadion nach dem so knapp verlorenen Endspiel. Auf Wunsch der Spieler hielt Trainer Axel Rietentiet eine Ansprache. Der 46-Jährige war allerdings kaum zu verstehen, seine Stimme nach der Party im Bus angekratzt. „Ihr wisst warum: Weil das heute eine geile Leistung war, weil die ganze Saison einfach nur fantastisch war. Eine super Saison für den FC Schönberg“, so Rietentiet. Langanhaltender Applaus von den Grün-Weißen Anhängern, bevor Rietentiet weiter sprechen konnte. „Es hat einfach nur Spaß gemacht heute. Das war überragend, sensationell, auch wenn wir uns dafür nichts kaufen können. Es hat zwar leider nicht gereicht, aber wir sind die Sieger der Herzen“, sprach Rietentiet das aus, was viele Zuschauer im Neustrelitzer Parkstadion empfunden hatten. Die 70 Anhänger und Spieler klatschten lautstark, riefen immer wieder „Riete, Riete“ und feierten ihren Coach. Er und Sportchef Sven Wittfot sind die Väter der erfolgreichen Saison mit dem frühzeitigen Klassenerhalt und dem nur ganz knapp verlorenen Landespokalendspiel.

Bei Bier und Bratwurst geriet im Palmberg-Stadion sogar das Champions-League-Finale in den Hintergrund. Bis spät in die Nacht tanzten und feierten Spieler und Fans. Unter den Gästen war auch Schönbergs Bürgermeister Lutz Götze. Er wäre selbst gerne mit nach Neustrelitz gefahren, um den Maurinekickern die Daumen zu drücken, war allerdings wegen einer Jugendweihefeier verhindert. Götze ließ es sich aber nicht nehmen, den Auftritt der Grün-Weißen im Fernsehen zu verfolgen, und am späten Abend die Kicker im Palmberg-Stadion mit in Empfang zu nehmen. „Eine grandiosere Leistung als die heute kann es nicht geben“, sprach Götze in Superlativen. „Deshalb bin ich hier, um dem Trainer und dem Verein meinen Dank auszudrücken. Der FC Schönberg 95 ist so ein toller Verein, der kann sich wirklich sehen lassen. Viele, vielen Dank. Das war heute ganz tolle Werbung für unsere Stadt“, stieß Götze mit Trainern, Spielern und Fans an. Zu später Stunde zog dann aber auch ein wenig Wehmut ins Schönberger Sportlerheim ein, als der Verein offiziell Rico Gladrow, Bastian Henning, Nico Matern, Marcel Kunstmann, Kapitän Rainer Müller, Kristof Rönnau, Tim Frederik Vogel, Kai-Fabian Schulz und Joshua Gebissa, die den Verein im Sommer verlassen werden, verabschiedete.

Steffen Oldörp

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