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TSG-Manager Soldat tritt von allen Ämtern zurück

Wismar TSG-Manager Soldat tritt von allen Ämtern zurück

Wismarer Handball-Verein verändert Strukturen / Neue Spielerinnen verpflichtet

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TSG-Manager und Geschäftsführer Klaus-Dieter Soldat in der Geschäftsstelle des Vereins. In diesen Tagen führt er viele Gespräche.

Quelle: Foto: Peter Preuss

Wismar. Der Manager und Geschäftsführer der TSG Wismar, Klaus-Dieter Soldat (64), hat seinen Rücktritt von allen Ämtern des Vereins und des Deutschen Handballverbandes angekündigt. „Ab 1. Juli bin ich nicht mehr Manager der Handballfrauen und ab 1. Januar 2018 auch nicht mehr der Geschäftsführer unseres Vereins“, so Soldat gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG. Er verschwieg nicht, dass seine Rücktritte in erster Linie mit dem Abstieg der Handballfrauen aus der dritten Liga zu tun haben. „Der Abstieg schmerzt mich immer noch. Verdaut habe ich das noch nicht. Für diesen Misserfolg übernehme ich die volle Verantwortung. Das habe ich der Mannschaft auch so offen gesagt“, so Klaus-Dieter Soldat.

Er steht seit 1992 an der Spitze des Traditionsvereins, der knapp 700 Mitgliedern eine sportliche Heimat bietet. Soldat hat alle Höhen und Tiefen miterlebt, vom Aufstieg der TSG-Handballfrauen in die erste Bundesliga bis hin zum Abstieg in die Oberliga Ostsee- Spree. „Ich habe Fehler gemacht und dazu stehe ich auch“, gibt der 64-Jährige ehrlich zu, der seit 49 Jahren dem Handballsport, damals als Aktiver und bis heute als Funktionär, zur Verfügung stand.

Nach dem Abstieg der Wismarer TSG-Handballfrauen aus der dritten Liga haben es schon die Spatzen von den Dächern gepfiffen, dass der Traditionsverein eine kritische Analyse vornehmen und Schlussfolgerungen ziehen wird. Inzwischen haben Vorstand und Präsidium getagt und über Strukturen im Verein nachgedacht und beschlossen. So soll die Abteilung Handball neu strukturiert werden.

Federführend dabei ist Jens Hinrichs, Bauunternehmer und Mitglied des TSG-Präsidiums. „Wir wollen einen Vereinssportlehrer einstellen, der sich um die beiden Frauenmannschaften und die Nachwuchsteams kümmern soll“, so der TSG-Geschäftsführer. Die Handballer sind mit 300 Mitgliedern die größte Abteilung des Vereins. Einen Namen wollte er noch nicht preisgeben. Soldat bestätigte aber, dass Jörn Harder und Maryna Bratenkova auch künftig das Trainerduo für die erste Frauenmannschaft bilden werden. „Mit ihnen wollen wir den Neustart in der Oberliga Ostsee-Spree starten“, so Soldat. „Unser Ziel ist es natürlich, oben mitzuspielen“, verrät der TSG-Manager. Doch das Wort Aufstieg nimmt er nicht in den Mund. „Wir müssen uns an die neuen Gegebenheiten erst gewöhnen. Beispielsweise spielen wir neun Mal in Berlin. In den Sporthallen der Hauptstadt gibt es für die Ligen unterhalb der dritten Liga ein Haftmittelverbot. Das heißt, unsere Frauen müssen mit und ohne Haftmittel ihr Training absolvieren. Das ist eine enorme Umstellung“, meint Klaus-Dieter Soldat. Doch es gibt auch was Positives zu vermelden: Mit Eleni Evangelidou ist die erste Neuverpflichtung unter Dach und Fach. Die Rückraum-Spielerin kommt vom Drittliga-Aufsteiger Grün-Weiß Schwerin. Mit zwei weiteren Spielerinnen aus der Landeshauptstadt ist die TSG im Gespräch. Und mit einer Handballerin aus Mazedonien sind sich die TSG-Verantwortlichen bereits einig. Hier muss der Transfer noch international geklärt werden. Insgesamt 14 Spielerinnen soll der Kader der ersten Frauenmannschaft umfassen.

Heimspiele

Der Spielplan für die Handball- Oberliga Ostsee-Spree steht. Die Frauen der TSG Wismar bestreiten als Absteiger der 3. Liga folgende Heimspiele:

16. September: TSG Wismar - TSV Rudow (Berlin)

7. Oktober: TSG Wismar - HSG Neuköln (Berlin) 21. Oktober: TSG Wismar - Grün-Weiß Werder (Brandenburg) 11. November: TSG Wismar - Berliner TSC 9. Dezember: TSG Wismar - Pfeffersport e. V. (Berlin) 20. Januar 2018: TSG Wismar - SG OSF Berlin 21. Januar: TSG Wismar - HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (Berlin) 12. Februar: TSG Wismar - Rostocker HC 3. März: TSG Wismar - VfV Spandau 14. April: TSG Wismar - Füchse Berlin Reinickendorf II 5. Mai: TSG Wismar - BFC Preussen

Peter Preuß

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