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Grevesmühlen Lindal-Gruppe wächst in Schönberg
Mecklenburg Grevesmühlen Lindal-Gruppe wächst in Schönberg
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18:40 15.10.2018
Werksleiter Dirk Kleinwächter (r.) erläutert Michael Heinze (M.) und Lutz Heber vom Verein "Badeteich Schönberg" das Produktportfolio des Unternehmens Lindal. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

 Wer auf eine Spraydose drückt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Produkt der Lindal-Group in der Hand. Die Unternehmensgruppe entwickelte sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu einem der globalen Marktführer im Bereich der Aerosoltechnologie. Ihr wichtigster Standort ist Schönberg. 100 Mitarbeiter beschäftigte die Lindal Dispenser GmbH nach ihrem Einzug in ein neues Werk Anfang 2007. Jetzt sind dort 210 Frauen und Männer tätig. Werksleiter Dirk Kleinwächter kündigt an: „Wir wachsen weiter.“

Seit 2007 ist Schönberg ein Standort von Lindal. In den Neubau und Technik investierte das Unternehmen 20 Millionen Euro. Quelle: Jürgen Lenz

In Schönberg zeigt die Lindal-Gruppe trotz weltweiter Ausrichtung auch einen Bezug zur Region – wie jetzt mit einer 2500-Euro-Spende an den Verein „Badeteich Schönberg“. Dirk Kleinwächter erklärt das Engagement: „Wir möchten als in Schönberg ansässiges Unternehmen etwas Gemeinnütziges für die Stadt und ihre Einwohner leisten.“ Lindal wolle in Schönberg nicht nur Verantwortung für die Mitarbeiter übernehmen, sondern auch für die Region. Um das gezielt tun zu können, wurden Mitarbeiter gefragt, wer Empfänger einer Spende sein sollte. Dirk Kleinwächter berichtet über das Ergebnis: „Der Schönberger Badeteich liegt vielen sehr am Herzen.“ In dieser Saison zählte der Verein 9500 Besucher – mehr als je zuvor. Die meisten Gäste sind Kinder.

Global Player der Aerosolindustrie

Über 2,2 Milliarden Aerosolventile produziert die Lindal-Group pro Jahr. Sie betreibt zwölf Werke in elf Ländern und stellt auch Maschinen zur Produktion her.

Das größte Werkbefindet sich in Schönberg, das Entwicklungszentrum in Frankreich. Die Familie Lilienthal gründete das Unternehmen 1959 als Lizenznehmer der US-amerikanischen Newman-Green Inc. mit Sitz in Hamburg. 1980 wurde das Lizenzabkommen beendet und Lindal ein eigenständiges Unternehmen.

Bei der Unterstützung des Badeteich-Vereins sieht Dirk Kleinwächter eine Win-Win-Situation. Er erklärt: „Für uns als wachsendes Unternehmen sind immer Standortfaktoren wichtig. Wenn wir Mitarbeiter für uns gewinnen wollen, dann spielen auch die Freizeitangebote eine Rolle, die Schönberg und Umgebung bieten.“ Der Sprühkopfhersteller will in Schönberg weiter neue Jobs schaffen. Der Werksleiter sagt: „Wir suchen qualifizierte Mitarbeiter quer durch alle Berufsgruppen.“

Beschäftigte und Werksleitung freuen sich nach Dirk Kleinwächters Auskunft, einen finanziellen Beitrag zum Erhalt und Betrieb des Naturbades zu leisten. Freude löst die 2500-Euro-Spende auch bei den Mitgliedern des Vereins aus. Zur Übergabe im Werksgebäude von Lindal erschienen der Vorsitzende Michael Heinze, Schatzmeister Lutz Heber und Hausmeister Fred Hauser. Michael Heinze erklärte, dass die Unterstützung einiger Unternehmen und der Stadt es dem Verein ermögliche, den Betrieb des Naturbades am Laufen zu halten. Die 2500 Euro von Lindal werden nach Michael Heinzes Auskunft „für die weitere Deckung der laufenden Kosten sowie kleinere Instandsetzungen im Bad eingesetzt.“ Für den Verein sei es wichtig, dass gerade eine einheimische Firma das Naturbad unterstützt. Michael Heinze wies anlässlich der Spendenübergabe darauf hin, dass Firmen auch die Möglichkeit haben, auf dem Gelände des Naturbads Werbung zu machen.

Für Lindal ist es nicht die erste Spende in Schönberg. Ebenfalls bedacht wurden der Förderverein der freiwilligen Feuerwehr und der „Stiftungsfonds Schönberger Musiksommer“.

Jürgen Lenz

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