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Trotz Niederlage Klassenerhalt drei Spiele vor Schluss perfekt

Leipzig Trotz Niederlage Klassenerhalt drei Spiele vor Schluss perfekt

Maurinekicker verlieren Auswärtsspiel bei RB Leipzig II 1:2 — Torhüter Gabor Ruhr gibt nach 699 Tagen Comeback bei den Schönbergern — Torschütze Bastian Henning

Leipzig. Der FC Schönberg verlor sein vorletztes Auswärtsspiel der Saison bei RB Leipzig II zwar mit 1:2, machte dennoch drei Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt perfekt.

Da seit Sonnabend feststeht, dass aus der dritten Liga maximal ein Ostverein absteigen kann (Energie Cottbus), gibt es in der Regionalliga Nordost maximal drei Absteiger, wenn der Meister den Aufstieg in die 3. Liga schafft, sogar nur zwei. Drei Spieltage vor dem Ende hat der FC Schönberg uneinholbare zehn Punkte Vorsprung vor dem Drittletzten.

Nach einem ausgeglichenen Beginn hatten die Gastgeber in Makranstädt mehr von der Partie. Schönberg ließ zunächst jedoch kaum Chancen zu, stand hinten kompakt und machte die Räume eng. Die erste und einzige Chance für die Gäste aus Nordwestmecklenburg hatte Marcel Kunstmann in der 21. Minute. Sein Schuss aus 25 Metern von halbrechter Position ging knapp links am Tor vorbei. Zwei Minuten später hatten die Grün-Weißen Glück, als Leipzigs John-Patrick Strauss nur die Latte traf. In der 33. Minute konnten dann Tom Schulz und Daniel Halke gerade noch einen Rückstand verhindern. Große Aufregung dann in der 36. Minute. Schiedsrichter Felix-Benjamin Schwermer zeigte auf den Elfmeterpunkt. Schönbergs Abwehrchef Daniel Halke soll Leipzigs Hierländer gefoult haben. Für Halke eine glatte Fehlentscheidung. Er beschwerte sich lautstark beim Unparteiischen, bekam dafür die gelbe Karte. Nicht die einzige zweifelhafte Entscheidung des Unparteiischen, die auf seiten der Gäste für Unmut sorgte. Gleich dreimal blieb den Schönbergern im Verlauf der Partie zum Beispiel ein Elfmeterpfiff versagt.

Den fälligen Elfmeter für RB übrigens verwandelte Hierländer zur Leipziger Führung. Mit Beginn der zweiten Halbzeit spielte Schönberg deutlich aggressiver. Die erste Möglichkeit hatte Henry Haufe in der 52. Minute. Nach einem Freistoß von Rico Gladrow strich Haufes Kopfball mit dem Hinterkopf knapp am rechten Pfosten vorbei. Acht Minuten später kamen die Schönberger erneut in Tornähe. Diesmal zog Marcus Steinwarth nach einer Flanke von Gladrow ab. Seinen Schuss ließ Leipzigs Torwart Benjamin Bellot abprallen. Beim Nachschuss kam der eingewechselte Gordon Grotkopp einen Schritt zu spät.

In Schönbergs Druckphase hinein erzielten die Gastgeber nach 63 Minuten mit dem 2:0 die Vorentscheidung. Wieder war es Hierländer, der diesmal ins linke Eck traf. Die Nordwestmecklenburger steckten aber nicht auf. In der 75. Minute passte Maximilian Rausch zu Joshua Gebissa, der im Eins gegen Eins an Bellot scheiterte. In der 91. Minute konnte der Aufsteiger verkürzen. Nach Pass von Anton Müller traf der eingewechselte Bastian Henning per Kopf zum 1:2. Doch der Anschlusstreffer fiel zu spät.

Ein besonderes Spiel war die Partie für Gabor Ruhr. Der 27-Jährige gab nach 699 Tagen sein Comeback bei den Grün-Weißen. Grund dafür ist eine Verletzung von Jörg Hahnel. Schönbergs Nummer eins hatte sich unter der Woche eine Fußverletzung zugezogen, musste deshalb passen. Ruhr stand das erste Mal seit dem 1. Juni 2014 beim 3:0 in der Oberliga gegen Hürtürkel Berlin wieder im Kasten der Maurinekicker. „Er hat seine Sache richtig gut gemacht“, freute sich Trainer Axel Rietentiet gemeinsam mit der Mannschaft nicht nur über Gabor Ruhrs Leistung, sondern auch über die Leistung nach der Pause und den vorzeitig perfekt gemachten Klassenerhalt trotz dieser Niederlage. „Das ist einfach nur toll, was die Mannschaft in dieser Saison leistet und sich schon drei Spieltage vor Schluss mit dem Klassenerhalt belohnt. Zudem steht sie ja auch noch im Landespokalfinale“, strahlte auch Vereinschef Wilfried Rohloff und bedankte sich bei allen, die dazu ihren Beitrag geleistet haben, insbesondere bei den Sponsoren für ihre tolle Unterstützung.

Der gebürtige Lübecker Gabor Ruhr, der bis Sommer noch in der Spielanalyseabteilung beim 1. FC Köln arbeitet, hatte sich im März entschieden, seinem Ex-Verein aus der Patsche zu helfen. Nachdem sich mit Denis Klassen (Kreuzbandriss) und Alexander Langer (Kahnbeinbruch an der linken Hand) beide Ersatzkeeper schwer verletzt hatten.

Von so/tg

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