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Grevesmühlen Palmbergstadion soll fit gemacht werden
Mecklenburg Grevesmühlen Palmbergstadion soll fit gemacht werden
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11:41 08.11.2018
Eine Laufbahn umschließt den Fußballplatz des Palmbergstadions. Das Gelände gehört der Stadt Schönberg. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

Knapp 1,2 Millionen Euro: Das soll die Erneuerung von Sportanlagen im Palmbergstadion kosten. Neu hergestellt werden nach den Plänen eines Grevesmühlener Ingenieurbüros die Laufbahn, die Weit- und Dreisprunganlage, die Hochsprunganlage, das Volleyballfeld und die Kugelstoßanlage. Erklärtes Ziel der Stadt Schönberg ist nach Angaben des Bürgermeisters Lutz Götze (SPD-Fraktion): „Wir wollen wieder ein ordentliches Niveau für den Schulsport und Vereinssport gewährleisten.“

In den vergangenen Jahren gab es bei den Sportanlagen im Palmbergstadion teils gravierende Mängel. Die Weitsprunggrube und der Kugelstoßring mussten im vorigen Jahr sogar gesperrt werden – aus Sicherheitsgründen. Ein Gutachter der Unfallkasse warnte, Kinder könnten sich verletzen. Aber auch Lehrer und Eltern kritisierten die Mängel. Die gravierendsten hat die Stadt mittlerweile mit Unterstützung des FC Schönberg 95 behoben. Damit gibt sich der Bürgermeister aber nicht zufrieden: „Das ist ein Minimum. Das Notwendigste wurde gemacht.“ Es gebe weiterhin einen Nachholbedarf.

Schüler laufen im Palmbergstadion in Schönberg. Quelle: Jürgen Lenz

Der FC Schönberg kümmert um den Fußballplatz im Palmbergstadion, um die Tribüne, das Sportlerheim und viele Nebenanlagen. Auch unterstützt der Verein die Stadt, wenn es um die regelmäßige Instandhaltung von Anlagen geht, die vor allem für den Schulsport gedacht sind. Für die geplante Sanierung ist jedoch die Stadt zuständig, denn sie ist die Eigentümerin des Geländes. Sport treiben dort allerdings nicht nur Kinder, die im städtischen Schulgebäude in der Amtsstraße unterrichtet werden, sondern auch Schüler des kreiseigenen Ernst-Barlach-Gymnasiums, der ebenfalls kreiseigenen Förderschule „Anne Frank“ und der Evangelischen Inklusiven Schule „An der Maurine“, die sich in der Trägerschaft des Diakoniewerks befindet. Außerdem trainiert die Leichtathletiksparte der TSG im Stadion.

1846 legten Schüler einen Sportplatz an dem Weg an, der von der Lübecker Straße in Schönberg in Richtung Rupensdorf führte. Die heutige Rudolf-Hartmann-Straße existierte damals noch nicht. Arbeiter und Sportler bauten den Platz immer weiter aus und errichteten ein Sportlerheim. Aus dem Jahnsportplatz wurde schließlich das Jahnstadion mit einer 1995 eröffneten Tribüne. Sie kostete 352 000 Mark. Die Hälfte bezahlte das Land Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt Schönberg gab 18 500 Mark. Der FC 95 steuerte Eigenleistungen im Wert von 35 000 Mark bei. Den Rest brachte ein neu gegründeter Sponsorenring auf. Wichtigster Sponsor: die Palmberg Büroeinrichtungen und Service GmbH. Sie ist seit August 2013 auch Namenssponsor des Stadions. Es wird seitdem „Palmbergstadion“ genannt.

Der Bürgermeister räumte bereits 2017 ein, es gebe einen erheblichen Sanierungsstau. Die Stadt habe in den vergangenen Jahren leider nicht genug für die Erhaltung der Anlagen getan, die vor allem für den Schulsport genutzt werden.

Die Pläne zu ihrer Erneuerung haben die erste kommunalpolitische Hürde genommen. Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr, Umwelt und Ordnung empfehlen der Stadtvertretung, dass sie die Ausführung beschließt und Zuschüsse beantragt. Die Hoffnung: Schönberg bekommt 225 000 Euro aus der Sportförderung plus 472 500 Euro Kofinanzierungshilfe aus dem Etat des Schweriner Innenministeriums. „Eigenanteil der Stadt wären 472 500 Euro“, erklärt die Verwaltungsmitarbeiterin Antje Kopp. Das Amt empfehle, die Gelder in den städtischen Haushalt 2019 einzustellen, denn: „Man muss einen Nachweis haben über die Eigenmittel.“ Ohne sie hat Schönberg keine Chance, Zuschüsse zu bekommen.

Denkbar wäre, dass die Stadt im kommenden Jahr die Planungen für neue Sportanlagen vorantreibt und 2020 mit den Bauarbeiten beginnt. Fest steht dieser Ablauf jedoch nicht. Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr, Umwelt und Ordnung machten in ihrer einstimmigen Beschlussempfehlung klar: „Erst mit einer gesicherten Finanzierung kann mit dem Bau begonnen werden.“

Eine alte Ansichtskarte Schönberg zeigt oben rechts den Jahnsportplatz, aus dem später das Stadion wurde. Quelle: Lenz Jürgen

Bereits 2009 debattierten Schönberger Stadtvertreter über Investitionen ins Stadion an der Rudolf-Hartmann-Straße, das damals noch „Jahnstadion“ hieß. Eine Mehrheit beschloss damals: „Um auch zukünftig den Schulsport für alle Schularten und den Freizeitsport zu gewährleisten, wird das Jahnstadion saniert.“ Gebaut werden solle eine vierspurige Tartanbahn inklusive Sprintgerade und ein Tartanmultifunktionsfeld für Hoch- und Weitsprung sowie Volleyball. Die Befürworter argumentierten, es sei möglich, dieses Vorhaben in mehreren Bauabschnitten umzusetzen – je nach finanzieller Lage. Dazu kam es bis heute jedoch nicht. Neu gebaut wurden dagegen Sportanlagen an der Schule in der Dassower Straße – als Ersatz für einen maroden Sportplatz, der dem Bau eines Lidl-Marktes gewichen ist.

Jürgen Lenz

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