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Grevesmühlen St. Nikolai: Gerüste werden bald abgebaut
Mecklenburg Grevesmühlen St. Nikolai: Gerüste werden bald abgebaut
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00:00 27.06.2017

Zwei Jahre haben sie gedauert, nun stehen die Restaurierungsarbeiten an der Kirche St. Nikolai kurz vor dem Abschluss. Turm, Gewölbe, tragende Deckenkonstruktionen – Maurer, Zimmerer, Maler – die Gewerke hatten einiges zu tun.

Abgesaugt, geschlemmt, neu verfugt und mit neuen Ziegeln versehen – die Gewölbe im Südschiff von St. Nikolai. Quelle: Foto: N. Buchmann
„„Solche Arbeiten wie die an St. Nikolai sind immer etwas Besonderes für unsere Mitarbeiter.“ Martin Uhle, Bauleiter Bauunion Wismar

Allein zwölf der 56 Gewölbe des gewaltigen spätgotischen Sakralbaus waren derart geschädigt, dass sie auf einem Flächenplan in den Händen von Projektleiter Kristian Fleischhack knallrot markiert waren – „Schadenskategorie A“, was soviel bedeutet wie sofortiges Handeln ist notwendig. Zahlreiche Risse hatten die Gewölbe durchzogen, Fugen waren zentimetertief herausgebröckelt – Salz und Feuchtigkeit hatten den Steinen zugesetzt. „Als wir darauf gestanden haben, hat es richtig gewackelt“, erzählt Martin Uhle, der zuständige Bauleiter der Wismarer Bauunion. Eine ganze Woche arbeiten drei Männer seines Teams an einer solchen Gewölbekappe.

Parallel zu den Arbeiten der Maurer und Zimmerer wurden auch die Malereien an den Gewölben gesichert. Auch sie waren laut Fleischhack stark beschädigt. Ende des 19. Jahrhunderts übermalt, beließen es die damaligen Maler größtenteils bei den Original-Motiven und Farben aus der Bauzeit von St. Nikolai im 15. Jahrhundert.

Ähnlich originalgetreu stellten die Handwerker beispielsweise Ziegel und Mörtel her, mit denen die Schäden am Turm behoben wurden. Auch die zum Teil noch schmiedeeisernen Anker, die das Turmgemäuer zusammen halten, sind erneuert worden. Die letzte große Sanierung in St. Nikolai datiert vom Ende des 19. Jahrhunderts.

„Der Reparaturstau war also riesig“, sagt Fleischhack. Doch längst sind nicht alle Schäden behoben. Für weitere Gewölbe im Mittelschiff werden demnächst Anträge gestellt.

Rüttelarbeiten und Fahrzeugverkehr führten beispielsweise an den Außensockeln zu größeren Rissen. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) aber dämpft die Erwartungen. „Wir haben auch in St. Georgen noch einiges zu tun und müssen abwägen, in welcher Reihenfolge wir die Projekte finanzieren können.“

Insgesamt 1,3 Millionen Euro sind in den vergangenen zwei Jahren in die Sanierung von St. Nikolai geflossen. 800 000 Euro steuerte der Bund bei, 533 000 Euro brachte die Kirchengemeinde als Eigenmittel auf.

Nicole Buchmann

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