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TSG-Damen kommen mit einem blauen Auge davon

Wismar TSG-Damen kommen mit einem blauen Auge davon

Wismars Drittliga-Handballerinnen laufen über 50 Minuten einem Rückstand hinterher und trennen sich nach einem nervenaufreibenden Spiel vom MTV Altlandsberg 26:26.

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54 Minuten mussten Johanna Brinkies (links im Hintergrund Svea Pinkohs) und ihre Kolleginnen einem Rückstand hinterher laufen. Am Ende reichte es aber zumindest noch für einen Punkt.

Quelle: Ronald Groß

Wismar. „Wir wollen nach der Weihnachtspause sofort wieder präsent sein und unsere hervorragende Ausgangsposition nutzen, um weiter ober dran zu bleiben”, hatte Ronald Frank, der Trainer der Wismarer Drittligahandballerinnen, vor dem Start in die Rückrunde am Sonnabend gegen den MTV Altlandsberg aber auch davor gewarnt, den Gegner rein vom Tabellenstand zu bewerten. Und er sollte recht behalten. Nur um Haaresbreite konnten seine Schützlinge die erste Saisonniederlage gerade noch abwenden und trennten sich vom MTV, der schon im November mit dem Sieg in Kropp-Tetenhusen für einen Überraschungscoup gesorgt hatte, am Ende 26:26. „Es war wohl das nervenaufreibendsten Spiel der bisherigen Saison überhaupt“, so TSG-Manager Klaus-Dieter Soldat. Immer wieder brachten die knapp 800 Zuschauer, darunter auch ein Dutzend lautstarker Fans aus Altlandsberg, die Halle zum Beben. Und eigentlich hatte alles nach Wunsch für die Gastgeberinnen begonnen. Svea Pinkohs, am Ende mit zehn Treffern beste TSG-Werferin sorgte mit zwei Treffern für eine 2:0-Führung der TSG. Doch ab der vierten Minuten (2:3) mussten die TSG-Damen dann bis zur Schlussminute einem Rückstand hinterher laufen. Bis zur Pause gelangen den Gastgeberinnen lediglich elf Tore, neuer Saison-Minusrekord im wohl schwächsten ersten TSG-Durchgang in dieser Saison.

Kurz nach Wiederbeginn zogen die Gäste dann sogar auf vier Tore (17:13) davon. Doch die Frank-Schützlinge kämpften verbissen gegen die drohende Heimpleite. Mehrfach standen sie kurz vor dem Ausgleich, doch der wollte einfach nicht fallen. Erinnerungen an das Hinspiel wurden wach, als der MTV in der 56. Minute, wie vor zwei Tagen 22:21 führte und die TSG am Ende noch 24:23 gewann. Zwei Minuten vor Schluss nahm Frank, der wenig später von den Schiedsrichters noch eine Verwarnung kassierte, beim Stand von 24:26 eine Auszeit, ging nun volles Risiko, stellte auf ein offenes 3:3-System um und sollte Erfolg haben. Svea Pinkohs brachte ihre Mannschaft auf 25:26 heran, bevor dann Mareen Tegler knappe 60 Sekunden vor Ultimo doch noch für ein zumindest kleines Happyend aus Sicht der Gastgeberinnen sorgte. Beinahe hätte es sogar noch zum Sieg gereicht, denn zwölf Sekunden vor Schluss scheiterte Pinkohs noch einmal an der glänzenden MTV-Torfrau. „Wir sind glücklich, dass wir die drohende Niederlage noch abwenden konnten“, so Manager Soldat.

Kommenden Sonnabend reist die TSG (23:3 Punkte), begleitet von mindestens einem ausgebuchten Fanbus, zum Spitzenspiel zum Tabellenvierten HSG Kropp-Tetenhusen (22:6). Anwurf ist dann um 19.30 Uhr (Hinspiel:26:26).

Die Statistik
TSG Wismar: Steiner, Borkowski, Durdic 3, Brinkies 3, Kriegsmann, Tegler 5, Passow 2, Blum, Dürl, Pinkohs 10/2, Vujica, Topp 1, Erdmann 2
Siebenmeter: TSG: 2/2, MTV: 1/1
Strafminuten: TSG: 8, MTV: 8
Spielfilm: 2:0 (2.), 2:4 (9.), 4:5 (14.), 5:6 (18.), 7:9 (24.), 11:13 (30.), 14:18 (37.), 18:21 (45.), 20:23 (50.), 24:26 (56.), 26:26 (58.)

 



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