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TSG-Damen quälen sich zum Sieg gegen Schlusslicht Heidmark

Wismar TSG-Damen quälen sich zum Sieg gegen Schlusslicht Heidmark

Trainer Jörn Harder nach dem 32:28-Heimerfolg: „Zufrieden können wir heute nur mit dem Ergebnis sein“.

Wismar. Trotz einer äußerst schwachen Vorstellung feierten die Drittligahandballerinnen der TSG Wismar am Sonnabend in eigner Halle einen wichtigen Erfolg gegen die HSG Heidmark. Nach unnötig spannenden 60 Minuten setzte sich die TSG vor 470 Besuchern mit 32:28 (17:15) gegen den punktlosen Tabellenletzten durch und hat damit vorerst die Abstiegsränge wieder verlassen.

Ein Blick auf die Tabelle und die letzten Ergebnisse der Gäste ließ im Vorfeld in Wismar eine gewisse Erwartungshaltung entstehen, die das Team um Trainer Jörn Harder leider zu keinem Zeitpunkt des Spiel erfüllen konnte. Wer geglaubt hatte, die Wismarerinnen würden sich gegen das sieglose Schlusslicht den Frust von der Seele werfen und einen ähnlichen Kantersieg einfahren, wie es die Abstiegskonkurrenten Minden und Travemünde zuvor getan hatten, der sah sich schon nach wenigen Minuten getäuscht. Statt sich von der TSG überrumpeln zu lassen, zog Heidmark konsequent sein Spiel durch und wurde dabei von der sehr defensiv eingestellten 6:0-Deckung der Wismarerinnen unterstützt.

Statt auf schnelle Ballgewinne und Konter zu setzen, ließ der Wismarer Deckungsverbund die HSG-Damen gewähren und kassierte so innerhalb der ersten 30 Minuten fast genauso viele Gegentore, wie im gesamten Hinspiel. Keine Absprachen, kein Zusammenrücken - die Abwehr der Gastgeberinnen war ein Trauerspiel. Glücklicherweise klappte es im Angriff zumindest phasenweise ganz ordentlich. Von geordnetem Spiel oder gar vorbereiteten Spielzügen war zwar über weite Strecken der Partie nicht viel zu sehen, gegen Heidmark reichte aber auch das sehr durchschaubare Angriffsspiel zu einer knappen Pausenführung.

Im zweiten Abschnitt sah es zunächst so aus, als sollten die Hansestädterinnen die Partie besser in den Griff bekommen. Bis auf 20:16 (35.) bauten sie ihre Führung aus, um diese dann aber innerhalb von nur vier Minuten zu verspielen. Spätestens nach dem 20:20-Ausgleich wurde klar, dass die Begegnung keinesfalls zu einem Selbstläufer wird, wie von vielen im Vorfeld vermutet. Ganz im Gegenteil:

Heidmark witterte jetzt seine Chance und wurde stärker, während die Verunsicherung auf Wismarer Seite wuchs. Beim 21:22 (41.) lagen die Gäste plötzlich in Führung, während bei der TSG weiter jedwedes taktisches Konzept vermisst wurde. Glücklicherweise stellte sich mit Heidmark nur der abgeschlagene Tabellenletzte in der Wismarer Sporthalle vor, so dass sie zahlreichen Wismarer Unzulänglichkeiten nur bis zum 24:24 (48.) Konsequenzen hatten. Im Anschluss zeigten die Gastgeberinnen zumindest so etwas wie Siegeswillen. Mit einigen wenigen gelungenen Aktionen raubten sie Heidmark die letzten Hoffnungen auf einen Punktgewinn und setzten sich am Ende zwar verdient aber absolut glanzlos durch. „Zufrieden können wir heute nur mit dem Ergebnis sein“, analysierte ein wenig zufrieden wirkenden Trainer Jörn Harder. mn

TSG Wismar: Steiner, Borkowski, Schultz - Krohn, Kriegsmann 1, Tegler 3, Martin 2, Dürl 5, Pinkohs 7/4, Powierski 4, Lück, Erdmann 8, Wieck 2

Siebenmeter: Wismar 5/4, Heidmark 3/2

Strafminuten: Wismar 8, Heidmark 6

Nächster Spieltag: 18.2., 17.00: TSV Nord Harrislee–TSG Wismar

OZ

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