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„Zumindest einen Punkt hätten sich die Jungs verdient gehabt“

Schönberg „Zumindest einen Punkt hätten sich die Jungs verdient gehabt“

Enttäuschung nicht nur bei Trainer Rietentiet – FC Schönberg bietet Favorit Viktoria Berlin die Stirn, muss sich aber nach einer zweimaligen Führung 2:4 geschlagen geben

Schönberg. „Wir haben 70 Minuten ein Klassespiel gegen eine der besten Mannschaften der Liga gemacht und dann das Spiel zu einfach hergeschenkt“, schlugen gestern nach der 2:4-Niederlage des FC Schönberg gegen Viktoria Berlin zwei Herzen in einer Brust bei Trainer Axel Rietentiet. Auf der einen Seite freute er sich über die Leistung seiner Mannschaft, auf der anderen saß der Stachel der Enttäuschung, wie bei seinen Spielern schon tief, zumal sie eine zweimalige Führung aus der Hand gegeben hatten. Sein Gegenüber Ersan Parlatan war sichtlich erleichtert. „Wir wussten, wie schwer es hier in Schönberg werden würde“, erinnerte er daran, dass hier in dieser Saison mit dem BAK, Wacker Nordhausen und Energie Cottbus schon drei „Schwergewichte der Liga“

strauchelten und mit leeren Händen die Heimreise antreten mussten. „Deshalb ist der Sieg um so schöner, auch wenn wir in den ersten 30 Minuten ganz schlecht verteidigt haben“, meinte Parlatan. Wie ernst man auf Seiten der Viktorianer die Schönberger im Vorfeld genommen hat, beweist auch die Tatsache, dass die Mannschaft schon am Sonnabend angereist ist und in Lübeck übernachtet hat.

Nach einem ersten Warnschuss nach knapp 60 Sekunden von Skoda, der aus spitzem Winkel Torhüter Hahnel prüft, die erste große Chance für die Gastgeber in der 10. Minute. Einen Einwurf von Anton Müller verlängert Leon Dippert per Kopf zum völlig freistehenden Henry Haufe, der aber aus gut elf Metern an Schlussmann Kühn scheitert. Zwei Minuten später das 1:0. Eric Birkholz, der sein Startelf-Debüt gab und ein sehr gutes Spiel machte, schickt Lukas Scherff auf die Reise. Dessen genaue Eingabe musste Marcel Rausch nur noch einschieben. Doch die Ausgleich folgt auf dem Fuß. Benyamina (14.) köpfte eine Flanke von Ergirdi freistehend zum 1:1 ein. Und der muntere offene Schlagabtausch ging weiter, zumal beide mit offenem Visier spielten. In der 22. Minute dringt Lukas Scherff in den Viktoria-Strafraum ein. Gleich mehrere Berliner können ihn nicht stoppen. Als er gerade mit dem rechten Fuß abschließen will, stolpert er , doch Henry Haufe steht goldrichtig und hämmert das Leder zum 2:1 in die Maschen. Sowohl für Rausch als auch für Haufe war es übrigens das erste Saisontor in der Regionalliga.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit versuchen die Gäste den Druck zu erhöhen, Schönberg lauert auf Konter. In der 66. Minute steckt dann Benyamina für Glodi Zingu durch, der sich diese Chancen nicht entgehen lässt und zum 2:2 ausgleicht. Vier Minuten später eine strittige Aktion, als Haufe im Strafraum eine Flanke volley nimmt, aber ein Berliner voll drüber hält und der Schiedsrichter weiter spielen lässt. In der 73. Minute haben die Zuschauer dann den Torschrei schon auf den Lippen, doch ein Schuss von Haufe von der Strafraumgrenze streicht Zentimeter am Tor vorbei. Der eingewechselte Hofmann dribbelt dann in der 77. Minute durch das Mittelfeld, bringt Skoda in Position, der zum 2:3 für die Gäste vollendet. Kurz danach trifft Reher mit einem Kunstschuss die Unterkante der Latte.

Trainer Rietentiet geht nun volles Risiko. Er löst die Viererkette auf und bringt mit Adnan Asildas noch einen weiteren Stürmer. Fünf Minuten später die Entscheidung. Nach einem kapitalen Fehler von Marcus Steinwarth im eigenen Strafraum sagt Yilmaz danke und trifft zum 2:4. Damit war die Moral der Gastgeber dann endgültig gebrochen. „Für uns ist das schon bitter. Zumindest einen Punkt hätten sich die Jungs verdient“, so Axel Rietentiet, der aber auch „viel Gutes gesehen hat“, wie zum Beispiel das Startelf-Debüt von Eric Birkholz nach langer Verletzung. Zudem feierte Fabian Istefo nach zehnwöchiger Verletzungspause sein 20-minütiges Comeback im Palmberg-Stadion, im dem sich die Maurinekicker bis zu Winterpause noch dreimal ihren Fans zeigen werden. Nach den fünf „Großen“ folgen nun drei so genannte „Sechs-Punktespiele“ um den Klassenerhalt, am 30. Oktober gegen Meuselwitz, am 19. November gegen Bautzen und am 4. Dezember gegen Fürstenwalde.

Thomas Groth

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